Staubtrocken am Bös Fulen


Publiziert von platonismo , 12. September 2011 um 17:49.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:11 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Glärnischgruppe 
Zeitbedarf: 9:30
Aufstieg: 1700 m
Abstieg: 900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:cff logo Linthal, mit der Braunwald Bahn hoch nach Braunwald.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Von der Bergstation Gumen zurück nach Braunwald mit der Seilbahn.
Unterkunftmöglichkeiten:Braunwald, Ortstockhaus

Da SchKrauler eigentlich in seinem Bericht schon alles Wesentliche erwähnt hat, hier nur noch einige persönliche Ergänzungen.

Start mit Lucien, dem alten Ego-Wanderer, um 05.30 in Zürich, da auf den Nachmittag um Linthal eine deutliche Wetterverschlechterung prognostiziert wurde. Wir erwischen die 06.55 Bahn nach Braunwald und gehen dort um 07.15 los.

Im Gegensatz zu SchKrauler zu Fuss über  Ortstockhaus bis hoch zu Bützi. Es empfhielt sich zuerst den Weg von der Talstation Gumen Richtung Bärentritt zu nehmen und dann auf Höhe von Ober Stafel Richtung Ortstockhaus abzuzweigen. Ein landschaftlich schöner, angenehm ansteigender Einstieg in die Tour.

Von Bützi eher rechtsseitig über die Karsthänge bis zu der Schäferhütte. Von der Schäferhütte dann wie anderweitig beschrieben rechts den Firn umgehen und ziemlich hoch dem Felsband entlang in westlicher Richtung bis zum Einstieg in den Schotterhang, der nord-östlich parallel zum NO-Grat hochführt. Vorsichtig, da am Rand des Firns richtig rutschig. Den Schotterhang muss man nicht ganz nach oben, den Einstieg in den Grat findet man relativ gut auch schon etwas früher.

Wie beschrieben relativ einfach über den luftigen Grat (II). Grandiose Aussicht, Gipfel ganz für uns allein.

Auf dem Rückweg bald nach der Schäferhütte den blau-weissen Markierungen bis zur Abzweigung Richtung  Gumen Bergstation folgend. Gemütlich mit der Bahn nach Braunwald zurück.

Bemerkungen:
  • Wasser: Ausser im Ortstockhaus und in den Bergstationen keine Möglichkeiten, Wasser nachzufüllen. Bei warmem Wetter wie es unseres war wären 3 Liter sicher zu empfehlen.
  • Ausrüstung: Im Aufstieg zum Grat ist die Steinschlaggefahr doch erhöht. Vor allem durch andere Berggänger sind rutschende und fallende Steine praktisch garantiert. Ein Helm ist meiner Meinung nach empfohlen. Nimmt man das Couloir links des Schotterhangs in der Direttissima ist ein Helm Pflicht. Stöcke auf jeden Fall nützlich. Sicherungmaterial braucht man m.E. nicht, da überall tolle Griffe und sichere Stände vorhanden sind. Aber das muss jede(r) selber wissen.
  • Zeit: Zeitangabe inklusive Pausen. Reine Gehzeit ca. 8 h. Allerdings leide ich gerade unter einer starken Erkältung, was mir das nette Gefühl verschafft hat, mich eher auf 4000, denn auf 2800 MüM zu wähnen. Lucien hat mich dann netterweise auch immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass ich ihn mind. eine Stunde koste. Das trifft es wohl ziemlich genau.
  • Verhältnisse: Wie von SchKrauler erwähnt, bei trockenen Verältnissen eigentlich wenige heikle Stellen. Allerdings würde ich persönlich die Tour bei Nässe nicht riskieren. Zu steil und ausgesetzt sind Schotter- und Felspassagen im Gipfelaufstieg. Wenn man einen getrübten Geist mit sich herumträgt, so wie ich, sagen wir mal wegen der Erkältung, oder so, dann sollte man beim Abstieg zwischen Schotterhang und Firn einfach den Wegspuren oder dem geistig klaren Begleiter folgen. Ansonsten setzt man sich unnötigen Adrenalinschüben in steilem Fels aus. Das aber nur nebenbei und wie gesagt, der Erkältung und keinesfalls meiner Blödheit geschuldet. Im Fall.

Tourengänger: platonismo

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