Schiberg auf selten begangenen Pfaden


Publiziert von phil78 , 13. November 2011 um 20:04.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:12 November 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 1170 m
Strecke:P. 921 - Schwarzenegg - Bärenpfad - Schiberg Südwestgrat - Schiberg - Furgge - Schneeschmelzi - Bockmattlipass - Schwarzenegg - P.921
Kartennummer:1:25000 Klöntal 1153

Neben der Normal- (über Furgge) und der Brennaroute (Nordwesten), führen noch mehrere weniger bekannte Routen durch die Südseite des Schibergs zum Gipfel. Dies liegt wohl vor allem daran, dass diese weder markiert noch auf Karten verzeichnet sind.

Die Besteigung des Schibergs über eine dieser Routen (Süd-West Grat, R.134), war das erklärte Ziel des heutigen Wandertages. Um die Wanderung noch etwas aufzupeppen, entschlossen wir uns zudem, auch noch den Bärentritt, welcher unter der Westflanke des Schibergs hindurchführt, zu begehen. Zusammen mit dem Rückweg über die Schneeschmelzi, ergibt das eine attraktive Rundtour, wie sie auch im Alpinführer Glarner Alpen (2004, s.131) empfohlen wird.

 
Von P.921 geht es über Alpweiden und ein kurzes Waldstück hoch zur Schwarzenegg P.1324. Bei der Alp beginnt gemäss Karte der Bärenpfad. Bis auf eine "weiss-blau-weisse" Wanderwegmarkierung an einer der Alphütten, weist allerdings nichts auf den Pfad hin. Von einer früheren Begehung wusste ich allerdings, dass wir, über Kuhpfade und leicht an Höhe verlierend, unter die Westflanke des Schibergs traversieren müssen. Unter dieser angekommen, geht man südwärts bis zu einer Scharte in der Wand. Dort trifft man erstmals wieder auf Wegspuren, Markierungen und kurz darauf auch auf die Fixseile, welche einem vor allem bei Nässe und im Abstieg eine gewisse Sicherheit bieten.

Nach der Stelle mit den Fixseilen folgten wir dem jetzt gut erkennbaren und auch regelmässig markierten Pfad weiter, bis kurz vor die ersten Lawinenverbauungen. Dort entschieden wir uns direkt über die Planggen auf den Süd-West Grat aufzusteigen. Das Gelände ist auf der von uns gewählten Aufstiegsroute durchschnittlich 38° steil (Stellen bis ca. 45°), jedoch gut gestuft und bei trockenen Verhältnissen problemlos machbar. Im oberen Drittel muss noch ein Felsband überwunden werden (eine kurze Stelle II, kann vermutlich umgangen werden).
 
Es gibt aber auch die Möglichkeit dem Bärenpfad weiter zu folgen und von der Almismatt auf den Grat aufzusteigen (Achtung: Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass sich der Pfad im Bereich der ersten Lawinenverbauungen wiederum verliert. Es ist also nochmals etwas Spürsinn gefragt.). 

Nachdem wir die beinahe 300 Höhenmeter in den Planggen überwunden hatten, standen wir auf dem Süd-West Grat kurz vor P.1799. Von diesem Punkt aus hat man die Möglichkeit, weiter dem Grat zu folgen, oder in der Mulde (Fanenhöli ; Alpinführer R.134a) aufzusteigen. Da der Grat nach interessanter Kraxelei aussah, entschieden wir uns für diesen. Je nach persönlichem Gusto folgt man dem Grat mehr oder weniger exakt bis zu P.1948, wo zahlreiche Schiberg Routen zusammentreffen. 

Von dort aus nimmt man den Schlussaufstieg zum Hauptgipfel (P.2043.6) in Angriff. Möchte oder muss man mit seinen Kräften haushälterisch umgehen, bleibt man dabei am besten in der Nähe der Kante. Wer hingegen auch seine Hände noch etwas einsetzten will, kann nach belieben nach Rechts ausweichen. Auf dem Hauptgipfel angekommen, geht es weiter zum Südgipfel (P.2043). Die noch zu überwindende Scharte (WS, II) darf dabei kein Hindernis darstellen, sonst wird der Aufstieg auch zum Rückweg...  :-) 

Zurück zum Ausgangspunkt führte unsere Route über Furgge, Schneeschmelzi, Bockmattlipass und Schwarzenegg. Eine genauere Beschreibung erübrigt sich, da bereits mehrfach auf HIKR dokumentiert.

 


Tourengänger: phil78


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