Cho dal Buoch/Crap Alv Laiets: erstes Zelten mit hikr-Aspirant


Publiziert von tschiin76 , 13. September 2011 um 12:00.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Albulatal
Tour Datum:11 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR 
Zeitbedarf: 4:00
Aufstieg: 580 m
Abstieg: 580 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW bis P.2200 Albulapassstrasse
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:In Preda, Spinas, La Punt, Bever

17:50 endlich ist der gesamte benötigte Grümpel im Auto, Hund, Kind und Katze versorgt und wir froh, dass wir es doch noch in einigermassen nützlicher Frist geschafft haben zu packen.
Die Routine fehlt noch etwas und deshalb haben wir auch eher mal wieder etwas zu viel dabei.

Wir wollen noch das gute Wetter nutzen und sind deshalb schon am Samstag abgefahren, trotz fortgeschrittener Zeit.
Gemütlich fahren wir bis fast zum Albulapass, draussen hats bereits eingedunkelt und so wirds nicht ganz einfach, einen geeigneten Parkplatz zu finden.
Inzwischen ist der Kleine wieder quietschfidel, nachdem er die Fahrt verschlafen hat - er merkt, dass etwas los ist und das findet er natürlich super spannend.
Eine halbe Stunde später stehen wir bereit mit Sack und Pack und Baby im Carrier: er hat nur Augen für die Stirnlampen, die er uns nur zu gerne von der Stirne herunterreissen würde..Fasziniert schaut er den Lichtkegeln nach, soweit dies bewegungstechnisch möglich ist für ihn.

Wir müssen noch ein paar Meter der Strasse folgen, bis wir zum Wegweiser gelangen. Nach den ersten Höhenmetern auf dem guten Wanderweg ist trotz Aufregung von Yannik nichts mehr zu hören - er ist durch das rhythmische Schwingen gleich wieder eingeschlafen.

Dunkel wars, der Mond schien helle....im Schatten sind wir froh um die Stirnlampen, im Mondlicht, das die Umgebung verzaubert, gehts ohne voran.
Eine wunderbare, lebendige Stille umgibt uns: der Wind streicht über die Flanken, ein leises Rauschen kündigt einen Bach an, wir stürcheln über die Steine.

Nach einer guten halben Stunde machen wir in der Dunkelheit den ersten See aus und suchen ein eingermassen ebenes Plätzchen.
Das Aufstellen ist nicht ganz einfach, da es ziemlich windet und aivla noch Klein Yannik vor dem Bauch herumschaukelt.
Kaum steht alles ist Yannik wieder wach und robbt in den endlosen Tiefen der Schlafsäcke herum, so gut das eben schon geht. Heute ist Premiere: er darf seinen eigenen Schlafsack einweihen. Da er die Tragweite dieses Event noch nicht selber abschätzen kann, haben wir dies für ihn übernommen. :)
Kaum ist der Schein der Taschenlampe erloschen kehrt Ruhe ein: abgesehen davon, dass ich alle 2 Stunden erwache und dem Wind lausche wirds eine angenehme Nacht. Trotz klarem und sehr hellem Himmel wirds nicht allzu kalt.

Gegen 7 stehe ich das erste Mal auf, brrr, schnell wieder in den warmen Schlafsack, der Wind ist unangenehm und auch deshalb packen wir schon früh zusammen.
Yannik erkundet die Zeltumgebung (Resultat: braune Socken, brauner Pulli, schwarze Fingernägel) und wird alsdann wieder in den Carrier gepackt. Den Luxus des Tragerucksackes gewohnt findet er es im Carrier zwar wenig lustig, aber angesichts der nötigen Materialschlacht gings dieses Mal nicht anders.

Nach einem kurzen Schwatz mit einem ehem. Nachbar, der uns zufällig über den Weg läuft, steigen wir zur Chamanna Spinas hoch. Dort wird schon grilliert, so dass den vorbeigehenden Wandereren wohl allesamt das Wasser im Munde zusammen läuft. Leider gibts nichts da privat...

Auf dem Rücken mit wunderbarem Blick ins Val Bever steigen wir zum Cho dal Buoch hoch. Ein Weg ist nur gerade nach der Chamanna noch sichtbar, danach gehts einfach über wenig steilen Schutt und Wiese. Ein paar Meter unterhalb des höchsten Punktes steigen wir Richtung Norden zum Lai Alv ab, zwischendurch ists etwas steiler aber insgesamt unproblematisch. Der See überrascht mit eindrücklichem Grün und Blau - seinem Namen wird er nicht wirklich gerecht....
Im Aufstieg noch ziemlich in starkem Wind wirds auf der anderen Seite angenehm warm. Mit Yannik spiele ich Flieger bis er erschöpft einschläft.
Beim Lai Alv (oder eher Lai vert) legen wir uns in die Sonne und kochen Zmittag.
Leider verdecken immer wieder Wolken die Sonne, machen aber auch die Stimmung speziell. 
Die zwei, die uns noch auf den Gipfel gefolgt sind, gehen einen anderen Weg, wir sind mausbein allein und geniessen das in vollen Zügen.

Nach einer ausgiebigen Rast und Nachbräunen der Socken machen wir uns auf den Rückweg, vom Seelein weg führt ein gut sichtbarer Trampelpfad erst auf die Höhe und danach zum WW hinunter, immer den Wildschutzgebietzeichen entlang.
Ein paar wenige Berggänger sind noch unterwegs, wir steigen zu den Seen ab und ein paar Höhenmeter rauf Richtung Albulapass. 
Am Schluss queren wir den Hang über ein Schuttfeld und grössere Blöcke, damit wir nicht der Strasse entlang zum Auto laufen müssen.
Ein paar Mal stolpern wir über alte Telefonkabel und Drahtseile, die Armee lässt grüssen.

Eigentlich wollen wir uns und Yannik noch einen Badespass in Alvaneu gönnen, Babys sind aber nur bis 18:00 zugelassen. Tja, leider ein ander Mal.

Tourengänger: tschiin76, aivla, strumpf

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Kommentare (2)


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lemon Pro hat gesagt:
Gesendet am 13. September 2011 um 17:22
ganz tolle fotos!!!! und es sieht schon ganz herbstlich aus...

tschiin76 hat gesagt: RE:
Gesendet am 13. September 2011 um 19:09
Vielen Dank! Ja, der Herbst ist schon einbisschen angekommen, aber temperaturmässig gings noch eher unter Sommer...;)


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