Fuorcla Val Sassa (2857m)


Publiziert von أجنبي , 4. Oktober 2011 um 13:40.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Unterengadin
Tour Datum:29 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1550 m
Strecke:Zernez – P. 1485 – Prasüra – P. 2092 – P. 2126 – P. 1935 – P. 1804 – Chamanna Cluozza – P. 1835 – P. 1920 – P. 2302 – Fuorcla Val Sassa – P. 2663 – P. 2285 – P. 2084 – P. 1973 – P. 1878 – Alp Purcher – P. 1736 – P. 1668
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto bis S-chanf, ÖV bis Zernez
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Auto ab S-chanf
Unterkunftmöglichkeiten:Chamanna Cluozza
Kartennummer:LK 1:25.000: 1218 Zernez, 1238 Piz Quattervals

Im Nationalpark war ich seit meiner Kindheit nicht mehr... Als Freunde mich anriefen und mir eine Tour über die Fuorcla Val Sassa vorschlugen, zögerte ich keine Sekunde mit meiner Zusage. Da eine Besteigung des Piz Quattervals aufgrund meiner Verletzung und der herrschenden Schneeverhältnisse keinen Sinn machte, freute ich mich auf eine schöne Tour mal ohne Gipfel. Die Vorfreude lohnte sich...

Um nach dem Abstieg gleich beim Auto zu sein, stellten wir dieses in S-chanf ab und begannen unsere Tour mit einer Zugfahrt nach Zernez. Von dort ging's durch's Dorf, über die Brücke bei P. 1485 und auf dem Wanderweg nach Prasüra und schliesslich zum höchsten Punkt des Wanderwegs bei P. 2126. Danach stiegen wir zunächst zum Ova da Cluozza ab und bewältigten den kurzen Aufstieg hoch zur Chamanna Cluozza, wo wir nächtigten. Die Chamanna ist eine gemütliche Unterkunft mit viel Holz, gutem Essen und sympathischem Hüttenteam.

Am nächsten Morgen stiegen wir zunächst wieder zum Fluss ab und zogen danach an dessen rechtem Ufer hoch ins Val Sassa. An Steinwild sahen wir nur wenig, vor allem wohl deshalb, weil das Val Sassa nicht viel Essbares, sondern vor allem Geröll offeriert. Über ebendieses endlose Geröll stiegen wir bei angenehm kühlen Temperaturen an und kamen auf etwa 2600 m.ü.M. in den Schnee. Der Schlussaufstieg zur Fuorcla Val Sassa verlangte dann noch einiges an Kraft, denn es wurde steil und teils etwas rutschig. Die Anstrengung wurde auf dem Pass aber durch beste Aussicht und wärmende Sonne belohnt. Für den Aufstieg ab der Chamanna benötigten wir rund drei Stunden.

Nach einer ausgiebigen Pause und noch ausgiebigeren Feldstechereien zwecks Beobachtung dutzender Gemsen stiegen wir schneefrei ins Val Müschauns ab. Der Weg ist grundsätzlich einfach, verlangt aber gute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, denn einige Passagen (v.a. zwischen P. 2601 und P. 2285) führen durch äusserst steiles Gelände. Der Weg durch's Val Müschauns war wunderschön und erst kurz vor der Brücke bei P. 2084 begegneten wir den ersten Menschen an diesem Tag. Dies änderte sich schlagartig bei P. 1878, wo wir auf die Wanderer-Autobahn stiessen, welche ins Val Trupchun führt. Immerhin fielen wir fortan in unseren Trekking-Sandalen, welche wir mittlerweile montiert hatten, nicht mehr gross auf. Für den Abstieg bis zum Parkplatz bei S-chanf benötigten wir etwa vier Stunden (inkl. einer langen Pause).


Tourengänger: أجنبي


Galerie


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