Üschenegrat


Publiziert von Mel , 4. Oktober 2011 um 19:18.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum: 2 Oktober 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 860 m
Abstieg: 1200 m
Strecke:Gemmipass - Schwarenbach - Üschenegrat - Sunnbüel (13,5 km)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Gemmipass
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Sunnbüel
Unterkunftmöglichkeiten:Berghotel Schwarenbach
Kartennummer:1267

Zugegeben, meine Berichterstattungen aus dem Gemmigebiet häufen sich in letzter Zeit etwas. Aber mein  letzer Abstecher stand ja irgendwie nicht so unter einem guten Stern und ich hatte das Gefühl, mich vor Saisonende noch gebührend von dieser Gegend verabschieden zu müssen.

So fahre ich am Samstag - noch von Migräne geplagt - ins Leukerbad, wo es nach einem käsehaltigen Abendessen bei Zeiten ins Bett geht. Am nächsten Morgen fühlt sich mein Kopf zum Glück wieder besser an und der Tour über den Üschenegrat steht nichts mehr im Wege. Jedenfalls wenn man über so kleine Details wie das Vergessen des Fotoappartes oder der Sonnenbrille hinweg sieht...

Nach einem reichhaltigen Frühstück in der Bäckerei La Bohème (sehr empfehlenswert: Kaffe & Züpfe, Brötchen, Gipfel etc. mit Butter, Konfi und Käse vom Buffet für CHF 9.90!) sind wir etwas voll gefressen und gönnen uns die Fahrt mit der Gondel auf den Gemmipass. Ob dies wirklich angenehmer als das Treppensteigen über den eindrücklichen, steilen Wanderweg ist, sei bei der heutigen Menge an Ausflüglern mal dahingestellt. Aber bei solch einem traumhaften Herbsttag ist es auch kein Wunder, dass es die Leute scharenweise in die Berge zieht. Wir marschieren los Richtung Daubensee. Im T-Shirt. Manch einer mag sich wohl im Verlaufe des Nachmittages hier noch abgekühlt haben...

Beim Berghotel Schwarenbach biegen wir links ab und haben rund 300 steile Höhenmeter in der heissen Sonne zu bewältigen. Ich merke, dass sich mein Körper noch nicht ganz erholt hat vom Vortag und bin froh, als wir auf dem Schwarzgratli ankommen. Von hier gehts gemütlicher weiter Richtung Sunnbüel. Der schön angelegte Bergweg führt meist etwas unterhalb des Grates - auf der Üschinental-Seite - entlang. Immer wieder kann man spektakuläre Tiefblicke in beide Täler und schöne Ausblicke auf die umliegenden Gipfel geniessen. Auch das Balmhorn zeigt sich in seiner ganzen Pracht und ich kann nochmals die Aufstiegsroute analysieren und die Motivation für den nächsten Versuch wachsen lassen.

Der Gratweg bietet eine schöne Alternative zum normalen Gemmiweg rund 400 Meter unter uns, wo meist ein grosses Menschengewusel herrscht. Schwierigkeiten gibt es keine nennenswerten zu überwinden, ab und an trifft man auf Drahtseile oder kurze Leitern, die Steilstufen oder ausgesetztere Passagen entschärfen. Am Ende des Grates angelangt, könnte man in rund 30 Minuten noch das Gällihorn besteigen. Unsere Rachen schreien aber zu laut nach Erfrischung und so treten wir direkt den Abstieg an. Dieser ist stotzig und im oberen Teil etwas ausgesetzt; bei Nässe wohl heikel. Kurz darauf sitzen wir bei einer grossen Apfelschorle und einem Stück leckeren Aprikosenkuchen, bevor wir im vollgestopften ÖV die Heimreise antreten.

Tourengänger: Mel


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