Le Soliat - eine lange Creux du Van Überschreitung


Publiziert von joe , 29. August 2011 um 21:12.

Region: Welt » Schweiz » Waadt » Waadtländer Jura
Tour Datum:27 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-NE 
Zeitbedarf: 6:30
Aufstieg: 1500 m
Abstieg: 1300 m

Eigentlich wollte ich mit einem Kollegen eine längere Tour bei Kandersteg unternehmen. Aufgrund des schlechten Wetters habe ich mich für ein anderes Ziel entschieden. Wie ich später aus den Abendnachrichten entnehmen durfte, war wohl die Entscheidung für eine Alternativtour gut, da einige Alpenpässen kurzfristig geschlossen werden musste.

Also was machen? Ich habe immer einige Hikr-Berichte ausgedruckt und unter "to do" abgelegt. Schnell stand der Entschluss fest auf den Creux du Van zu gehen. Dabei handelt es sich in einer etwas abgewandelten Form um eine weitere Etappe des Jurahöhenweges, die ich vor einigen Jahren gestartet habe.



Da ich nicht direkt von Neuchâtel  in die Gorge de l'Areuse wandern wollte, fuhr ich mit der Regionalbahn nach Boudry (440m). Die Idee zu diesem Startpunkt habe ich hier gefunden. Ab dem Bahnhof ist der Weg in die Gorge de l'Areuse gut ausgeschildert. Schnell und technisch leicht (T1) erreiche ich den Eingang in die wildromantische Schlucht. Der Weg führt, mal links oder mal rechts, der Schlucht entlang bis ein Hydrokraftwerk (532m) erreicht wird. Wenn man auf der linken Seite des Weges einen kleinen Brunnen sieht wird man auch einen schmalen und unmarkierten Weg erkennen, der in steilen Serpentinen den Berg hinauf führt. Bis zum oberen Ende der Wasserröhren ist der Weg noch gut zu erkennen (T3). Danach wurde die Wegfindung für mich schwerer als gedacht. In der Auswertung meiner Tour auf der elektronischen Karte habe ich gesehen, dass ich mich zu weit links (östlich) vom eigentlichen Weg befand. Jetzt wurde der Regen auch noch stärker, aber einige blaue Wegmarkierungen habe ich schwach erkennen können. Also bin ich diesen Markierungen gefolgt. Mit dem Resultat, dass ich immer steiler den Hang hinauf gelaufen bin. Aber dann hatte ich keine Markierungen mehr gesehen und ich stand vor einer grossen Felswand. Auf der Karte kann dieser Absatz erahnt werden. Über diesen bin ich geklettert (T5), was bei dem feuchten und rutschigen Fels nicht einfach war. Ein Ausrutscher wäre hier sehr schmerzhaft verlaufen. Kaum habe ich den Ausstieg erreicht (siehe Foto), befand ich mich schon auf der breiten Fahrstrasse in Richtung Treymont. Im weiteren Aufstieg habe ich dann nach wenigen Metern den Ausstieg des offizielen Weges gut erkennen können. Der war natürlich deutlich einfacher. Ich ging sodann weiter bis ich in einer Rechtskurve ein Schild mit der Aufschrift "Sentier du Réservoir" las (bei etwa 800m). Jetzt begann ein interessanter, teilweise mit Seilen, Ketten und einer Leiter gesicherter Weg um den Gratfuss des Rochers des Miroirs herum. Hier gewinnt man ganz gut an Höhenmeter, die man zugleich auch wieder deutlich verliert. Weiter geht es an einem Wasserspeicher vorbei runter zu P.838 und wieder rauf zur Le Belvedérè . jjjj. Zwei weitere Kehren und ich stehe an dem Grat rauf zur Grande Ecoeurne. Bis zum Boxenstop bei Le Lessy (1365m)  muss ich noch an Pte Ecoeurne   und   und Signal du Lessy (1387m) vorbei marschieren.

Nach der kurzen Pause sind die nächsten Stationen: Pré au Favre (1295m) - Le Cernu (1356m) - La Grand Vy (1381m) -  Le Soliat (1465m). Hier geniesse ich die Aussicht und beobachte die Gemsen, die scheinbar mühelos in den Steilabstürzen des Creux du Van umher springen. Der Weiterweg ist wetterbedingt (also ohne Dos d'Ane) relativ klar: Sentier des 14 Contours - Les Oeuillons (1014m) - Vers chez Joly (746m) - Noiraigue (729m). Gleich kommt mein Regionalzug, der mich wieder nach Neuchâtel  bringt. Daher konnte ich nicht in dem Bahnhofskiosk einen Pastis erwerben bzw. den Preis erfragen. Ich muss definitiv wieder kommen.


Hinweis:

Meine Schwierigkeitsklassierung bezieht sich auf den Abschnit vor der Strasse nach Treymont. Die weiteren Wegabschnitte überschreiten nicht T4. Die Dos d'Ane habe ich aufgrund des Wetters (feuchter Fels) nicht abklettern wollen. Diesen Abschnitt muss ich ein anderes Mal (vielleicht von der Ferme Robert aus) erklettern, was nach Hikr Zaza ein T5- sein soll.


Anmerkung:

Mein GPS ist derzeit zur Reparatur. Daher habe ich die Auswertung auf elektronischen Karte wie folgt berechnet: Aufstieg 1750 Hm, Abstieg 1500 Hm, Distanz: 23 km.



Tourengänger: joe

Galerie


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