MÖNCH 4107m


Publiziert von Wolfenstein Pro , 15. September 2011 um 16:03.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum: 9 September 2011
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE   CH-VS 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 710 m
Abstieg: 520 m
Strecke:Sphinxstollen - Ostgratsüdarm - Pt. 3887 - Mönch - Obers Mönchsjoch - Mönchsjochhütte
Zufahrt zum Ausgangspunkt:von cff logo Grindelwald Grund mit der Bahn via cff logo Kleine Scheidegg aufs cff logo Jungfraujoch
Zufahrt zum Ankunftspunkt:dito
Unterkunftmöglichkeiten:Mönchsjochhütte, 120 Plätze im Lager
Telefon: 033 971 34 72, Halbpension 64,- CHF

     
 

  Wie schon des öfteren, war die Tour eigentlich gar nicht geplant. ;-) Ursprünglich sollte es heuer noch was Größeres geben, aber aufgrund abgelehnter Urlaubsanträge für gestrigen Donnerstag, standen uns nur 2 Tage zur Verfügung. Da bietet sich das Jungfrau-Gebiet der sehr guten Erreichbarkeit (per sauteurer Bahn) wegen natürlich an.
 



  Zeitig am Hochrhein bzw. im Neckertal gestartet, trafen Imseng und meine Wenigkeit grade noch pünktlich zur dritten Bahn des Tages in  Grindelwald Grund ein. Mit den "Chinese-Railways" via  Kleine Scheidegg aufs  Jungfraujoch gefahren, konnten wir also kurz nach 10 Uhr am Ausgang des  Sphinxstollens (3464m) die Tour beginnen.

  Zunächst ging es auf dem planierten Gletscherwanderweg Richtung  Mönchsjochhütte bis zur Schweizerfahne  am Wegesrand. Zum Fuß des Ostgrat-Südarms und weiter erst Pfadspuren folgend über Schutt, wenig später einen ersten Felsaufschwung erklimmend am Regenmesser vorbei. Hier verengt sich der Rücken zum Grat, wodurch der Fels zwar fest und gut zu klettern, aber auch etwas ausgesetzter wird. Die Schwierigkeiten bewegen sich maximal im oberen II, allerdings waren selbst um 11 Uhr schattige Stellen noch mit Wassereis überzogen, was die Suche nach sicheren Tritten und Griffen ein paarmal erschwerte.
  Diesem Abschnitt folgen dann abwechselnd ein erstes Firngratstück, weitere Felsen (I) bei Pt. 3887, erneut ein kurzes aber schmales Firngrätchen und schließlich die letzte Felspassage (II, Sicherungsstange). Hiernach gewinnt man über einen kurzen aber recht steilen Firnhang (Sicherungsstangen) den fast horizontal gen West verlaufenden Gipfelgrat. Dieser präsentiert sich äußerst ausgesetzt und teils gefährlich überwechtet. Konzentrierten Schrittes erreichen wir so in rund 2:45 Stunden den Gipfel des  Mönch (4107m), seines Zeichens Zentrum des Berner Dreigestirns.
 



  Erstens stürmte es ziemlich dort oben und zweitens war das kleine Gipfelplateau fast schon zu gut besucht, wodurch die Gipfelrast eher kurz ausfiel. Auch andere - langsamere - Seilschaften formierten sich bereits zum Abstieg, so dass etwas Beeilung angeraten war. Allerdings ließen wir noch einem tessiner Sologänger (Ciao, Giovanni! ), welcher uns schon im Aufstieg beeindruckt hatte, den Vortritt und gingen dann als nächste, da ebenfalls seilfrei unterwegs.
  Im weichen Schnee aufmerksam der Spur folgend, die Felspassagen auf bekannter Route und nun auch eisfrei genüsslich abgeklettert, verlief der Rückweg völlig problemlos. Zurück am Fuße des Berges gönnten wir uns schließlich eine ausgiebige Pause mit Gerstensaft und Sonnenschein, bevor - in Vorfreude auf eine weitere schöne *Tour anderntags - die  Mönchsjochhütte (3650m) oberhalb des  Obers Mönchsjochs (3627m) angesteuert wurde.

(Tour mit Imseng)

 
 
     
 
reine Aufstiegszeit: 2:40 Std.
Entfernung ungefähr (ebenenprojiziert): mind. 4,3 km
Wetterverhältnisse: hervorragend
Wegmarkierung: keine, auch nicht nötig
Gipfelbuch: keines
Hilfsmittel: Hochtourenausrüstung ohne Seil
Sonstiges:

Des weichen Schnees und der trockenen Felsen wegen hatten wir die Steigeisen lediglich für den Abstieg benutzt.

 
 

Tourengänger: Wolfenstein, Imseng

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Geodaten
 7486.kml Sphinxstollen - Mönch - Mönchsjochhütte

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