Simelihorn (3124m) und Mattwaldhorn (3246m)


Publiziert von أجنبي , 4. Oktober 2011 um 11:29.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:26 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m
Strecke:Gspon – Scheidbode – Wyssgrat – P. 2894 – P. 2833 – P. 2781 – Simelihorn – P. 3168 – Mattwaldhorn – Chatzulecher – Ischflue – Lauine – Oberfinilu – Bord – P. 1924 - Gspon
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Stalden, LSB bis Gspon
Zufahrt zum Ankunftspunkt:LSB ab Gspon, ÖV ab Stalden
Kartennummer:LK 1:25.000: 1309 Simplon

Weitere Folge in der Serie 'prächtige-Altweibersommer-Bergtouren-für-temporär-Handicapierte'. Diesmal führte der Weg ins weite Wallis, genauer gesagt nach Gspon. Von der Bergstation der Seilbahn lief ich zum Sportplatz hoch, wo eine blau-weisse Tafel zum Wyssgrat zeigte. Dies war dann aber bereits die letzte Bergwegtafel, welche ich während der Tour zu Gesicht bekam... Der Skipiste entlang ging's über den Scheidbode hoch zum Hüttchen bei P. 2192. Nun wurde es etwas mühsamer, denn irgendwie überzeugte mich der auf der Karte eingezeichnete Weg auf den Wyssgrat nicht so wirklich. Der Pfad wurde zusehends schmaler und irgendwie hatte ich bald einmal das Gefühl, ihn verloren zu haben. Kurz vor P. 2371 stiess ich jedenfalls wieder auf etwas, was wie ein Weg aussah und auf diesem blieb ich dann auch.

Der Aufstieg ab P. 2371 über den Wyssgrat machte Spass und die Aussicht war herrlich. Steimandli und deutliche Wegspuren führten meist auf dem Grat hoch, wobei nur selten etwas in Südwestflanke ausgewichen werden musste. Die Hände brauchte ich kaum und das Gekraxel hielt sich stark in Grenzen. Nach 1h 45min stand ich auf dem Wyssgrat-Gipfel (P. 2886) und genoss das Panorama.

Einen Moment dachte ich daran, dem Ochsehorn einen Besuch abzustatten, doch angesichts meines Programms (Simelihorn und Mattwaldhorn) liess ich schliesslich davon ab. Der Ausflug hätte mich zwar nicht allzu viel Zeit gekostet, aber rund eine Stunde wäre wohl schon draufgegangen. Stattdessen ging's südwärts zur Lägunde Tschuggo in einfachem Gelände weiter, dies meist über den Grat. Bei P. 2781 verliess ich die Lägunde Tschuggo um auf den Nordostgrat des Simelihorns zu wechseln. Hier waren nun auch ab und an wieder rot-weisse Markierungen zu sehen und ausserdem wiesen viele Steimandlis den Weg hinauf. Etwas vor dem Gipfel wurde das Gelände noch ein wenig kraxliger, aber das war's dann auch schon: 1h 10min nach Verlassen des Wyssgrats stand ich auf dem Ex-Galenhorn, dem Simelihorn.

Nun stand noch der krönende Abschluss an, das Mattwaldhorn. Vom Simelihorn ging's direkt auf den Westgrat, welchem ich mehr oder weniger bis zum Gipfel folgte. Der Pfad ist meist ersichtlich und geklettert werden musste nirgends, auch wenn man ein paar Mal die Hände etwas zur Hilfe nehmen durfte. Vom Simeli- auf's Mattwaldhorn benötigte ich eine halbe Stunde. Auf letzterem angekommen erwarteten mich unzählige Steinmännchen und ein schräges Gipfelkreuz, von dem ich nicht das Gefühl hatte es stünde auf dem höchsten Punkt.

Nach ausgiebiger Rast ging's bei zunehmender Bewölkung erst etwas durch die Südflanke des Mattwaldhorns und schliesslich Richtung Chatzulecher hinunter. Manchmal folgte ich schwachen Wegspuren, manchmal rutschte ich auf dem Geröll hinunter. Auf etwa 2700 m.ü.M. wurde das Gelände etwas flacher und weitere 100 Höhenmeter weiter unten stiess ich auf trockene Suonen, welchen ich nach Nordwesten folgte. Einen wirklichen Weg hinunter fand ich aber nirgends. Etwas oberhalb Lengfell war Schluss: wegen einem Erdrutsch schien es hier nicht mehr weiterzugehen. Aber immerhin: Ich fand einen guten Pfad, der mich nach unten auf den Höhenweg führte. Diesem folgte ich schliesslich bis nach Gspon. Für den ganzen, etwas mühsamen Abstieg vom Mattwaldhorn nach Gspon benötigte ich satte zweieinhalb Stunden.


Tourengänger: أجنبي


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Kommentare (1)


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Meeraal hat gesagt: Gipfelkreuz
Gesendet am 7. Oktober 2011 um 17:40
Das Gipfelkreuz steht tatsächlich nicht auf dem höchsten Punkt. Dies ist eindeutig festzustellen, indem man beide Gipfelpunkte besucht und vergleicht. Der westliche Punkt, der etwa 50 Meter vom Gipfelkreuz entfernt ist, ist etwa 4 Meter höher.

Viele Grüße,

Michael


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