Zwischen sterbenden Gletschern und toten Schafen: Rundwanderung in Vent


Publiziert von Mistermai , 25. August 2011 um 20:21.

Region: Welt » Österreich » Zentrale Ostalpen » Ötztaler Alpen
Tour Datum:12 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: A 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 650 m
Abstieg: 1150 m
Strecke:17km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Auto nach Vent

Eigentlich bin ich alles andere als ein "Mit-der-Seilbahn-rauffahr-und-dann-runterlauf-Wanderer" jedoch bin ich noch weniger ein "Unter-der-Seilbahn-rauflauf-Wanderer". Also entschieden wir uns für die Rundwanderung ab Vent (bei Sölden) für erstere Variante.

Mit der Seilbahn geht es von Vent nach Stablein. von dort steigt ein vielbegangener Weg bis zur Breslauer Hütte. Ab hier nehmen die Menschenmassen schlagartig ab. ein mehr oder weniger flacher Weg führt durch grosse Geröllhalden nach hinten ins Tal. Der Weg ist sehr gut unterhalten und problemlos machbar. Diese Wanderung stellte sich als nette "Wieder-Gut-Macher-Tour" für den *Schock des Vortages heraus...

Mit der Zeit wird der Weg dann doch recht eintönig und wir sind froh, doch dann sorgt ein nettes Seelein am  Oberes Plateieck für etwas Abwechslung.
Nach diesem Seelein führt der Weg nach hinten in ein Seitentälchen in dem die Vernagthütte über einer alten Moräne thront, einer Moräne, die die einstige Mächtigkeit der Gletscher hier erahnen lässt. Heute sieht man von diesem Punkt aus nur noch die Ansätze der Gletscher, die hier einst das Landschaftsbild dominierten. Überhaupt kann man hier an mehreren Orten die Resultate der starken Gletscherschmelze beobachten.

Unterhalb der Vernagthütte führt unser Weg zurück in Richtung Rofen.
Der Abstieg zieht sich dann ziemlich in die Länge. Für "Unterhaltung" sorgte dann, als wir während einem Kurzrast plötzlich einen ziemlich strengen Geruch wahrnahmen. Daraus ergab sich ein lustiges Suchspiel nach der Ursache dieses nicht gerade netten Geruchs.
Der Grund war dann schnell gefunden: Nur etwa 5m neben dem Weg hat in einem engen Spalt ein bemitleidenswertes Schaf seine letzte Ruhe gefunden (Siehe Foto). Direkt neben der Spalte war der Geruch unerträglich und so machten wir uns wieder aus dem Staub.

Bald war dann der Abstieg nach Rofen geschafft und wir stellten uns auf einen mehr oder weniger langweiligen Spaziergang zurück nach Vent ein.
Doch genau dieser Weg stellte sich dann als eigentliches Highlight der Tour heraus: Bei Rofen führt eine nette Hängebrücke über die Rofenache, die hier eine richtige kleine Schlucht heraus gefressen hat. Der Weg zurück nach Vent führt dieser Schlucht entlang und ist sehr sehenswert (siehe Fotos).
 
 


Tourengänger: Mistermai

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