Vorder Päuggenstöckli


Publiziert von Freeman , 14. September 2011 um 22:23.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum:10 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettern Schwierigkeit: 5b (Französische Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 1360 m
Abstieg: 1360 m
Strecke:Bodenberg - Kröntenhütte - Vorder Päuggenstöckli - Fulensee - Bodenberg
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Erstfeld
Zufahrt zum Ankunftspunkt:cff logo Erstfeld
Unterkunftmöglichkeiten:Kröntenhütte SAC
Kartennummer:1:25'000 Blatt 1191 Engelberg

Unser Ziel ist die Kröntenhütte am Fusse des Krönten. Der Krönten liegt östlich des Gross Spannort. Zusammen mit diesem, dem Chli Spannort und dem weiter nördlich liegenden Schlossberg und seinem direkten westlichen Partner, dem Zwächten 3'080 m.ü.M. umrahmen sie den etwa fünf Quadratkilometer grossen Glatt Firn. Nordöstlich befindet sich mit dem Erstfeldertal ein circa sechs Kilometer langes Seitental zum Reusstal. Durch das Erstfeldertal kann die auf 1'903 m.ü.M. liegende Kröntenhütte SAC erreicht werden (Quelle: Wikipedia).

Wir wollen jedoch nicht einfach der Kröntenhütte einen Besuch abstatten sondern klettern am Vorder Päuggenstöckli und am Gwächten.

Die verschiedenen Klettergebiete und -routen sind auf der Website der Kröntenhütte (http://www.kroentenhuette.ch/) recht gut beschrieben.

Wir entscheiden uns am Samstag für die zwei Routen 'Zugerweg' und 'Abendsonne'. Am Sonntag kletterten wir die Routen 'De Istieger' und die 'Variante Dominik'. Eine Fraktion unserer Gruppe wagte sich sogar an die Route 'Superschneehuhn' am Gwächten.

Aber erst einmal mussten wir hochwandern zur Kröntenhütte. Mit dem Alpentaxi geht es von Erstfeld bis Bodenberg. Hier endet die Strasse und man muss sich entscheiden zwischen dem steilen Geisspfad 2h oder dem etwas längeren Weg via Fulensee 2.5h zur Kröntenhütte.

Nach einer kurzen Verschnaufpause fackelten wir nicht lange und wählten die zwei eher leichten Kletterrouten 'Zugerweg' 5a+ und 'Abendsonne' 5b+. Es war für mich ein echter Genuss die 'Abendsonne' zu klettern. Die vierte bis sechste Seillänge konnte ich unserer Dreierseilschaft vorsteigen. Alles voll easy bis auf die letzte 5b+. Irgendwo bei einer kleinen Felsstufe konnte weder ich selbst noch mein Sicherungspartner unten den nächsten Bohrhaken ausmachen.

Ich war schon etliche Meter über dem letzten BH und musste diese Felsstufe überwinden oder umrunden. Von unten bekam ich die Empfehlung rechts herum zu klettern. Der Fels war mit Gras und weicher Erde durchsetzt, es hatte lockeres Gestein und es gefiel mir plötzlich überhaupt nicht mehr! Meine Nerven und mein Vertrauen in mich selbst waren stark gefordert. Ein Abflug wäre wohl nicht glimpflich ausgegangen. Oben am Stand berichtete mir mein Seilpartner, dass er bei seinem Nachstieg den BH ca. fünf Meter weiter links gesehen hätte. Diese Route werde ich wohl nicht mehr so schnell vergessen!

Am Abend genossen wir die lustige Gesellschaft in der Hütte und wir lachten ausgiebig (worüber darf ich nicht berichten) ;o).

Am darauf folgenden Morgen machten sich zwei unserer Gruppe schon früh auf den Gwächten via 'Superschneehuhn' 5c A0 (5c obl.) zu besteigen.

Der Rest unserer Gruppe begnügte sich mit den Routen 'De Istieger' 4c und der 'Variante Dominik' 5b. Diesmal war ich in einer Zweierseilschaft und ich durfte den Kaltstart gleich mit einer 5b beginnen. Nach meinem Empfinden waren hier die Griffe und Tritte feiner und die Züge länger. Zudem braucht man in der ersten Seillänge gutes Vertrauen in die Reibung und den Sichernden. Aus diesen Gründen brauchten wir für die erste SL auch erheblich viel Zeit. Die letzten fünf SL sind dann recht easy und mit 3a bis 4c bewertet.

Nicht zu unterschätzen ist der lange Abstieg von der Kröntenhütte bis nach Bodenberg. Wenn man im Abstieg im Tal unten Erstfeld erblickt, hat man auch wieder ein Funknetz um das Alpentaxi zu organisieren.

Es war ein sehr schönes Kletterwochenende mit den Naturfreunden von Zürich.

Tourengänger: Freeman

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