Die etwas andere Tour aufs Lagginhorn
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Wie es zu dieser Tour kam ist eine ziemlich verwinkelte Sache mit vielen Gründen, die geplante Tour aus Allalin fiel ins Wasser, mit Sputnik konnte ich nicht aufs Weisshorn weil für Sonntag das Wetter schlecht war, also kam nur noch etwas für Samstag in Frage.
Gleichzeitig wollte ich endlich wieder mal eine Hochtour machen, was in einem Tag eher schwer zu realisieren ist, doch dann kam mir die zündende Idee mit welcher ich alles unter einen Hut bringen konnte. Innerlich jauchzte ich, wenn alles klappte würde ich mir bald einen weiteren kleinen Traum erfüllen.
Der Plan sah nun folgendermassen aus:
Nach dem Arbeiten am Freitag sofort nach Hause packen etwas essen und um 21.30 Uhr auf den Zug nach Saas Grund fahren dort um 00.30 Uhr ankommen und dann alles vom Tal aus bei fair means aufs Lagginhorn bei welchem ja momentan super Verhältnisse herrschen (Quelle: http://www.hikr.org/tour/post40388.html9).
Gesagt getan, und so startete ich nach Mitternacht in Saas Grund, und stieg langsam im Zick Zack den Wald empor. Bis zur Triftalp war es eine sehr stimmungsvolle Waldwanderung. Die Geräusche der Tiere welche in der Nacht unterwegs sind und sonst absolute Ruhe welche nur durch meine Bewegungen unterbrochen wird, ja das macht Nachtwandern in meinen Augen so speziell.
Danach gings weiter bis Chrizbode, welcher sich plötzlich vor mir aus der Dunkelheit schählte, hier machte ich dann auch meine erste Pause. Zur Weissmieshütte wars dann auch nicht mehr so weit und so stand ich etwas vor 4 Uhr vor der Hütte und beschloss hier eine halbe Stunde Pause zu machen.
In dem Moment kam der Hüttenwirt, welcher gerade aufgestanden war um ds Frühstück bereit zu machen, wir hielten dan einen kleinen Schwatz und er lud mich noch auf ein Kaffee ein welches ich gerne annahm.
Ab der Weissmieshütte ist der Weg dann doch etwas schwieriger zu finden, zuerst geht es noch einfach dem Wanderweg entlang aber dann muss man aufpassen, dass man die Flussüberquerung nicht verpasst. Hier sind in der Dunkelheit vorallem die Skiabfahrtsschilder hilfreich. Die Flussüberquerung ist ziemlich genau beim zweiten der drei Signaltafeln.
NAchdem man nun nochmals eine weile dem Wanderweg gefolgt ist gelangt man alsbald auf den Gletscherschutt. Dieser ist in der Nacht sehr rutschig, also aufgepasst! Vor dem eigentlichen Gletscherüberbleibsel zog ich dann schnell zur Sicherheit die Steigeisen an und überwand diesen sterbenden Gletscher trotz Dunkelheit ohne Probleme, dies auch weil ich eine deutliche einfach zu folgende Spur fand.
Und genau in dem Moment rumste es und ich hörte wie irgendwo Steine niederprasselten, Mein Herz begann wie wild zu schlagen und eine gute Menge Adrenalin wurde in meinen Körper gepumt, war mir doch schlagartig Alpinpowers Bericht wieder vor Augen. Sofort stellte ich meinen Rucksack ab und holte meinen Helm hervor, so das wenigstens mein Kopf etwas geschützt wäre.
So schnell wie es mir möglich war überwand ich nun den Kessel um auf den Grat zu gelangen, und da brach auch der Tag an, und was für ein Tag!
Der Grat im ersten Tageslicht war ein purer Genuss, und ich war total allein, herrlich! Erst die letzten 150 Höhenmeter verlangten mir nochmals einiges ab da sich über den meisten Steinen eine dünne Wassereisschicht gebildet hat welche die ganze Angelegenheit sehr rutschig und einiges anspruchsvoller machte (Aus diesem Grund auch die WS Bewertung, wobei sich das WS nur auf den Gipfelaufbau bezieht sonst eher ein WS-).
Etwas nach 9 Uhr war es dann soweit ich stand solo auf meinem zweiten 4000er, glücklich und total überwältigt von der Aussicht. Im Blick der Weissmies, mein erster 4000er, welcher in den ersten Sonnenstrahlen zu glühen begann, und auf der anderen Seite des Tals die ganze Mischalbgruppe mit all den herrlichen Bergen. EInfach grandios und dies auch noch alleine auf einem sonst doch eher überlaufenen Gipfel erleben zu dürfen war einfach nur schön!
