Brudelhorn 2'791m
|
||||||||||||||||||||||||
Auf das Brudelhorn bin ich aufmerksam geworden durch das Zufallsbild auf hikr.org. Der Gipfel sah nicht steil aus und die Höhe noch machbar für diese Jahreszeit. Also Kartenstudium und Berichte lesen.
Ich habe mich für die etwas leichtere Variante entschieden, denn von Geschinen aufsteigen wie die Skifahrer reicht fast nicht bei den kurzen Tagen. Also Start und Ziel bei Ladstafel am Nufenenpass. Bereits nach einer halben Stunde konnte ich gegen den Grat Richtung Bochtehorn abzweigen. Dieser Gipfel ist allerdings nicht so attraktiv, eine Hochspannungsleitung führt direkt darüber. Aber für notorische Gipfelsammler ist das eh nicht so tragisch. Mein Tagesziel war in der Ferne sichtbar, dazwischen noch ein längerer, verschneiter Blockgrat. Bis kurz vor dem Teltschehorn hat es noch nicht viel Schnee, ich komme gut voran. Aber ab 2'600m wird der Schnee tiefer und tiefer, für die Schneeschuhe reicht es aber auch nicht, es hat zu viele Blöcke und Felsstufen zum überwinden. So haben die beiden auf meinem Rücken die Sonne genossen und wieder mal nichts gemacht......
Ab dem Teltschehorn beginnt der Distelgrat. Der war dann recht zeit- und kraftraubend. Ich bin immer wieder in tiefe Löcher zwischen den Blöcken eingesunken und musste mich manchmal mit grosser Mühe daraus befreien. Endlich habe ich dann aber eine Gämsspur entdeckt und die wissen bekanntlich wo es sich am besten Läuft. Und siehe da, plötzlich ging es viel besser. Bald war dann der Gipfelaufschwung erreicht und die letzten Meter habe ich mich nochmal durch den Schnee gekämpft.
Eine tolle Rundsicht von diesem Gipfel. Der Schatz von
neutrino ist nun auch gelüftet, ich habe ihn aber belassen. Dafür ist jetzt auf dem Teltschehorn einer versteckt von mir.
Der Abstieg war recht einfach in dem nun weichen Schnee und der Distelsee ganz bestimmt eine kurze Pause wert. Von dort ist der Weg wieder sehr einfach und schneefrei, so dass ich schnell durch das Lengtal zum Ausgangspunkt zurück war.
Zusammen mit dem prächtigen Wetter, der warmen Sonne und den ringsum verschneiten Bergen bietet diese Tour im Sommer wie im Winter viel Aussicht für die Mühen.






















Comments (2)