Hochnisslspitze - 2546m (Drei Gipfel, erster Schnee, und Menschenauflauf in der Eng)


Publiziert von Imeyen , 28. August 2011 um 18:04.

Region: Welt » Österreich » Nördliche Ostalpen » Karwendel
Tour Datum:28 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T4 - Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Klettersteig Schwierigkeit: L
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1600 m
Abstieg: 1600 m

Nach den düsteren Vortagen (hierzu übrigens beeindruckende Bilder vom Karwendelmarsch in fiesestem Wetter auf Youtube - nächstes Jahr bin ich dabei!), erschien die gute Wettervorhersage von orf.at fast übertrieben optimistisch - aber nun: Auf ins Karwendel, schnelle Fahrt in die Eng, wo um 7:30 Uhr morgens erstaunlich wenig los war. Allerdings zeigte sich, dass mein ursprüngliches Ziel direkt über der Eng w/Schneelage nicht machbar sein würde, also war rüber zur Lamsen! Zügiger, nur von verschlafenen Kühen begleiteter Aufstieg zum westl. Lamsenjoch. Spätestens ab hier spektakulärer Blick - die Luft war ungewöhnlich klar, der Himmel tiefblau und das gesamte Gebirge über etwa 1900m Höhe schneebedeckt. Sehr schöner, sonniger, auch etwas schweißtreibender Aufstieg zur Lamsenscharte (Statt Brudertunnel, kein Set dabei, und suspekte Schneeauflage - zu Unrecht, wie ich später hörte, alles aper...). Als ich am Ausstieg stand, und feststellte, dass in Richtung Lamsen ziemlich viel los war, habe ich beschlossen, zum Hochnissl zu steigen, der, wie so häufig, eine ansehnliche Wolkenfahne trug. Leider erst mal fast 200 Hm hinab am Ausstieg des Brudertunnels vorbei, immer nach Südosten. Der Tiefblick rechts ins Vomper Loch (Gedanken an Hermann v. Barth...) entschädigte dafür einigermaßen, und außerdem geht man ja nicht in die Berge, um es "schnell hinter sich zu bringen" (..?). Es folgte eine landschaftlich sehr schöne Überschreitung der Rotwand(l)spitze, und dann, mit etwas Seilhilfe, auf und über die Steinkarspitze. Anregender Abstieg durch eine verwinkelte Rinne an den Fuß des Hochnissls, dessen hoch und steil aufragender Gipfel hier dann nur noch 20 min entfernt ist. Insgesamt leicht (m.E. braucht man kein KS-Set, auch wenn es sicher etwas anspruchsvoller ist als an der Lamsen), aber durch das viele Auf-und Ab gefühlt lang (faktisch nur 1 1/2 Std. ab Lamsenscharte). Aber - es lohnt, der Blick zum Kaisergebirge, Großglockner, Venediger, die Zillertaler, das Stubai, den Inn etc. etc.  war heute wirklich außergewöhnlich - die Kombination von Sommerlicht/ -sonne und Schneeauflage gab dem Hochgebirge und auch dem Karwendel heute etwas ganz besonderes. Längere Gipfelrast, sehr wenig los - nur noch ein anderer Bergsteiger, während auf der einige Kilometer weiter im Nordwesten stehenden Lamsenspitze ein reges Kommen und Gehen herrschte. Dann zügiger Abstieg - sehr schön war der feste, warme Karwendelfels an der Steinkarspitze. Dafür umso schweißtreibender die 200 Hm Wiederaufstieg zur Lamsenscharte, wo sich allerlei Lamsenspitzgänger drängten und auf den Abstieg ausführlich vorbereiteten. Nach all der Ruhe und Stille am Hochnissl ein gewisser Downer, mit schnellem Abfahren zur Lamsenhütte konnte man das aber gut hinter sich lassen. An der Hütte ebenfalls Gedränge, also weiter - und ab der westlichen Lamsenscharte dann wirklich viel los – ich spar mir die Beschreibung, man kennt ja die Eng. Egal, für die nächsten Touren gibt es im Karwendel gibt es ja unzählige Gipfel und Wege, an denen man seine Ruhe haben kann, und - der Hochnissl war es heute auch Wert -  mit seinen netto mindestens. 1.600 Hm, dem gigantischen Blick, und der schönen Fahrt aus der Eng hinaus – am Rissbach entlang und mit dem Blick auf die Gipfel von Falken, Bockkarspitze, Sonnenspitzen,  Kaltwasserkarspitze. Nächstes Wochenende...

Tourengänger: Imeyen

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