Gourmet-Berglauf im Glarnerland...


Published by Runner , 30 September 2011, 00h05.

Region: World » Switzerland » Glarus
Date of the hike:29 September 2011
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GL   Chärpfgruppe 
Time: 5:30
Height gain: 1670 m 5478 ft.
Height loss: 1670 m 5478 ft.
Route:Elm Ämpächli - Richetlipass - Leglerhütte SAC - Wildmad - Elm Ämpächli
Access to start point:mit Zug bis Schwanden und Bus bis Elm Sportbahnen oder mit PW bis Elm Sportbahnen (gratis PP)
Accommodation:diverse Hotels in Elm, Leglerhütte SAC

Nicht linienbewusst die heutige Tour aber umso schöner...! Start ist kurz vor 10.00 Uhr in Elm. Ich schenke mir die ersten Höhenmeter, es wird noch genug davon geben. So fahre ich mit der Gondel hoch zum Bergrestaurant Ämpächli, (sehr familien- und Tierfreundlich), wo ich mir erst mal einen Kaffee gönne. Den hab' ich nach der gestrigen zweiten Wümmet auch nötig :-). Kurz vor 10.00 Uhr gibt's dann keine Ausreden mehr, denn die Tasse ist leer und so laufe ich los Richtung "Bischof" und Skihütte Obererbs. Danach steigt der Weg stetig an bis hinauf zum Erbserstöckli. Immer im Blick habe ich den Chärpf - notabene das älteste Wildschutzgebiet Europas (wir waren der "EU" damals schon voraus ;-)¨- den "Felshaufen" den ich heute umrunden möchte. Selbstverständlich besuche ich vor der Eroberung des Richetlipasses noch den Erbser Stock und geniesse ein wenig die Aussicht auf den Schiessplatz Wichlen. Was habe ich dort unten im "Böögegwändli" schon geflucht und haufenweise Granaten verpulvert! Auf jeden Fall ist der von mir gewählte Weg ab Ämpächli wesentlich schöner als jener über den Schiessplatz. Auf dem Richetlipass dann eine kleine Überraschung; so nah war ich persönlich den Steinböcklein noch nie. Die Tiere sind alles andere als scheu. Ein Wandererpärchen mit dem ich kurz ins Gespräch komme bestätigt, dass die Böcke sogar schon näher "ans Publikum" gekommen seien - richtig eitle Viecher... leider gibt's trotzdem nicht so tolle Aufnahmen wie jene von Mel. Nach einer weiteren Pause während der ich das Panorama ins Durnachtal geniesse ziehe ich dann los das Sahnestück (aus meiner Sicht) in Angriff zu nehmen. Den scheints relativ neuen Bergweg (weiss-blau-weiss) über's Chalchstöckli zur Leglerhütte. Man erreicht das Chalchstöckli über einen schön angelegten Weg über den Gratrücken. Eine kurze Passage ist seilversichert, wobei dies wohl eher der physischen denn der psychischen Unterstützung dienen soll. Oben angekommen kann ich nicht umhin, schon wieder das Panorama zu bestaunen. Vom Tödi über den alles beherrschenden Hausstock über den Klausen und den Ortstock (der Stachel den mir Barosarot wegen der NICHTBESTEIGUNG ins Fleisch getrieben hat sitzt noch tief ;-) bis rüber zu den St. Gallern etc. sieht man (fast) alles... Irgendwann aber zieht es mich dann doch weiter zur Leglerhütte. Der Bergweg ist wirklich überragend schön und ich bereue es nicht, diesen Strecke anstelle der Chärpfscharte gewählt zu haben, zumal diese für den Rückweg nach Elm geplant ist. Wie erwähnt ist die Strecke zwar weiss-blau-weiss markiert und verdient wohl auch eine Bewertung T4, jedoch besteht nirgends wirklich Absturzgefahr. Unangenehm ist lediglich des Restschnees wegen eine kurze Passage von etwa 100m, während der Tritte geschlagen werden müssen und die Markierungen teilweise nicht sichtbar sind.  Vorbei am Hahnenstock und Heuergrat gelangt man schliesslich zum "Milchspüeler", einem Bergseelein, welches seinen Namen von der ab und zu auftretenden milchigen Trübung hat und zur Leglerhütte SAC. Hätt' ich Flügel wär' durch diese Gegend gesegelt! Der absolute Knaller! Ich war nicht zum letzten Mal hier!  Die Terrasse der Legerlhütte ist gut besucht, jedoch findet immer irgend ein Plätzchen zur verdienten Mittagspause. Ich brauche die Karte nicht um ein Bügelspez, Bier in der Halbliterflasche von der besten Brauerei weltweit, zu bestellen. Dazu genehmige ich mir die Tagessuppe und ein Päärli Kleintalerwurst - absoluter Hammer! Ich will hier gar nicht mehr weg! Ich geniesse die Sonne, die Berge, die Küche und vergesse die Zeit. Eine gute Stunde verbringe ich hier und überlege mir ernsthaft über die Nacht zu bleiben. Irgendwann entschliesse ich mich dann aber nach Elm zurückzukehren. Die Chefin rät mir allerdings von der Scharte ab. Die sei je länger je steinschlägiger - es rumple jeden Tag dort oben! So nehme ich denn für den Rückzug den Weg über die Wildmad unter die Füsse, was etwas weiter ist, dafür war ich schon ewig lange nicht mehr dort. Ich treffe immer wieder auf seltsame Gemsenskulpturen und oben auf der Ebene auf eine "Hochzeitseinladung" welche mich zu einer seltsamen Stahlscheibe führt. Ich studiere das Ding und werde doch nicht schlauer... Der Weg ist absolut einfach und bietet keine Überraschungen. Er kann durchwegs "gelaufen" werden.  Die letzten Höhenmeter ab Ämpächli schenke ich mir wiederum und leiste mir noch eine "Panixperle" in einem der Strandkörbe welche natürlich tiptop an diesen Ort passen... (?) :-)). Der Sernf ist übrigens immer noch kalt zum waschen aber was sein muss muss sein!
Hinweis zum Wandern der Strecke; unbedingt auf zweit Tage aufteilen mit Übernachtung in der Leglerhütte! Ev. mit Bus bis auf die Alp Obererbs fahren (man gewinnt nochmals gut 200 Hm gegenüber dem Ämpächli).
Kulinarischer Tip (nebst der Leglerhütte); die "gute alte" Schwammhöhe. Liegt zwar nicht direkt am Weg, aber der Abstecher ins Klöntal lohnt allemal bei diesem Wetter und so finde ich mich zum Nachtessen auf der schönen Terrasse des besagten Lokals aus und lasse diesen wunderbaren Tag nochmals kulinarisch gehaltvoll ausklingen...

Hike partners: Runner


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Comments (2)


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barosarot says: Stachel ;)
Sent 30 September 2011, 18h51
ja du jetzt hämmer scho zwei Herusforderige ufem Plan ... Miss Glarnerland und Ortstock :D

Runner says: Herausforderung...
Sent 30 September 2011, 22h42
...wobei ich auf dem Ortstock schon mal war (via Bärentritt) - allerdings und leider bei Nebel :-(


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