Engelhornhütte


Publiziert von Jackthepot , 18. Januar 2012 um 19:27.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum: 1 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 570 m
Abstieg: 570 m
Strecke:Rosenlaui - Engelhornhütte -ein Stück Richtung Rosenlauigletscher - und zurück
Zufahrt zum Ausgangspunkt: Meiringen - Richtung Innertkirchen/Grimselpass - ab Kreisverkehr nach ca. 2km links abbiegen ins Reichenbachtal -auf engem Bergsträsslein ca. 13km bis Rosenlaui - Parkplatz oberhalb des Hotels.Bis dort frei für Kfz bis 3t. Oder mit dem Postbus ab Meiringen - Haltepunkt Gletscherschlucht

Schöne Hüttenwanderung zur Engelhornhütte unterhalb der schroffen Gipfelzacken der Engelhörner. Jeden Tag eine neue Wanderung ... in so einem Schweizurlaub kann so richtig der Stress aufkommen - wenn das Wetter mitspielt. Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Parkplatz Gletscherschlucht im Rosenlaui. Der geneigte Wanderer nimmt natürlich die paar Fränkli in Kauf und lässt sich eine halbe Stunde lang [post28903 von den donnernden Gletscherwassern] be'rauschen'. Den Abstiegsweg als Aufstiegsweg nehmen die wenigsten....Beim Steinmännergarten beim Ausgang der Gletscherschlucht weist der Wegweiser zur Engelhornhütte und Dossenhütte, diesen folgen wir. Man quert den Gletscherbach und schon bald geht es immer steiler werdend in lichtem Kiefernwald bergan. Kurz oberhalb der Stelle, wo sich der Weg verzweigt -rechts zur Dossenhütte - links zur Engelhornhütte- gibt es ein kleines Brünnlein (letzter Verpflegungspunkt zur Wasseraufnahme für Hunde bis kurz vor der Engelhornhütte). Weiter geht es steil im Zickzack bergauf, bis der Weg, immer noch ansteigend, ostwärts um die N-NO-Flanke des Rosenlauistocks herum endlich ein 'konstante' Richtung erhält. Die Pseudo-Schlüsselstelle -eine vom Gletscher geschliffene Felsplatte- muß gequert werden. Der Tiefblick treibt dem Ungeübten schon einen kleinen Schauer über den Rücken...aber sonst echt harmlos. Um ein Felseck herum, durch das schattige Geröllkar nordöstlich des Rosenlauistocks und über ein paar Felsen hinweg und man steht auf der Sonnenterrasse der Engelhornhütte (1901m).
Die urgemütliche Hütte war leider an diesem Tage nicht bewirtet, aber dennoch jedermann zugänglich. Die diversen 'Bedienungsanweisungen' an den Wänden machen es dem geneigten Hüttenbesucher leicht, das lauwarme Bier im Küchenschrank zu finden und den korrekten Obulus in den Kassenkasten an der Wand zu entrichten. Eine Stunde Sit-dow-and-relax vergingen wie im Fluge.

Ich verzichtete nach reiflicher Überlegung den Rundweg weiter nach Rosenlaui zu gehen, weil mich stattdessen das Gletschertal des Rosenlauigletschers interessierte - so nahm ich den gleichen Weg zurück. An der o.a. Verzweigung des Weges gings folglich geradeaus weiter Richtung Dossenhütte. Ein Steiglein führt zunächst noch etwas bergab durch reichlich Fichten- und Kieferngehölz. Alsbald bleibt jegliches Grün zurück und weicht einer unwirtlichen Fels- und Moranen-/Gerölllandschaft, wie sie eben für 'ehemalige' Gletschertäler üblich sind. Es geht nun immer etwas oberhalb des rauschenden Gletscherbaches bergauf und tiefer (eigentlich höher) in das Tal hinein. An der Stelle an der der Pfad steil auf den Moränenrücken hinaufzieht um weiter hinten die erste Felsstufe zur Dossenhütte zu überwinden, wende ich mich westseitig den blanken und gletschergeschliffenen Fels zu. Ein tosender Gletscherbach entspringt einer schmalen Felsspalte <=> Grund genug zu einer Expeditionen in den durchaus steilen Fels.
Den Rückweg runden noch ein paar wissenschaftliche Experimente an einem Lawinenrest ab und eine dreiviertel Stunde später und knapp 600mH tiefer steige ich zufrieden in mein wohltemperiertes Auto.




Tourengänger: Jackthepot


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