So genoss ich eine ganze Weile die Aussicht, ass und Trank etwas und machte reichlch Fotos, bis ich dann irgendwann vor 10 Uhr mit dem Abstieg begann weil nun die ersten Gruppen kurz unterhalb des Gipfels sichtbar wurden.
Vorallem der obere Teil des Abstiegs verlangte nochmals volle Konzentration, und man muss aufpassen das man nicht aus Versehen Steine zu Tale schickt. Um den Aufsteigendne Gruppen auszuweichen gibt es viele Stellen die man verschieden begehen kann. Und schliesslich kann man ja auch mal warten bzw. kurz fragen, wobei hier die Walliser Bergführer mit ihren völlig überforderten Gästen leider eine traurige Ausnahme sind. Sie hetzen mit ihren Kunden den Berg hinaus und drängen sich einfach zwischen den Leuten durch ohne Rücksicht und auf Steinschlag den Sie auslösen wird auch nicht geachten.
Daher zog ich nochmals meinen Helm an und schaute zu dass ich schnell weg kam.
Wieder unten auf dem Gletscher angelangt fiel dann die Anspannung ab, jetzt war es wirklich geschafft! Und sobald mir dies klar wurde kam auch die Müdigkeit, immerhin war ich schon seit über 36h auf den Beinen.
Der Weg zur Weissmiesshütte wo mich ein kühler Liter Rivella und ein Teller Spagetthi erwartete kam mir dann auch ewigs vor. Nach dieser Stärkung und einem netten Schwatz mit dem sehr freundlichen Hüttenpersonal, lief ich dann hinunter nach Chrizboden wo meine müden Beine mir dann rieten die Gondel für den letzten Teil zu nehmen was ich auch machte.
Kaum im Postauto schlief ich sofort ein.
Fazit: Eine sehr schöne Tour welche in der Nacht ganz anders ist als am Tag, mit dem grossen Vorteil dass man so früh am Morgen bzw. in der Nacht auch an diesem gut besuchten Berg alleine unterwegs ist. Der eingeschränkten Sicht und der Kälte sollte man aber umbedingt Rechnung tragen und da man allfällige Steine welche runter kommen nur hört und nicht sieht ist ein Helm Pflicht. Wer also die Strapazen des früh losgehen auf sicht nimmt hat die Chance einen bekannten Berg mal ganz anders zu erleben.
Gleichzeitig wollte ich endlich wieder mal eine Hochtour machen, was in einem Tag eher schwer zu realisieren ist, doch dann kam mir die zündende Idee mit welcher ich alles unter einen Hut bringen konnte. Innerlich jauchzte ich, wenn alles klappte würde ich mir bald einen weiteren kleinen Traum erfüllen.
Der Plan sah nun folgendermassen aus:
Nach dem Arbeiten am Freitag sofort nach Hause packen etwas essen und um 21.30 Uhr auf den Zug nach Saas Grund fahren dort um 00.30 Uhr ankommen und dann alles vom Tal aus bei fair means aufs Lagginhorn bei welchem ja momentan super Verhältnisse herrschen (Quelle: http://www.hikr.org/tour/post40388.html9).
Gesagt getan, und so startete ich nach Mitternacht in Saas Grund, und stieg langsam im Zick Zack den Wald empor. Bis zur Triftalp war es eine sehr stimmungsvolle Waldwanderung. Die Geräusche der Tiere welche in der Nacht unterwegs sind und sonst absolute Ruhe welche nur durch meine Bewegungen unterbrochen wird, ja das macht Nachtwandern in meinen Augen so speziell.
Danach gings weiter bis Chrizbode, welcher sich plötzlich vor mir aus der Dunkelheit schählte, hier machte ich dann auch meine erste Pause. Zur Weissmieshütte wars dann auch nicht mehr so weit und so stand ich etwas vor 4 Uhr vor der Hütte und beschloss hier eine halbe Stunde Pause zu machen.
In dem Moment kam der Hüttenwirt, welcher gerade aufgestanden war um ds Frühstück bereit zu machen, wir hielten dan einen kleinen Schwatz und er lud mich noch auf ein Kaffee ein welches ich gerne annahm.
Ab der Weissmieshütte ist der Weg dann doch etwas schwieriger zu finden, zuerst geht es noch einfach dem Wanderweg entlang aber dann muss man aufpassen, dass man die Flussüberquerung nicht verpasst. Hier sind in der Dunkelheit vorallem die Skiabfahrtsschilder hilfreich. Die Flussüberquerung ist ziemlich genau beim zweiten der drei Signaltafeln.
