Über die Dents Vertes zum Vanil d'Arpille und zum Schopfenspitz


Publiziert von Zaza , 1. Oktober 2007 um 19:13.

Region: Welt » Schweiz » Freiburg
Tour Datum: 1 Oktober 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-FR   Les Dents Vertes 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1900 m
Abstieg: 1750 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Bus von Freiburg nach Charmey/Jaun. Es gibt wenige direkte Kurse, diese sind aber der Verbindung via Bulle vorzuziehen (dort bleibt der Bus oft im Verkehrschaos stecken)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s. Anfahrt
Unterkunftmöglichkeiten:Hotels und B&B in Jaun und Charmey
Kartennummer:1225, 1226

Dents Vertes...bei dem Namen darf man kein "Plaisir" erwarten. Tatsächlich handelt es sich um eine botanische Kraxelei, die mir anspruchsvoller als erwartet schien. Die Tour lässt sich gut mit der Breccarunde verbinden (zB mit einem Biwak in Gratnähe).

 

 

Man startet in Charmey, einem schönen Bergdorf im Greyerzerland und steigt auf einem der diversen Wanderweg bis Vounetse. Hier beginnt der "Sentier Panoramique des Dents Vertes", der aktuell durch einen Felssturz beeinträchtigt, aber dennoch begehbar ist. Man erreicht den Grat bei P. 1724 (Col de la Vigie), ab hier wird es abenteuerlicher. Man übersteigt eine Abschrankung und quert rechts unter einem ersten Felsen hindurch, um die Dent de Vounetse über steiles, felsdurchsetztes Gras zu erreichen (T5). Nun mit einigem Murks über den stark bewachsenen Grat in einen Sattel hinab und auf einer schwachen Spur über sehr steiles, ausgesetztes Gras auf den nächsten Zahn (kurz T6). Im weiteren ist der Grat eine Zeitlang einfach, bis man zu einem sehr schmalen Abschnitt kommt. Hier führt eine schwache, ausgesetzte Spur rechts in die Flanke und umgeht das Hindernis (kurz T6). In der Folge sind die Schwierigkeiten mässig; man bleibt meist auf dem Grat oder weicht rechts (S) aus. Ohne Probleme zum Croix de Férédetse (1820 m). Der SAC-Führer bewertet den ganzen Abschnitt mit "EB", was mir eher abwegig scheint.
 

Im weiteren ist der Grat einfach bis zu P. 1957. Etwas steiler geht es nun über den P. 1993 hinweg, bis man im Sattel P. 1941 steht. Der erste Aufschwung Richtung Vanil d'Arpille ist ausserordentlich steil (kurz T6). Besonders ein kurzer Abschnitt mit fast senkrechtem Gras schien mir recht übel und heikel, ein Pickel wäre hier angenehm. Im Abstieg ist dieser Abschnitt nicht anzuraten. Bald legt sich der Grat zurück und man erreicht das Gipfelkreuz des schönen Vanil d'Arpille (auch Maischüpfenspitz oder Petit Brun genannt). Dieser Gipfel ist unter den Locals und Romands auch für recht wilde und äusserst steile Skiabfahrten (SE- oder W-Flanke) bekannt. Details vgl. www.skirando.ch.
 

Nun ging es auf Wegspuren zu P. 1937 (Col d'Arpille) und weiter zum Vanil d'Orseire (P. 2012). Dieser Grat ist reich an Edelweiss, die leider bereits weitgehend verblüht waren. Zurück zum Col d'Arpille und auf der Nordseite soweit absteigen, bis man zur Grasrinne gelangt, die wieder in den P. 1941 zurück führt. So lässt sich der üble Abschnitt im N-Grat des Vanil d'Arpille umgehen. Von diesem Sattel kehrt man nun zurück bis zu P. 1957 und steigt dann vorsichtig über steiles Gras über den schmalen Grat zu P. 1847 ab, wobei ein schöner Zahn zu überklettern ist (T5/6). Von diesem Pass führt ein markierter Pfad auf den Schopfenspitz (aka Gros Brun). 
 

Vom Schopfenspitz könnte man auf markierten Wegen nach Charmey, Jaun oder Schwarzsee absteigen. Ich wählte den Abstieg direkt über die Südflanke, was weglos, aber ansonsten nicht besonders schwierig ist (etwa T4). Den Felsgürtel auf etwa 1800 m kann man an verschiedenen Stellen überwinden. Diese Route ist ebenfalls als steile Skiabfahrt bekannt. Zuletzt auf Wanderwegen von Jansegg ins schöne Dorf Jaun.
 

Hinweis: Es gibt kein Wasser unterwegs, d.h. spätestens in Vounetse sollte man die Flaschen nochmals füllen.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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Kommentare (1)


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ossi hat gesagt: Tolle....
Gesendet am 1. Oktober 2007 um 19:30
Tour! Und nicht vergessen: Die "Systers of merci" warten auf uns! Leider sind sie momentan eingeschneit.
Gruss
Christian


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