Hocheisspitze (2523m)


Published by Chiemgauer , 4 October 2011, 21h52.

Region: World » Germany » Alpen » Berchtesgadener Alpen
Date of the hike: 3 October 2011
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Mountain-bike grading: F - Easy
Waypoints:
Geo-Tags: A   D 
Time: 7:00
Height gain: 1700 m 5576 ft.
Height loss: 1700 m 5576 ft.
Route:26 km
Access to start point:Über Inzell, Bad Reichenhall oder Berchtesgaden nach Ramsau und weiter zum Hintersee. Parkplatz am Ende der Straße (4€)
Maps:Kompass Nr. 14

Zum Abschluss des wohl letzten schneefreien "Hoch"tourenwochenende noch mal ein Zuckerl von meiner To-Do-Liste ausgewählt.

Wegen der deutlich kürzeren Anfahrt wird mit dem Rad vom Hintersee gestartet. Zuerst noch in minimaler Steigung geht es Richtung Hirschbichl gestartet. Nach 2,5 km die erste „Rampe“ mit etwas über 10% Steigung. Danach kurze Zeit eben, bevor die „gache“ Rampe kommt, beginnt diese doch gleich mit 25% bevor sie sich in „gemütlichen“ 20% nach oben zieht. Schieben wäre wohl schneller gewesen ;-) Kurz danach die erste Abbiegemöglichkeit zur Bindalm und Mittereisalm. Ich folge aber noch etwas der Straße und nehme die zweite Möglichkeit (ab hier ist Radfahren eigentlich verboten) kurz vor Hirschbichl (naja, eigentlich bin ich eh zu weit gefahren und habe meinen Irrtum erst am Gasthof Hirschbichl gemerkt) und quere eben zur Binderalm. Von dort geht es dann überwiegend mit schieben die schmale, kiesige Straße zur Mittereisalm nach oben. Selbst runter bin ich zweimal kurz abgestiegen, da ich es nicht „dabremst“ habe. An der Mittereisalm wird das Rad abgestellt und es geht zu Fuß weiter.

Direkt an dem Wegweiser geht ein nicht angeschriebener Steig nach links weg. Dieser führt zur Hocheisalm hoch. Vielleicht 5m nach der Jagdhütte da oben, gibt es eine erneute Weggabelung. Ein Weg führt eben weiter und der andere biegt rechts nach oben ab. Ich nehme den Weg nach rechts, der ins Hintereis führt. Ab hier wird durchgehend direkt auf das Ziel zu gesteuert. Weg erstaunlich gut und nicht zu verfehlen. Selbst als es felsiger wird und das erste Geröllfeld kommt, ist ein deutlicher Steig zu erkennen, der auf die Steilstufe unterhalb der Hocheisspitze zusteuert. Hier geht es links am Rand der Geröllrinne nach oben (alternativ auch gleich in die Felsen, da bin ich beim Abstieg raus gekommen), bevor nach rechts durch ein Band gequert wird. Hier noch den Steinmännern nach, die ich dann aber verloren habe, da ich immer weiter nach rechts bin und der eigentlich Weg sofort wieder nach links führt, ins obere Geröllfeld. Immer den festen Felsen folgen steuere ich auf die Felswand rechts der Hocheisspitze zu und an dieser geht es dann links nach oben in die Scharte rechts von der Hocheisspitze. Von dort in wenigen Metern zum Gipfel. Bis zur Steilstufe und in meiner Route danach, hält sich der ekelhafte Gerölleinsatz überraschenderweise doch stark in Grenzen. Vielleicht ist auch das der Grund, warum die Hocheisspitze heute mit 8 Besuchern über den Normalweg, doch schon eher überlaufen war. Da ich aber bereits als erste oben war und als letzter runter bin, hatte ich den Gipfel wenigsten einige Zeit für mich alleine. Runter ging es wie rauf.

Den Versuch zur Kammerlinghorn Überschreitung habe ich erst gar nicht gewagt, nach dem ein andere (wohl fitterer) Bergsteiger bereits an der ersten Schlüsselstelle (III, mit wohl nicht mehr so vertrauenswürdigen Seil entschärft, wie auch die zweite Schlüsselstelle III) umgedreht hat und ich nach der langen Pause bereits beim Abstieg in die Scharte minimale Probleme hatte. Sehr brüchiges Gelände und glaube kaum, dass das in Richtung Kammerlinghorn viel besser wird. Viel mehr hätte mich der Abstieg ins Hinterbergkar gereizt, der nicht über I hinaus gehen soll und sogar im unteren Teil mit Krampen und Stahlseil versichert sein soll. Aber auch hier hat mich das brüchige, unübersichtliche Gelände, sowie mein Raddepot abgehalten. Heute sollte es einfach nur eine gemütliche Bergtour sein um den herrlichen Tag zu genießen!!!


Hike partners: Chiemgauer

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Comments (3)


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toboxx says:
Sent 4 October 2011, 22h50
Hallo Chiemgauer,

die Überschreitung vom Kammerlinghorn zur Hocheisspitze (in dieser Richtung hab ich sie gemacht) ist ziemlich gut zu klettern. Meist fester Fels. Auf das besagte Fixseil hab ich auch vertraut, es wäre aber eigentlich gar nicht nötig. Dagegen fand ich den Abstieg ins Hinterbergkar richtig übel. Da bröselt es extrem, schon auf dem Grat. Die Steilschlucht hinunter hängt ein Drahtseil – aber das hört mittendrin einfach auf. Ich würde diesen Abstieg nicht nochmal machen wollen.

Chiemgauer says: RE:
Sent 5 October 2011, 18h00
Servus toboxx,
danke für die Info!
Vielleicht probiere ich den Grat dann doch mal, wenn ich extrem motiviert bin. Wie ist die Schwierigkeit denn neben den beiden IIIer-Stellen? Stellen II oder eher doch durchgehend?
Gruß,
Hans

toboxx says: RE:
Sent 6 October 2011, 21h47
Hallo Hans,

da kann ich dich wirklich ermuntern. Bin ein Grat-Fan, und dieser ist ein Schmankerl. Der überwiegende Teil ist einfach, Ier Terrain und Gehgelände. IIer nur Stellen. Mir hat der erste große Turm direkt nach dem Kammerlinghorn am meisten Schwierigkeiten gemacht. Man umgeht ihn auf der Hocheiskar-Seite. Da ist es ein bisschen ausgesetzt und man muss schauen, dass man auf der richtigen Höhe bleibt. Vielleicht war ich aber auch nur noch nicht warmgekraxelt. Als ich dieses Trumm hinter mir hatte, hat es nur noch Spaß gemacht. Hier übrigens der viel genauere Bericht des großen Hermann von Barth:
http://www.bergruf.de/alpinhistorie/barth/kalkalpen/berchtesgadener_hocheis_gratuebergang.html

Grüße
Tobias


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