NAchdem man nun nochmals eine weile dem Wanderweg gefolgt ist gelangt man alsbald auf den Gletscherschutt. Dieser ist in der Nacht sehr rutschig, also aufgepasst! Vor dem eigentlichen Gletscherüberbleibsel zog ich dann schnell zur Sicherheit die Steigeisen an und überwand diesen sterbenden Gletscher trotz Dunkelheit ohne Probleme, dies auch weil ich eine deutliche einfach zu folgende Spur fand.
Und genau in dem Moment rumste es und ich hörte wie irgendwo Steine niederprasselten, Mein Herz begann wie wild zu schlagen und eine gute Menge Adrenalin wurde in meinen Körper gepumt, war mir doch schlagartig Alpinpowers Bericht wieder vor Augen. Sofort stellte ich meinen Rucksack ab und holte meinen Helm hervor, so das wenigstens mein Kopf etwas geschützt wäre.
So schnell wie es mir möglich war überwand ich nun den Kessel um auf den Grat zu gelangen, und da brach auch der Tag an, und was für ein Tag!
Der Grat im ersten Tageslicht war ein purer Genuss, und ich war total allein, herrlich! Erst die letzten 150 Höhenmeter verlangten mir nochmals einiges ab da sich über den meisten Steinen eine dünne Wassereisschicht gebildet hat welche die ganze Angelegenheit sehr rutschig und einiges anspruchsvoller machte (Aus diesem Grund auch die WS Bewertung, wobei sich das WS nur auf den Gipfelaufbau bezieht sonst eher ein WS-).
Etwas nach 9 Uhr war es dann soweit ich stand solo auf meinem zweiten 4000er, glücklich und total überwältigt von der Aussicht. Im Blick der Weissmies, mein erster 4000er, welcher in den ersten Sonnenstrahlen zu glühen begann, und auf der anderen Seite des Tals die ganze Mischalbgruppe mit all den herrlichen Bergen. EInfach grandios und dies auch noch alleine auf einem sonst doch eher überlaufenen Gipfel erleben zu dürfen war einfach nur schön!
So genoss ich eine ganze Weile die Aussicht, ass und Trank etwas und machte reichlch Fotos, bis ich dann irgendwann vor 10 Uhr mit dem Abstieg begann weil nun die ersten Gruppen kurz unterhalb des Gipfels sichtbar wurden.
Vorallem der obere Teil des Abstiegs verlangte nochmals volle Konzentration, und man muss aufpassen das man nicht aus Versehen Steine zu Tale schickt. Um den Aufsteigendne Gruppen auszuweichen gibt es viele Stellen die man verschieden begehen kann. Und schliesslich kann man ja auch mal warten bzw. kurz fragen, wobei hier die Walliser Bergführer mit ihren völlig überforderten Gästen leider eine traurige Ausnahme sind. Sie hetzen mit ihren Kunden den Berg hinaus und drängen sich einfach zwischen den Leuten durch ohne Rücksicht und auf Steinschlag den Sie auslösen wird auch nicht geachten.
Daher zog ich nochmals meinen Helm an und schaute zu dass ich schnell weg kam.
Wieder unten auf dem Gletscher angelangt fiel dann die Anspannung ab, jetzt war es wirklich geschafft! Und sobald mir dies klar wurde kam auch die Müdigkeit, immerhin war ich schon seit über 36h auf den Beinen.
Der Weg zur Weissmiesshütte wo mich ein kühler Liter Rivella und ein Teller Spagetthi erwartete kam mir dann auch ewigs vor. Nach dieser Stärkung und einem netten Schwatz mit dem sehr freundlichen Hüttenpersonal, lief ich dann hinunter nach Chrizboden wo meine müden Beine mir dann rieten die Gondel für den letzten Teil zu nehmen was ich auch machte.
Kaum im Postauto schlief ich sofort ein.
Fazit: Eine sehr schöne Tour welche in der Nacht ganz anders ist als am Tag, mit dem grossen Vorteil dass man so früh am Morgen bzw. in der Nacht auch an diesem gut besuchten Berg alleine unterwegs ist. Der eingeschränkten Sicht und der Kälte sollte man aber umbedingt Rechnung tragen und da man allfällige Steine welche runter kommen nur hört und nicht sieht ist ein Helm Pflicht. Wer also die Strapazen des früh losgehen auf sicht nimmt hat die Chance einen bekannten Berg mal ganz anders zu erleben.
Hike partners:
TeamMoomin












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