Hocheichham Südgrat


Publiziert von Matthias Pilz Pro , 17. Oktober 2011 um 17:05.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Venedigergruppe
Tour Datum: 9 Juli 2011
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 11:00
Aufstieg: 3204 m
Abstieg: 3204 m

Der Hocheichham ist einer der markantesten Gipfel der Venedigergruppe. Eine Besteigung wird in der Regel von der Bonn Matreier Hütte aus gemacht. Wir wollten den Berg aber von seiner Westseite her ersteigen. Da das Internet keine hilfreichen Informationen hergab, mussten wir uns auf alles gefasst machen. Zuerst blieben wir am Wanderweg, stiegen dann durch "am kleinen Eichham" Richtung Eichhamscharte. Hier gibt es keinen Weg, man kann aber etwas linkshaltend über Wiesen gut hinaufsteigen. Zuletzt über Schnee / Eis bis unter die Scharte, welche meist komplett eisfrei ist. Daher braucht man keine Steigeisen - sollte es am Ende doch Eis haben, kann man links der Schotterrinne auf leichten Felsen (II) die Scharte erreichen. Hier gibt es auch hilfreiche Steigspuren. Von der Scharte gehts dann am überraschend leichten Grat aufwärts - wir haben gedacht, dass wir das Seil umsonst mitgeschleppt haben -  bis man eine mit Klammern versicherte Steilstufe erreicht. Ab hier mit Seil über anregende Kletterstellen zu Gipfel.

ZUSTIEG: Mit dem Bike von Bichl über Prägraten zur Bodenalm. Von der Bodenalm Richtung Eisseehütte. Nach der Ochsnerhütte rechts steil aufwärts zu einem Wegweiser. Hier links Richtung Eisseehütte (und nicht der alten Markierung gerade nach oben folgend) einige Meter absteigen. Nach Überquerung des Baches rechts weglos über Wiesen und später Blöcke zum Beginn des Eisfelds. Über dieses hinweg (flach, Schotter) bis man links der Rinne auf einer Art Moräne höher steigen kann. In die Rinne queren und in ihr auf Weglein in die Eichhamscharte.

ROUTE: Am flachen Rücken aufwärts. Nach einer Weile erreicht man eine Stelle, wo man rechts 1,5m abklettern muss (Schlinge). So umgeht man einen Gratzacken. Danach ausgesetzt aber leicht über eine Platte (BH). Hier trifft man auf einen steilen 5m Aufschwung (wo wir zu sichern begannen), nun 2 Möglichkeiten: a.) rechts über Klammern sehr exponiert rauf zu BH b.) durch die Rinne kurz aufwärts und links leicht querend über rissiges Gestein hinauf.
Nun weiter am Grat bis man über eine Platte quert. An deren Ende ungut 2m hinab (BH). Nun weiter aufwärts und über ein schmales Band (mehrere BH) zum Gipfel. (6h ab Bichl)
Für den Abstieg: die 2m Stufe ist nun im Aufstieg zu klettern, was nicht gerade leichter ist - leichter tun sich jene, welche sich genau merken, wo der BH über der Kante steckt; Die 5m Stufe mit Klammern kann man gut über Variante b.) abseilen.

ABSTIEG: Tanja wählte ab der Scharte die gleiche Variante wie beim Aufstieg. Ich stieg jedoch nach Osten hinab und überquerte das "spaltenfreie" (das war vielleicht früher so) Nillkees in die Säul Scharte. Nun einfach am Grat zum Säulkopf. Jenseits extrem steil genau nach Osten hinab bis zu einem Stahlseil. Diesem auf eine Blockhalde folgen (A-B). Über diese mühsam hinab bis man kurz vor der Bonn Matreier Hütte eine flache sandige Ebene betritt. Hier gerade (weglos) dem Bachbett in deutlichem Abstand folgen, bis man wieder auf den Weg trifft. Am Vendediger Höhenweg in endlos scheinendem auf und ab zurück zur Ochsnerhütte. Weiter wie Aufstieg. (Wer sein Bike etwas weiter unten parkt, kann über die Unterstoanalm absteigen. (4h)

SCHWIERIGKEITEN: 2-3, nicht besonders schwer, auf das Seil würde ich aber auf keinen Fall verzichten - 30m reichen aber völlig aus!

ABSICHERUNG: ++/++++, an den wichtigen Stellen BH, Friends und KK nicht nötig.

WETTER: Sonne

MIT WAR: Tanja

TOPO: http://www.bergsteigen.at/de/touren.aspx?ID=1670

Tour beschrieben von Matthias Pilz (mammut-extreme@gmx.at), ©Matthias Mountaineering

Tourengänger: Matthias Pilz

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