Crap Mats 2947m und .... weitere


Publiziert von GingerAle , 15. September 2011 um 20:09.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Surselva
Tour Datum:15 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Mountainbike Schwierigkeit: WS - Gut fahrbar
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Aufstieg: 2100 m
Abstieg: 2100 m

Eine Tour der Superlative, die einiges zu bieten hat: viel Höhenmeter, Gletschermühlen, wunderschöne Kalkplatten, fast endloses Gratwandern, einen tollen Ausblick zum höchsten St.Galler und ins Weltnaturerbe.

Ich starte mit dem Bike in Trin, bis etwa 1500m ist die Strasse asphaltiert und très roulant, danach geht's auf Schotter etwas mehr zur Sache. Als ich mich plötzlich inmitten dutzenden von Mutterkühen mit teilweise "frischgeschlüpften"Kälbern befinde, welche auf der Alpstrasse herumstacksen, muss ich vom Rad. Damit die Mütter nicht erschrecken, beginne ich mal zu singen, in vielen Ställen läuft ja jeweils Musik. Es wird ein bisschen gemuht, aber zum Glück bleiben alle friedlich.
Bei Punkt 1901 lass ich das Bike stehen und folge dem Weg ins Val Maliens. Ein Geheimtipp, ich treffe einen jungen Mann, der eine Reportage über die Gletschermühlen macht, das wär's dann gewesen mit dem Geheimtipp, deshalb kann ich's ja jetzt verraten. Er fragte mich, wie mich durch die Kuhherde hindurchgeschlagen habe, er hatte Glück und konnte mit dem Aelpler hindurch.  
Aus dem Val Maliens suche ich mir den direktesten Weg hinauf zum Grat, er ergibt sich eigentlich von selbst und es sind teilweise auch Wegspuren vorhanden. Die Orgel ist ja schon von weitem sichtbar, man kann ziemlich direttisssima auf sie zusteuern. Die Orgel umgeht man links und hält  auf einen Steinmann zu,  mit Genuss laufe ich über die weisse Platte am Fusse des Crap Mats. Leider sehe ich keinen Steinmann mehr, habe aber zum Glück noch das Bild von Gansner im Kopf(auf welchem er die Route schön eingezeichnet hat, vielen Dank) und weiss, dass ich links halten muss, ich steige über Platen und Schotter hoch und treffe kurz unter der "Kletterstelle" wieder auf eine Spur. Die Schotterpassage zieht sich noch etwas in die Länge bis zum Gipfelsteinmann. 
Vom Crap Mats führt ein schöner Gratweg hinüber zum Morchopf.
Von dort steige ich bis zum Sattel, der Uebergang zur Seite der Tscheppen ist gut machbar. Man muss einen Felsen umgehen, steigt aber möglichst nahe am Grat zu den gezackten Felsen hoch, die Spur führt durch das Felsgelände. Zwei Gipfelsteinmänner zeigen den Weiterweg an, nach dem Tschep Sut über die Plaunca Diramuss man sich irgendwie selber durchschlagen, es gibt noch zwei Stellen, die etwas Konzentration brauchen. Ueber Muletg gelange ich wieder auf die Alpstrasse zu meinem Bike. Die Mutterkühe haben zum Glück die Strasse verlassen und ich kann die Abfahrt voll geniessen.

Tourengänger: GingerAle

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Kommentare (1)


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dyanarka hat gesagt: Tolles Reisetagebuch!
Gesendet am 22. Dezember 2013 um 07:32
Beim Planen meiner Bergtouren für nächstes Jahr, stiess ich auf Deinen Bericht hier: Vorbildlich! Text und Bilder ergeben einen guten Blick auf das, was einen dort erwartet und sind eine gute Stütze für Unterwegs. Freue mich schon auf diese Tour!!
Danke und einen Gruss *dyanarka


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