Brienzergrat - (hart) verdienter Genuss


Publiziert von Paet , 7. September 2011 um 20:27.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Oberhasli
Tour Datum: 3 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU   CH-OW 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1200 m
Abstieg: 2100 m

Im vertikalen Zickzack vom Brienzer Rothorn nach Harder Kulm. Unzählige Hügel sind auf dem gut 20km langen Grat zu überwinden. Für sich genommen bildet keiner der Gratzacken ein grösseres Hindernis (ausser vielleicht der T5 Stelle am Tannhorn oder dem steilen Aufstieg aufs Augstmatthorn), aber ganz nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist", kommen am Ende doch gut 1200hm Aufstieg und 2100hm Abstieg zusammen. 
 
Wir starten mit der ersten Brienz Rothorn (Dampf) Bahn um 08:36 in Brienz. Zu unserer positiven Überraschung kostet die 1 stündige Bergfahrt gerade mal 15.- Wir starten bei bestem Wetter gegen 10:45 auf dem Rothorn. Die Aussicht ist gigantisch, der Brienzersee leuchtet pastellfarben türkis. Wir bewundern die grossen Berner: Eiger, Mönch, Jungfrau, Schreckhorn, Finsteraarhorn, etc. Doch der Blick reicht weiter, bis zum höchsten Waadtländer (Sommet des Diablerets) oder zu einigen Walliser Riesen.
 
Ohne zu rennen, aber auch ohne gross Zeit zu verlieren, folgen wir dem Gratpfad und geniessen die atemberaubenden Tiefblicke. Bei jedem "Hügel" werden die Beine etwas müder und den finalen grossen Anstieg aufs Augstmatthorn bringen wir mit einem leicht brennenden Gefühl in den Oberschenkeln hinter uns. 
 
Von hier aus - so dachten wir - sei's nur noch ein Katzensprung bis Harderkulm. Die 2h30min Wegangabe auf dem Gipfel kann ja wohl nicht stimmen. 2h30min später wussten wir's besser: mit den müden Beinen stimmt die Angabe eben doch nicht schlecht… Es zieht sich und während beim wandern auf dem Grat das nächste Ziel jeweils klar war (also der nächste Gipfel), so bewegt man sich nun grösstenteils im Wald, mit wenig Aussicht und ohne genau zu wissen, wie lange das so noch weitergeht. Doch irgendwann erreichen auch wir Harderkulm und geniessen es, durch die Standseilbahn, statt mit Muskelkraft, ins Tal befördert zu werden.
 
Fazit: ich kann nur ins gleiche Horn blasen wir alle Hikrs vor mir; "Der schönste Grat der Voralpen". Die Wanderung lässt sich zwar auch Samstags (erste BRB fährt erst 08:36 in Brienz) in einem Tag machen, aber allzu ausgedehnte Pausen liegen nicht drin. Wer die letzte Harderbahn nicht erwischt, wird mit 750hm zusätzlichem Abstieg bestraft...

Tourengänger: Paet, Chrigae

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