Sangigrat


Publiziert von werno Pro , 14. September 2011 um 13:05.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:12 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-SZ 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 900 m
Abstieg: 900 m
Strecke:ca.15km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit ÖV bis Sahliboden, mit Roller bis Unter Seeli, allerdings R5 (Roller 5. Schwierigkeitsgrad)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:s.o.

ENDLICH WIEDER...

Nachdem ich vor einem Jahr meine Achillessehne dem Pfannenstock geopfert hatte und nach verschiedenen Strahlen- und Chemotherapien durfte und konnte ich endlich wieder in die Berge.

Meinen herzlichsten Dank an Sheperd (Bericht von Sheperd)und MaeNi (Bericht von MaeNi) für das Rekognoszieren dieser wunderschönen, einmaligen Tour. (btw: sollten bei den Fotobeschriftung Fehler auftauchen, bitte ich um Korrektur und um Nachsicht)

Unter Seeli - Chli Hüttli - Glattenegg - Chälen - Bitzi - Geissstock - Ochsenhubel - Sanigrat - Pkt. 2217 - Tanzplatz - "Hotel Wilder Mann" Teif Läger - Ober Stafel - Gesprengter Weg - Ruosalp - Unter Seeli


Nach der holprigen Fahrt vom Sahliboden bis zu Unter Seeli deponiere ich mein Gefährt und nehme die Fahrstrasse in Richtung Waldisee. Im Moment hat der See nicht allzuviel Wasser, was ihn bei diesem Wetter noch ein bisschen trostloser aussehen lässt.
Rechts um den Waldisee herum bis zu Chli Hüttli.
Hier habe ich oberhalb der Hüttli den Weg gesucht und schon bald rote Markierungen auf den Steinen gefunden. Denen steige ich nach und der Weg wird offensichtlich. Stetig steigt er bergan, bis es bei den Chälen ein kleines bisschen steiler wird. Bei den schwierigsten Stellen sind Seile vorhanden.

Schon bald öffnet sich der Kessel von Bitzi. An der Hütte vorbei steige ich weglos auf den Geissstock.
Leider steigt der Nebel wieder und lässt mich an einem Weiterweg zweifeln. Doch schon bald ziehen die Wolken wieder ab und ich fühle mich sicher genug, um dem Grat um den Kessel zu folgen und Richtung Ochsenhubel weiter zu gehen.

Im Täli zwischen Ochsenhubel und Sangigrat holen mich die Wolken wieder ein. Zeit für eine Mittagsrast. Wenn der Nebel so dicht bleibt, sollte ich wohl besser umkehren.

Wieder reisst es aber auf, der Sangigrat zeigt sich und ich suche mir einen Weg hinauf. Einige Wegspuren im obersten gerölligen Teil erleichtern den Aufstieg.

Der Weg über den Grat ist unbeschreiblich schön. Mit den Aussichten nach allen Seiten. Einmalig.

Am Ende des Sangigrates steige ich auf die kleine Furggel  zwischen Grat und Alpler Horn ab. Von dort suche ich den Weg immer wieder bis ich schiesslich zum Hotel "zum wilden Mann" beim Alpler Stock nähe Tanzplatz finde.

Ich geniesse die Sonnenstrahlen auf dem Balkon des Hotels und irre anschliessend über Pkt. 2007 und Teif Läger nach Ober Stafel.

Hier folge ich dem  bequemen Weg durch den eindrücklichen "gesprengten Weg" hinunter zur Ruosalp.

Leider fühle ich mich zu müde um meinem Plan über den Ruosalper Höhenweg nach Vorläubli abzusteigen und entscheide mich für den vermeintlich ringeren Abstieg über Pkt. 1786 und Pkt. 1665 nach Alt Stafel und Unter Stafel wobei ich kurz vor Unter Stafel zu nahe am Bach bin und einige Runsen durchklettern muss.
Die bessere Wahl wäre wohl gewesen, der Strasse weiterhin zu folgen oder wie geplant Unterem Berg zum Vorläubli zu wandern.

Ziemlich müde schwinge im mich beim Unter Seeli wieder auf meinen Roller, hötterle langsam die Strasse bis zum Sahliboden hinunter und verlasse das Bisistal und anschliessend das Muotatal mit vielen tollen Bildern und Eindrücken. Fein, dass ich wieder unterwegs sein kann und darf.



Tourengänger: werno

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Kommentare (6)


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MaeNi hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2011 um 13:45
Salutti Werno

Das ist schön, dass Du wieder in die Berge kannst! Das macht Freude! Einige Korrekturen haben wir noch angebracht ;-)

Alles alles Gute und herzliche Grüsse
Marcel und Nicole

werno Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 14. September 2011 um 14:30
Liebe Nicole, lieber Marcel

besten Dank für die Korrekturen.

Es war einfach nur überwältigend und super.

Gruss werno

JMichael hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2011 um 14:01
Hallo Werno
alles Gute. Ich kann gut nachfühlen, was das letzte Jahr für dich war. Vor 11 Jahren habe ich mir auch die Achillessehne gerissen und die Rückkehr in die Berge war ein sehr schönes Gefühl. Bei mir waren die ersten längeren Touren Höhenwege um Zermatt und das Breithorn.
Alles Gute und pass auf dich auf
Michael

werno Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 14. September 2011 um 14:28
Lieber Michael
ganz herzlichen Dank für Dein Mitgefühl und für Deine Mitfreude.

gruss werno

roger_h Pro hat gesagt:
Gesendet am 14. September 2011 um 16:03
Salü Werno

Schön, dass du wieder in die Berge kannst. Habe in diesem Jahr auch erfahren, wie es ist, wenn man Zwangpausen einlegen muss, jedoch nicht zu vergleichen mit deiner. Umso schöner wenn man wieder in die Berge gehen kann.

Weiterhin schöne Touren.

Gruss
Roger

werno Pro hat gesagt: RE:
Gesendet am 14. September 2011 um 16:14
Ciao Roger

vielen Dank für Deine mitfühlenden Worte.

Zwangspausen sind nicht wünschenswert, können aber den Wert des "Alltages" aufzeigen. Leben wir im Jetzt.

Auch Dir viele schöne Touren

gruss werno


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