Fibbia (2738m) und Pizzo della Valletta (2726m)


Publiziert von أجنبي , 10. September 2011 um 23:04.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Bellinzonese
Tour Datum:10 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Lucendro   Gruppo Pizzo Centrale 
Aufstieg: 840 m
Abstieg: 840 m
Strecke:Passo del San Gottardo – Alpe di San Gottardo – P. 2386 – Fibbia – P. 2643 – Pizzo della Valletta – P. 2463 – Passo di Lucendro – P. 2330 – Alpe di Lucendro – Mottolone – P. 2111 – Parkplatz beim Lago della Piazza
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Gotthardpass
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Autostopp ab Gotthardpass, ÖV ab Göschenen
Kartennummer:LK 1:25.000: 1251 Val Bedretto

Den schönen Spätsommertag wollte ich für eine ausgedehnte Tour vom Gotthardpass nach Realp via Pizzo Lucendro und diverse andere Gipfel nutzen. Nur schien es mal wieder überall in der Schweiz schön zu sein, ausser eben im Gotthardgebiet...

Mit der ersten ÖV-Verbindung fuhr ich auf den Gotthardpass. Bereits nach Ausfahrt aus dem Bahntunnel musste ich betrübt feststellen, dass wohl aus dem angekündigten schönen Wetter nichts werden würde. Auf dem Pass war's dann wie so oft, wenn ich dort oben bin: grau.

Auf dem Weg zum Pizzo Lucendro wollte ich die Fibbia erkraxeln, weshalb ich vom Pass über die weglos über die Alpe di San Gottardo querte und den Wanderweg in der Valletta di San Gottardo ansteuerte. Dieser ist zwar nicht viel mehr als ein unmarkierter Pfad, doch Steinmännchen wiesen deutlich den Weg. So erreichte ich bald den kleinen See bei P. 2386. Danach folgte ich auf der linken Seeseite noch ein Stück den Steinmännchen, verlor diese aber bald aus den Augen.

Nun galt es definitiv die Wanderstöcke zu verstauen und beide Hände zum Kraxeln einzusetzen. Da ich den Gipfel nie zu Gesicht bekam und der Nebel zunahm, kraxelte ich etwas zu weit Richtung P. 2643 und gelangte in die Nordostflanke von P. 2758. Auf dem Nordostgrat erblickte ich im Nebel auf einmal den Gipfel, womit die weitere Kraxelrichtung klar war. Nach exakt eineinhalb Stunden (ab Gotthardpass) erreichte ich die Fibbia.

Auf dem Gipfel verweilte ich kaum eine Minute. Kühler Wind blies mir den Nebel um die Ohren und ein Gipfelbuch konnte ich auch nicht auffinden. So stieg ich wieder ab und kraxelte Richtung P. 2643. Das Blockgelände bot schöne Klettereien, aber auch viel loses Gestein. Nach einer knappen Dreiviertelstunde erreichte ich den Pass. Der erhoffte Blick auf den Pizzo Lucendro blieb aus. Immerhin sah ich hinunter auf den Passo di Lucendro, doch darüber war alles grau. Was tun? Meine Motivation, die angestrebte Grattour vom Pizzo Lucendro zum Pizzo dell'Uomo bei den herrschenden Bedingungen unter die Füsse zu nehmen hatte mittlerweile stark gelitten. Der Aufstieg zum nahen Pizzo della Valletta sah hingegen verlockend aus und nach zehn schönen Kraxelminuten auf dem Grat erreichte ich das kleine Steinmännchen auf dem Gipfel.

Auch der Pizzo della Valletta lud nicht zum Verweilen ein, also stieg ich gleich wieder ab zu P. 2643 und von dort gerade und weglos hinunter zum See unterhalb des Passo di Lucendro. Das Grau am Pizzo Lucendro wurde zunehmend dunkler und eine Besteigung machte für mich keinen Sinn mehr. Lieber nach Hause gehen, wo der Himmel wolkenlos und der See angenehm warm war... Via Alpe di Lucendro und dem Stausee entlang lief ich zurück auf den Gotthardpass, wo mich ein Autofahrer bis nach Göschenen mitnahm. Bereits in Andermatt herrschte schönstes Wetter. Zuhause am See glaubte mir jedenfalls niemand, als ich vom dichten Nebel erzählte...


Tourengänger: أجنبي

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