Hochplattig (2768 m) - Hauptgipfel direttissima von Süden via Gachen Blick


Publiziert von mabon , 1. Dezember 2011 um 23:09.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Wetterstein-Gebirge und Mieminger Kette
Tour Datum:11 Oktober 2008
Wandern Schwierigkeit: T4+ - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 11:00
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 2000 m
Strecke:Untermieming - Hennenberg - Gacher Blick - Hochplattig - og tilbake

Der direkte Weg ist manchmal der beste. Denn der gerade Süd-Nord-Aufstieg vom so genannten "Plattig", dem unter dem Hochplattig gelegenen Kar, ist der leichteste auf den Mieminger Hauptgipfel.

Zwar hatte ich enormes Glück, dass die Aufstiegsrinne, welche ich wählte, mir einen Ausstieg auf den Grat nur zehn Meter neben dem Gipfel ermöglichte, andererseits ist es meiner Meinung nach fast egal, welche Rinne man wählt, denn sie sind wohl alle gleich schuttgefüllt und dadurch extrem anstrengend; aber eben auch gangbar. 

Was? Die Mieminger bröselig? Kann nicht sein! :-) Ich hoffe, nicht erwähnen zu müssen, dass hier Schuttliebhaber voll auf Ihre Kosten kommen werden, wobei das Plattig im unteren Bereich für Mieminger Verhältnisse echt ok ist.

Eine große Orientierungshilfe dürfte demjenigen, der meine Variante ausprobieren möchte, der Judenbach sein, der im Wesentlichen in Nord-Süd-Richtung verläuft und fast genau auf den Hochplattig-Hauptgipfel in der gedachten, verlängerten Linie zeigt. Ergo gilt es, jene Aufstiegsrinne zu wählen, die mit besagter gedachten Linie am ehesten deckungsgleich ist (siehe Foto).

Nicht nachahmenswert ist es - so wie ich - ausschließlich zu Fuß zu gehen. Die Tour mutiert so zum Endloshatscher. Es waren dann ohne Bike doch gut 11 Stunden. Somit ist der Hochplattig konditionell herausfordernd; bergsteigerisch dürfte er in dieser Variante dem erfahrenen Berggeher kaum Probleme bereiten.

Die einzige Schwierigkeit sehe ich in der Orientierung: Auf dem Abstiegsweg über das Plattig zurück zum Gachen Blick kann man sich leicht verirren (Zwischenrinnen!), obwohl es aufwärts so leicht wirkt. Auf keinen Fall zu weit unten rüberqueren (Steilabbruch!). Gerade in der Dämmerung ist es besser, weiter oben die Traverse zu machen; nicht zuletzt, weil dort eine bessere Übersichtlichkeit gegeben ist. Und nota bene: Ab dem Gachen Blick gibt es keinerlei Markierungen und Trittspuren mehr in Richtung Gipfel. 

So, genug Blabla; die Bilder sind das Wichtigste. :-)

Tourengänger: mabon

Galerie


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