ein Quartett auf dem Leiterenweg zum Druesberg und über den Forstberg zum Sternen


Publiziert von Felix Pro , 8. September 2011 um 14:14. Text und Fotos von den Tourengängern

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum: 3 September 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Nördliche Muotataler Alpen   CH-SZ   Zürcher Hausberge   Westliche Sihltaler Alpen 
Aufstieg: 1420 m
Abstieg: 645 m
Strecke:Weglosen - Leiteren - Stäfel - Druesberghütte - P. 1741 - P. 1914 - P. 2109 - Druesberg - P. 2109 - Forstberg - P. 2026 - Mürlen - P. 1806 - Bergstation Sesselbahn Sternen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:PW via Autobahn nach Seewen; über die Ibergeregg nach Ober- und Unteriberg und Weglosen
Kartennummer:1152

Der als sehr schlecht prognostizierte Sonntag zwang mich, die zweitägige SAC-Tour abzusagen - und für den Samstag eine Alternative zu suchen. Unsere zwei Begleiter kannten beide den Druesberg noch nicht; da fand sich schnell ein Quartett zusammen, und die zwei zu einem neuen Gipfelbesuch ...

Nachdem wir Berghaesli in Schwyz "aufgegabelt" hatten, fahren wir über die Ibergeregg und parkieren beim riesigen Parkplatz - beinahe leer ist er, wie natürlich auch das Parkhaus; v.a. auf Winterbetrieb sind die Parkflächen ausgerichtet - in Weglosen. Ab hier führt der blau-weiss markierte Leiteren-Weg lange und steil durch den Wald hoch bis zur Passage, welche dem Weg seinen Namen gab. Die beinahe senkrecht aufragende Leiter kann auf einem zwar kurzen, doch anregenden Steig auf gestuften Fels problemlos umgangen werden - auch für Hunde (das wird Berghaesli ihrer Kollegin bestimmt weitergemeldet haben). Weiter geht es, dank der Steilheit, schnell aufwärts - Weglosen erscheint uns schon recht weit unten ... Der reizvolle Anstieg endet, nach einer kleineren blockigen (gesicherten) Stufe, bei der Hütte bei P. 1418 - hier treten wir an die wärmende Sonne.

Der Weg über Weideflächen - die meisten der Kühe befinden sich, wir hören es am konzentrierten Glockengebimmel, auf dem Alpabzug - ist bekannt, die Druesberghütte bereits sichtbar und schnell erreicht. Hier setzt Jumbo seinen Höhenmesser geschickt wieder in Gang; dazu erfreuen wir uns ob des erwarteten Einsiedler Bieres ...  Nun zieht sich der Aufstieg etwas in die Länge; bis zu P. 1741 geht es angenehm ansteigend über weitere Weideflächen, bevor dann nach dem Felsen (P. 1886) das steile Geröllfeld wartet (ab P. 1914), auf welchem wir, zuletzt auf bänderartigem Gelände, den offeneren Sattel zwischen Drues- und Forstberg erreichen.

Herrlich ist der Blick bereits hier Richtung Glärnisch-Massiv - er wird auf dem Gipfel noch eindrücklicher ... Nach dem anfänglichen Aufstieg auf einer Wegspur im Grasgelände folgt eine Passage, welche gesichert über felsige Absätze zum schmalen Durchgang leitet, welcher schliesslich auf die letzte Grasflanke vor dem Gipfel führt. Bald einmal kommt das Gipfelkreuz in Sicht - und wenig später, nach zwei etwas ausgesetzteren Passagen (die letzte hatte ich vor kanpp 40 Jahre zuerst auf allen Vieren begangen - heute unvorstellbar; wie hat doch Felix dazugelernt ...) erreichen wir den Gipfel mit dem Gipfelkreuz, an dessen Produktion und Einsetzung mein damaliger Kollege Walti (vom Fronalpstock-Höhenweg) sehr aktiv mitgewirkt hat - schön, wie es den Druesberg bereichert!
 
Nach einer ausgiebeigen Gipfelrast (mit einem Gespräch über Zugspitze-Varianten mit einem andern Berggänger) steigen wir auf demselben Weg ab zum Sattel - und queren unter den kecken Türmen hindurch einfach zum Forstberg hinauf - trotz sich intensivierenden Beschwerden meiner lieben Ursula. Nach einer nur kurzen Rast - und dem Genuss des sich leicht veränderten Panoramas (das Muotathal ist nun einsehbar!) begeben wir uns auf dem erst leicht abfallenden Grashang zur Schlüsselstelle der heutigen Wanderung. Vor vielen Jahren mit einem Freund begangen, präsentierte sich diese damals bei sehr nassen, rutschigen Verhaltnissen zwar seilgesichert - doch unangenehm. Heute ist die Sicherung  (mit Ketten) massiv, der Abstieg nicht weiter problematisch - nur gelegentlich "kleine" Tiefblicke zeigen auf, dass die beiden Sihltaler steile Flanken aufweisen.

Infolge wachsenden Zeitdrucks kürzen wir die Route ab und gelangen nach P. 2010 zum Teil weglos über Mürlen hinab in den untern Wanderweg, welchen den Forstberg nördlich umrundet - und sputen uns, um auf der Bergstation Sesselbahn Sternen das letzte Bähnchen zu erreichen. (Mein Alter wird hier mit 2 Fr. Ermässigung honoriert - 1/2-Tax-Abos sind nicht mehr gültig ...) Auf der Bergstation Seebli haben wir den (letzten) Anschluss auf die Grossgondel - sie bringt uns, an den Masten kräftig schaukelnd, wieder nach Weglosen hinunter, wo wir uns im Beizchen den Abschlusstrunk gönnen.
 
Grossartig, wie du durchgehalten hast, meine liebe Ursula!

Tourengänger: Ursula, Felix, Berghaesli

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Kommentare (2)


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Seeger Pro hat gesagt: Wow ein T4
Gesendet am 8. September 2011 um 20:42
Ciao Felix
Endlich jemand, der nicht untertreibt.
Der Forstberg ist sicher ein T4. Der Druesberg ein knapper T4.
An der Leiter habe ich auch gestanden. Oben! Hat schon etwas Überwindung gebraucht. Aber meine Begleiterin und ich stiegen runter. Recht bequem. Glaub mir!
Cari saluti
Andreas

Tobi hat gesagt: Wie gerufen...
Gesendet am 9. September 2011 um 13:02
...kommt dieser Bericht. Genau diese Tour möchte ich in den kommenden Wochen mit ein paar Kollegen machen.


Vielen Dank fürs detaillierte dokumentieren mit Bild & Text,

Gruss Tobi


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