Oberalpstock (3327m) - von der Cavardirashütte nach Sedrun


Publiziert von Daenu , 7. Januar 2012 um 18:32.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum:11 September 2011
Hochtouren Schwierigkeit: WS-
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   CH-UR 

Der Oberalpstock ist eigentlich ein typischer Skiberg. Auf der Suche nach relativ einfachen Hochtourenzielen sind wir auf ihn gestossen und wollen ihn nun ohne Ski besteigen. Auf die Verhältnisse sind wir gespannt, den der Gletscher ist weitgehend schneefrei.

Der Tag startet suboptimal: Der Wecker hat nicht funktioniert und wir haben verschlafen, deshalb sind wir eine gute halbe Stunde später als geplant unterwegs. Als Entschädigung können wir bereits vor der Hütte einen schönen Sonnenaufgang bewundern. Wir betreten den Gletscher etwas östlich des P.2602. In einem weiten Bogen - ungefähr dem Namen Brunnifirm auf der Karte folgend - erreichen wir die Stelle auf rund 2800m, wo es steiler wird. Wir umgehen zuerst ein paar Spalten und halten uns dann an den rechten Rand des Gletschers (Sicht Aufstieg). Am oberen Ende der Felsen wenden wir uns etwas gegen links und steigen zuerst flacher, dann ziemlich steil den Gletscherhang hoch. Auf einer Kuppe kommt der "Ostpfeiler" des Oberalpstockes in Sicht und links davon der oberste Schneehang. Entgegen der Karte hat es hier viele Spalten, die aufgrund der Ausaperung aber gut sichtbar sind. Kurz vor dem Pfeiler beginnt die Suche nach dem besten Aufstieg. Im Zick-Zack überqueren wir die Spalten, steigen zuerst an die linke Begrenzung des Schneehanges auf und danach nach rechts bis ans obere Ende. Ein kurzer aber steiler Hang aus Eis und Schutt zeigt den Einstieg in die Felsen an. Nach einigen Metern kraxeln steigen wir über Geröll und Blöcke zum Gipfel auf.

Der Abstieg erfolgt bis auf rund 2800m auf der selben Route. Dort halten wir uns leicht rechts und steigen zur Fuorcla da Strem Sut auf. Hier hat es wieder viele Spalten. Sie sind zwar gut sichtbar aber breit, so dass wir gezwungen sind sie links oder rechts zu umgehen (me chunnt nid vorwärts...). Ab der Fuorcla dominiert wieder das Geröll. Der Abstieg ist zuerst recht steil, dank einer Wegspur aber unproblematisch. Der Weg verliert sich dann im Geröll und wir halten auf den kleinen See zu. Ab hier folgen wir einem durchgehenden Weg hinunter ins Val Strem. Im Talboden angekommen empfiehlt es sich, ziemlich bald auf die orographisch rechte Seite des Strem zu wechseln. Einer von uns tut dies auch. Wir anderen zwei bleiben auf der linken Bachseite und wandern über Weiden talauswärts, dann und wann einem Moor ausweichend, aber immer an malerischen Bachlandschaften vorbei. Die Brücke nördlich von Bauns entpuppt sich als zwei Baumstämme, der eine davon schmal und wackelig. Das Gelächter unseres Kollegen auf der anderen Bachseite ist uns gewiss. In einem Balanceakt überwinden wir das Hindernis. Nun folgen wir alles dem Wanderweg, erreichen auf rund 1520m ein Strässchen und schon bald darauf das Dorf und den Bahnhof von Sedrun.

Tourengänger: Daenu


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