Schesaplana...wieder nix!


Publiziert von Nicole , 2. September 2011 um 20:26.

Region: Welt » Schweiz » Graubünden » Prättigau
Tour Datum:28 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GR   A 
Zeitbedarf: 2 Tage
Aufstieg: 2000 m
Abstieg: 3000 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:A3 Richtung Chur/Landquart/Davos bei Grüsch Ausfahrt und nach Brücke Rechts Richtung Fanas. Den Beschilderungen zur Bahn folgen (Enge Strasse). Bergbahn Eggli / Einfachfahrt à Fr. 16.- (für den Hund Fr. 4.-)
Unterkunftmöglichkeiten:Schesaplanhütte www.schesaplana-huette.ch
Kartennummer:www.schweizmobil.ch

Es gibt Bergziele die zieren sich Sprichwörtlich - so verhält sich die Schesaplana bei mir! Schon letztes Jahr konnte, aus überraschendem Schneefall in tiefere Lagen, mein Vorhaben nicht umgesetzt werden.

JA DANN GILT ES - SCHESAPLANA ICH KOMME WIEDER :-)

Zuerst musste die Kaltfront Eingangs Sarganserland ins tiefere Bündnerland ziehen. Wir - Lisbeth und alpinpower - nutzen dieses Zeitfenster um in der Heidiland-Raststätte uns zu stärken. Um 14 Uhr waren wir dann auch die einzigen Fahrgäste bei der Bergbahn in Fanas. Die Landschaft änderte sich rasch in vorwinterlichem Kleid verhangen mit Nebelfetzen.

Den Sassauna schenkten wir uns und tapsten, unter Beobachtung einer Herde Kühe, im Schnee- und Schlammmatsch Richtung Ludener Egg, über Mässhalde, westlich am Picardichopf vorbei zur Alp Vordersäss. Ab dort wurde der Weg auf der Naturstrasse etwas gehfreundlicher. In 3 Stunden erreichten wir die gemütliche Schesaplanhütte und wurden wie üblich von Hans, dem Hüttenwart, freundlich begrüsst. Nico erhielt ein Plätzchen im Schuppen.

Schesaplana...wieder nix, dass war mir schon im Tal bewusst. So berieten wir, bei einem feinen Schesaplana-Kaffee, Varianten für den Sonntag. Nach einem mundenden Hütten-Znacht und netten Unterhaltungen, zog es uns relativ früh ins Massenlager. Die Nacht war unruhig und ehrlich Leute, nachts könnte man die Tür zum WC etwas leiser öffnen und schliessen!!

Nico wurde früh (zu früh) von Sonnenaufgang-Gängern geweckt und dementsprechend musste er Laut (Wachhund-Effekt) von sich geben. Etwas genervt weckte der Hüttenwart Lisbeth um Nico still zu halten. Das Zmorgä wurde dennoch genossen und so schlugen wir den Weg Richtung Chlei Furgga und Gross Furgga ein. Empfindlich kalt kam es uns allen vor. Ist ja auch verrückt! Zwei Tage zuvor zeigte mein Autothermometer 34 Grad an und nun unter Null!! So hatte ich rasch klamme Finger und wünschte meine warmen Hochtouren-Handschuhe herbei. Dafür hatte Nico absoluten "Plausch" im kalten Weiss :-).

Ein Fels-Zahn der reizt!
Wir liefen zur Chlei Furgga hoch und ein hübscher Blick ins Nachbarland eröffnete sich uns. alpinpower reizte der Fels-Zahn ungemein. So stach er die Grasflanke vor uns rasch hinunter und stieg zum Zahn hoch. Mir war es zeit weilen nicht recht und ich hatte auch etwas Schiss...aber Mann muss wohl tun was Mann tun muss ;-)))

Sanft steigend ging es zur Gross Furgga hoch wo uns die Grenze zu Österreich willkommen hiess. Nach einer kürzeren Pause übertraten wir das Staatsgebiet und liefen zum Barthümeljoch hoch. Die Mittagszeit war gerade vorbei, so galt es eine ausladende Jause am Joch abzuhalten. Die Sicht war bombastisch und die Bergwelt schien wie frisch gewaschen - so klar und rein. Eine 4-er Gruppe kam von Richtung Fläscher Alp hoch. Zuerst traute ich meinen Augen kaum, doch ja sie hatten Steigeisen und Klettergurte an! Etwas verdutzt konnte ich es mir nicht verkneifen nach dem Gletscher zu fragen......nun besser als mit Flip-Flops unterwegs zu sein :-))).

Nach rund einer Stunde brachen wir auf. Es folgte der lange und teils suchende Weg nach Fanas zurück (siehe auch Tourenbericht von alpinpower).

FAZIT:
Wer eine Ausdauertour sucht mit 23.6 km / Aufstieg 1200HM / Abstieg 2200HM und es klasse findet 10 Stunden reine Marschzeit unterwegs zu sein, ist diese Variante "en Chrampf aber echt cool" :-)

Tourengänger: Nicole, Eagle

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