Bereits vor einem Jahr machte ich einen Versuch im Alleingang und musste wegen Neuschnee auf dem Galengletscher umkehren. Dieses Jahr habe ich mir gute Verhältnisse ausgesucht und konnte erfolgreich diesen lange gewünschten Berg besteigen.
Früh morgens Start im Belvédère und hinauf über den aperen Rhonegletscher. Die Spalten sind gut umgehbar und wir kommen gut voran bis zur Abzweigung zum Galengletscher. Dieser ist mit viel Geröll und grossen Steinblöcken übersät. Danach ziehen wir unsere Steigeisen ab und nun beginnt eine lustige Kraxelei über Blöcke und glatt geschliffene Platten zum Galensattel hinauf. Hier haben wir bereits eine schöne Sicht in die Tiefe und zu den Berner Alpen. Nun gehts wieder mit Steigeisen über ein Firnfeld hinauf bis zum Rand des steilen Gipfelfeldes.
Das Firnfeld am Gipfel ist meist gut begehbar, allerdings die Querung ist schon recht eisig und die Spur nur fussbreit. Im Aufstieg geht es recht gut, im Abstieg haben wir dann ein paar Eisschrauben gesetzt, so bleibt das Gemüt ruhig und der schöne Tag endet auch fröhlich.
Auf dem Gipfel erwartet uns ein grandioses 360° Panorama und wir staunen nur über die vielen Gipfel um uns herum. Auch die Gipfelwechten sind gewaltig und mahnen zur Vorsicht. Ich bin stolz und glücklich, diesen Gipfel jetzt erreicht zu haben.
Der Abstieg ist bis auf die Eispassage leicht und rassig, die Abwechslung liegt im kombinierten Gelände mit Fels und Gletscher. Zuletzt verschätze ich mich doch noch bei einem Sprung über eine Spalte und lande im weichen, schneegefüllten Spalt und sinke prompt zur Hüfte ein. Konzentration und Vorsicht brauchts also bis zum letzten Meter auf einem Gletscher.
Ein toller Saisonabschluss mit diesem stolzen Berg!




















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