Inyo Craters und Deer Mountain (2.678 m)


Publiziert von pika8x14 Pro , 6. September 2011 um 20:35.

Region: Welt » United States » California
Tour Datum:26 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: USA 
Zeitbedarf: 3:00
Aufstieg: 240 m
Abstieg: 240 m
Strecke:Inyo Craters Trailhead - Inyo Craters - Deer Mountain (und zurück)
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von der U. S. Route 395 oder von Mammoth Lakes aus über die Minaret Road (State Route 203) auf die Mammoth Scenic Loop. Gemäß Ausschilderung von dieser abbiegen. Weiter auf unbefestigten Forststraßen zum Inyo Craters Trailhead (Parkplatz).
Unterkunftmöglichkeiten:Große Auswahl in Mammoth Lakes: zahlreiche Hotels, Campingplätze (auch an den Seen) u. s. w.
Kartennummer:"Mammoth Trails" Hiking Trail Map (Herausgeber: ESIA/Inyo National Forest)

Heute steht wieder eine kurze Tour in der Umgebung Mammoth Lakes auf dem Programm. Wir besuchen die Inyo Craters. Die drei Krater sind  Mitte des 14. Jahrhunderts im Gipfelbereich des Deer Mountain und südlich davon durch Dampf-Explosion entstanden. Sie gehören zu den jüngeren Zeugnissen vulkanischer Aktivitäten im Westen der riesigen Long Valley Caldera.

Wir starten am Parkplatz/Trailhead (mit Infotafel), folgen der Wegweisung durch lichten Kiefern-Wald (Jeffrey Pine) und erreichen nach wenigen Minuten den südlichen der drei Krater. Dieser hat einen Durchmesser von ca. 200 m, ist etwa 60 m tief und besitzt einen kleinen blaugrün schimmernden Kratersee. Wir gehen weiter zum mittleren Krater (bis hierher T1). Dieser ist ähnlich groß und tief, ebenfalls im unteren Teil mit Wasser gefüllt, jedoch mit wesentlich mehr Bäumen bewachsen.

Wir umrunden den mittleren Krater halb an dessen östlichem Rand und folgen einem Pfad nordwärts bergauf in Richtung Deer Mountain. Der Pfad verzweigt sich nun, wird immer schmaler und undeutlicher, bis er sich verliert. Vorbei an vielen Kiefern, einigen Blumen und auch mitten durch Gestrüpp gelangen wir weglos steil hinauf auf den südlichen Rand des nördlichen Kraters.  Dieser befindet sich am Gipfel des Deer Mountain und ist kleiner als die beiden anderen. Der Kraterrand ist sehr unregelmäßig, im Süden auch bis zum Kraterboden durchbrochen - unmittelbar westlich neben der Stelle, an der wir ihn erreichen. Folglich gibt es hier auch keinen Kratersee.

Der höchste Punkt des Deer Mountain befindet sich offensichtlich nördlich des Kraters. Ein Weitergehen auf dem östlichen Kraterrand ist nicht zu empfehlen. Der Rand fällt teilweise ziemlich steil zu beiden Seiten ab und weist einige „Zacken“ auf. Vor allem ist er aber sehr rutschig, da viel loser kleinkörniger Splitt auf dem „fest zusammen gebackenen“ Material des Randes liegt.

Wir steigen also in den Durchbruch am südlichen Kraterrand bis auf das Niveau des Kraterbodens ab. Anschließend geht’s westlich des Kraters hoch zum höchsten Punkt des Deer Mountain (2.678 m, 8.786 ft). Insgesamt ist der weglose Aufstieg vom mittleren Krater zum Deer Mountain mit T 3 zu bewerten, wenn man sich etwas Zeit bei der Suche nach einer geeigneten „Route“ lässt. Ansonsten kann es im Bereich des steilen, rutschigen Kraters bzw. der Hänge in Gipfelnähe auch schwerer werden.      

Vom Gipfel gibt es herrliche Ausblicke auf alle drei Krater, auf die helle Fläche des Crater Flat, hinüber zu den schneebedeckten Mammoth Mountain und Mammoth Crest und natürlich in weite Teile der Long Valley Caldera. 

Zurück geht's auf dem bekannten Weg. Nach etwa 3 Stunden erreichen wir wieder den Trailhead - bei ca. einer Stunde Pause.

Nach einem Abstecher zum Mono Lake besuchen wir am Nachmittag noch den Earthquake Fault (Erdbeben-Graben/Bruch). Dieser befindet sich ebenfalls in der Nähe von Mammoth Lakes an der Minaret Road und ist wahrscheinlich bei einer Erdbeben-Serie zur selben Zeit wie die Inyo Craters entstanden. Bei einem kleinen Spaziergang kann man die Erdspalte umrunden, es gibt - wie üblich - auch eine Infotafel.

Anmerkung: An die Ränder der Krater bzw. Erdspalten sollte man sich nicht zu dicht annähern - durch das zerklüftete/lockere/bröselige Material besteht Abrutsch-/Absturzgefahr (teilweise sind Geländer vorhanden, mitunter sind aber auch diese schon abgestürzt).


pika8x14 sind heute: A. + A.



Tourengänger: pika8x14

Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen


Kommentar hinzufügen»