Brocken (1141m) - höchster Berg Norddeutschlands vom Torfhaus


Publiziert von Kris , 7. September 2011 um 02:22.

Region: Welt » Deutschland » Westliche Mittelgebirge » Harz
Tour Datum: 1 August 2002
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 380 m
Abstieg: 380 m
Strecke:ca. 19km

Als Bewohner Norddeutschlands, der dem Wandersport nicht abgeneigt ist, ist es ja quasi eine Pflichtaufgabe einmal den berühmten und sagenumwobenen Brocken zu besteigen - schließlich stand selbst das Sinnbild des deutschen Dichter- und Denkertums hier oben - Goethe. Vom Torfhaus (800m) geht ein Weg, der nach demselbigen benannt wurde, ab - dies ist meiner Kenntnis nach auch der Anstieg mit den wenigsten Höhenmetern (etwa 400) - die Tour ist dafür hin und zurück recht lang (fast 20 Kilometer).

Der Weg startet gut ausgeschildert durch ein sumpfiges Gebiet (teilweise über Holzstege) - das Ganze gestaltet sich relativ flach, nun ist klar woher die lange Wegstrecke herrührt. Ich merkte schon auf den ersten Metern, dass mit meinen Schuhen etwas nicht stimmte - sie waren ja bereits ein Jahr nicht getragen und mit meinen mittlerweile 12 Jahren war ich mitten im Wachstum begriffen. Ergo - sie scheuerten gewaltig! Das Resultat daraus war, dass zurück am Auto die Turnschuhe geholt wurden, die Bergschuhe wurden in den Kofferraum verfrachtet und los konnte es gehen. Irgendetwas stimmte dennoch nicht mit dem Fuß/Bein - das Gehen war teilweise unangenehm und nur mit nach innen gedrehtem linken Fuß beschwerdefrei zu ertragen. Aber zurück zum Wegverlauf - lässt man das sumpfige Gebiet mit dichtem Nadelbewuchs hinter sich, wandelt sich das Gelände in abgestorbene Bäume - fast sieht es aus wie im Krieg - irgendwie ein gespenstisches Flair. Links und rechts des Wegesrandes bauen sich nun öfter größere Felsen auf, die auch zum Klettern einladen würden (was aber, soweit ich mich erinnere, nicht erlaubt ist). Hat man den abgestorbenen Wald durchquert, folgt wieder normaler Nadelwald und dann steigt man immer näher an die Strecke der Brockenbahn heran (von Westen her). Der Steig folgt nun schmaler den Weg der Brockenbahn um den Berg herum, um dann auf die breiten Forststraßen zu stoßen, die es sich hochzuarbeiten gilt. Bald erreicht man den Gipfel, der bekanntlicherweise total zugebaut ist.


Wir essen in einem der Restaurants und beobachten einen zahmen Fuchs, der über das Plateau streunt. Nach einem Rundgang über das Plateau mit dem Brocken auf dem Brocken, Genuss der an diesem Tage spärlichen Aussicht (ziemlich wolkig, neblig, was ja kein Unikum auf dem Brocken darstellt) und der Sichtung der ausgeschilderten Orte mit zugefügter Entfernung geht es auf demselben Wege wieder hinab. Das zieht sich allerdings ganz schön in die Länge!

Ob dies einer der schönsten Aufstiege auf den Brocken ist, kann ich keine Aussagen treffen, da ich die restlichen nicht kenne. Zumindest ist der Aufstieg ziemlich abwechslungsreich - sumpfiges Gelände, abgestorbener Wald, bizarre Felsen und an der Brockenbahn entlang erklimmt man den weitläufigen Gipfel. Gleichzeitig war es die meiste Zeit für Brockenverhältnisse auch recht einsam (der Gipfel natürlich ausgeschlossen!) - wer allerdings gerne Höhenmeter statt pure Strecke machen möchte, ist hier verkehrt.

Tour mit meinen Eltern und Chris

KONDITION 2/5
ORIENTIERUNG 1.5/5
TECHNIK 1/5
EXPONIERTHEIT 1/5


Empfohlene Ausrüstung: Zumindest festes Schuhwerk schadet nicht.

Tourengänger: Kris

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