auf viel Eisen über der Schöllenen: Via Ferrata Diavolo


Publiziert von Felix Pro , 12. September 2011 um 10:17. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 9 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Klettersteig Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR 
Aufstieg: 510 m
Abstieg: 510 m
Strecke:Teufelsbrücke - Suworow-Denkmal - KS - P. 1834 - Chilchenberg - Andermatt - Teufelsbrücke
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW über Autobahn Sursee - Luzern - Seelisberg - Göschenen
Kartennummer:1231

Da uns gero kurz zuvor mit dem lange schon auf der Wunschliste stehenden Oberaarhorn zu einer gemeinsamen Tour überzeugt hatte, buchten wir eine Übernachtung am dortigen Stausee: verbinden wollten wir diese ernsthafte Unternehmung mit einem nahegelegenen, weniger anstrengenden "Einlaufen" ...

So machten wir uns erst spät bei der Teufelsbrücke auf, um einen ebenfalls schon länger auf der Pendenzenliste stehenden Klettersteig zu begehen - für mich um so sorgenfreier, als ihn Ursi bereits von früher her kannte ... So konnte ich ein erstes Mal Einblick in die urtümliche Landschaft der Schöllenen gewinnen - fuhr ich doch bis anhin stets durch diese sagen- und geschichtsträchtige Schlucht hindurch. Derart konnte ich auch das Suworow-Denkmal aus der Nähe bestaunen - gleich hinter ihm beginnt der Klettersteig.

Der bereits hohe Sonnenstand  liess uns zu Beginn in beinahe den gesamten Verlauf der Via Ferrata Diavolo Einblick nehmen - die im Wind flatternde Fahne oberhalb des Ausstiegs war auch gut zu erkennen. Nach den ersten Metern im noch etwas feuchten Grasgelände geht es gleich an die den KS prägenden steilen Platten heran. Der Einstieg ist Programm: der vom Kompetenzzentrum Andermatt der Schweizer Armee unterhaltene KS ist mit aussergewöhnlich vielen Metallsprossen und -stiften ausgestattet, auf welchen man problemlos auf den so angenehm festen Platten hochsteigt, und dazwischen kurz mal grasige Abschnitte durchläuft. Eindrücklich ist der immer atemberaubendere Tiefblick in die Schlucht der Reuss - nie so gesehen! Herrlich auch der Blick in die Ferne: mit Fortlauf der Besteigung treten Salbitschijen und Sustenhorn-Gruppe wie auch das Urseren-Tal mit der Grossbaustelle von Sawiri hervor. Im ersten Teil der Via Ferrata Diavolo ist wohl die einer Himmelsleiter ähnliche Passage über eine zu Beginn sehr steile Platte am herausragendsten - nach der Pause auf einem schön gelegenen Bänklein folgt eine zweite, ähnliche, allerdings um einiges weniger steil (sie könnte wohl im Schrofengelände umgangen werden). In diesem Abschnitt folgt gegen die kühn aufragenden letzten Zähne des Steiges eine der wenigen Passagen, in welchem man etwas mehr am Fels emporsteigen kann - bevor es schliesslich zur Bier-Werbung, der Gamelle mit dem KS-Buch und der zum Ausstieg führenden Leiter geht. Oben angekommen, bei der Fahne, rastet bereits ein vor uns aufgestiegenes Trio - wir wandern auf dem nun leichten Weglein weiter bis zur Abzweigung, welche ins Tal hinunterführt und geniessen die späte Mittagsverpflegung und die tolle Aussicht: markant erhebt sich gegenüber der Gemsstock; schön ist der Blick gegen Hospenthal mit dem darüber aufragenden Winterhorn - und gegen den Furkapass,über welchen wir später weiterfahren werden.

Erst einmal kosten wir bei bestem Wetter und angenehm hohen Temperaturen diesen prächtigen Mittagsplatz aus, bevor wir auf dem nur sachte absteigenden Weg in unzähligen Kehren, an unterschiedlichen (mit Informations-Tafeln ausgestatteten) Lawinenverbauungen bis zur Kaserne Andermatt hinunter wandern und östlich der Strasse und der Bahn zurück zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren.

Eindrücklich, der Klettersteig, welcher ungeahnte Tief- und Einblicke in die enge Schlucht der Reuss und die darin angelegten Verkehrswege aufzeigt!

Tourengänger: Ursula, Felix

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