Ciao, Bella! Der Monte Nona in den Apuanischen Alpen


Publiziert von Nordlicht , 26. September 2007 um 21:07.

Region: Welt » Italien » Toskana
Tour Datum:20 September 2007
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Zeitbedarf: 2:45
Aufstieg: 500 m
Abstieg: 500 m

Unser Toskana-Urlaub war zwar nicht als Wanderurlaub konzipiert, aber ein bisschen Bewegung kann bekanntlich gerade in einem Land mit unverschämt leckerem Essen nicht schaden. Also hatten wir einen Tag für die Apuanischen Alpen reserviert, das kleine besondere Gebirge zwischen Serchiotal und der Küste des Tyrrhenischen Meeres. Die Apuanischen Alpen haben mit den Alpen an sich nichts zu tun. Sie bestechen auch nicht durch übermässige Höhe, haben aber einen durchaus alpinen Charakter. Es gibt schroffe Felsen, viele Höhlen, steinige Berggipfel und schwindelerregend tiefe Schluchten.

Nach langer Anreise über ziemlich schmale und kurvenreiche Straßen starteten wir in Palagnana (etwa 765 m ü. NN). Mit der entsprechenden Wanderkarte (Alpi Apuane 1:25000) bewaffnet, ging es eine ganze Weile die „Straße“ (weiterhin kurvenreich und teilweise steil) nach oben, die zur Herberge Alto Matanna führt (Wanderweg Nr. 3, gut ausgeschildert). An der Herberge, Rifugio Albergo Alto Matanna, (1030 m) wurden wir von einem halben Dutzend kläffender Hunde empfangen und entschlossen uns, auf den Weg Nr. 5 in Richtung Stazzema fortzusetzen. Nach einem kurzen Wegabschnitt durch den Wald wurde es zunehmend steiniger. Wir folgten dem Weg Nr. 5 bis zum Grat mit dem Namen Callare Matanna (1139 m), der den Monte Matanna mit dem Monte Nona verbindet. Von dort aus ging es dann mit sehr erträglicher Steigung durch den verkarsteten Felsen zum Gipfel. Auf diesem letzten Abschnitt war der eigentliche Weg nicht immer gut zu erkennen, aber es war nicht schwer, sich einen neuen Weg zu suchen. Oben angekommen (auf 1279 m) erwartete uns eine Überraschung: Das Gipfelkreuz war durchgerostet und abgeknickt! Damit war dann auch die richtige Kulisse für meine alten Schuhe gefunden;-)

Das absolute Highlight war jedoch der Ausblick! Der Monte Nona ist selbst sicher nicht der schönste Berg in den Apuanischen Alpen, aber einer der Berge mit der schönsten Aussicht: Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir den Blick auf die Küste des Mittelmeeres, die umliegenden Berge (Pania della Croce, Pania Secca, Monte Matanna) und die Garfagnana. Zurück ging es auf dem gleichen Weg mit einem kleinen Bogen am Monte Matanna entlang. Es war eine feine Tour in einem Traumgebirge, das es mit diesem Ausflug ganz oben auf Liste der Wanderurlaub-Ziele geschafft hat.

Tourengänger: Nordlicht

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