Schwalmere via NNW-Grat


Publiziert von Zaza , 24. August 2007 um 21:42.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Jungfraugebiet
Tour Datum:24 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Hochtouren Schwierigkeit: WS+
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1750 m
Abstieg: 1900 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug bis Wilderswil, Bus bis Saxeten (wenige Kurse)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Bus Kiental - Reichenbach, Zug bis Spiez
Kartennummer:1228

Da die Wetterlage etwas unsicher war, sind wir mit einem Stapel Karten in den Zug gestiegen und haben uns unterwegs geeinigt, dass diese Tour heute günstig sein könnte. Nun gut, die Verhältnisse waren suboptimal, aber es hat dann doch geklappt.
 

Wir sind mit dem Bus (coole Fahrerin) bis Saxeten gefahren und haben uns dort bereits über das triefend nasse Gras gewundert. Ach so, es hat nachts noch geregnet...damn! Auf sumpfigen Wanderwegen ging es dann bis zum Rengglipass und weil sich auf dem Grat der Nebel gelichtet hatte, beschlossen wir, die Sache anzugehen.
 

Zuerst steigt man auf Kuhwegen durch die Flanke oder über das Rengghorn. Dann folgen mehrere kleine Zacken, die man rechts umgeht. Der vierte könnte bei trockenem Wetter gut durch eine Rinne erklettert werden; bei der Nässe schienen uns die moosigen Felsen aber zu heikel. Also rechts unten durch, auf einem sehr ausgesetzten Weglein. Nun kann man über eine offene, steile Grasflanke zurück zum Grat und zu P. 2390 aufsteigen. Dahinter geht es in einen kleinen Sattel und über schiefrige Hänge bis unter einen markanten Felszacken. Man umgeht ihn rechts und stösst auf zwei Steinmänner. Hier durch ein Couloir (II) zurück auf den Grat. Kurz weiter und dann unter der nächsten Felswand (von P. 2619) rechts hinaus auf eine schiefrige Rippe. Wieder zurück an den Fuss der Felswand (Steinmann) und ein steiles Couloir hinauf (II). So erreicht man bei einem Steinmann abermals den Grat. Den nächsten Aufschwung haben wir etwas links durch einen Kamin (II+) erklettert; das ist wohl nicht die optimale Route. Nun unschwierig zu P. 2725 und auf den Gipfel. Wir haben mit dem einen oder anderen Verhauer etwa 5 Stunden für den Aufstieg gebraucht.
 

Weil die Quellwolken die Sicht inzwischen stark verschlechtert hatten und so auch von der viel besungenen Aussicht nicht viel übrig war, verzichteten wir auf den Abstieg über den SW-Grat oder über die Nesslereschöpf und stiegen über die Normalroute nach Kiental ab. Das ist landschaftlich sehr schön, technisch einfach (T3) und dauert etwa 3-4 Stunden. Die Glütschalp bietet in der Alpsaison Gelegenheit für einen sympathischen Boxenstop.


Tourengänger: Zaza, Aurora

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