Brenna-Route an einem "brennand" heissen August Sonntag


Publiziert von SchKrauler , 24. August 2011 um 14:43.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:21 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: III (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-GL   CH-SZ   Oberseegruppe 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 1100 m
Abstieg: 1100 m

Eigentlich stand heute der Altmann-Südkamin auf dem Menuplan. Angesichts des prognostizierten Hitzetages hiess das: im frühesten Frühtau zu Berge, da sonst mit steigendem Sonnenstand die latente Gefahr einer Ötzifizierung innerhalb der aufgeheizten Kalkschluchten des südlichen Altmanns bestand.

Leider ist das so eine Sache mit dem früh aufstehen... Auf der Anfahrt zum Alpstein daher spontan der Entschluss, näher bei Zürich zu bleiben und evtl. etwas ins Auge zu fassen, das nordseitig gelegen ist. So geht die Fahrt ins Wägital mit dem Beschluss, mal bis zur Bockmattlihütte aufzusteigen und zu sehen, ob die Brenna-Route auf mich einen eher einladenden oder abschreckenden Eindruck macht. Sollte letzteres der Fall sein, wäre das nicht weiter schlimm, da nur schon der Weg zur Bockmattlihütte eine anregende Wanderung in wunderschöner Umgebung darstellt, die mich an diesem Sonntag absolut erfüllt hätte.

Tja, und dann kommt es erstens anders und zweitens viel besser, als man denkt. Zunächst nimmt sich  der Hüttenwart der Bockmattlihütte gerne Zeit, mir das Topo zu zeigen und dazu manch wertvollen Tipp zu geben. Seine ruhige Art und das Vertrauen, das er ausstrahlt geben ebenso Zuversicht wie sein Hinweis, dass sich gerade eben fünf weitere Berggängerinnen und Berggänger auf den Weg gemacht haben.

Da ich eigentlich nicht der Alleingänger bin und nur aus Notwehr hin und wieder zu dieser Variante greife, freut mich die Aussicht, nicht allein am Fels rumzuturnen. Und wie sich herausstellt handelt es sich dabei um eine super flotte Truppe bei der sich auch ursula und fraroe befinden, die hier schon manchen Bericht publiziert haben, welchen ich mit grossem Interesse gelesen habe. Und nun darf ich sie und ihre Bergkameraden persönlich kennen lernen. Genial!

Genial auch, wie ich von ihnen umsichtig und kompetent durch die Route geführt werde. So kann ich mir Zeit nehmen für Fotos und die Tour ausgiebig geniessen. Deshalb an dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für die ausgezeichnete Fürhrung der Tour und dass ich dieses wundervolle Erlebnis mit Euch teilen durfte.

Da die Route schon oft beschrieben wurde, habe ich mich darauf beschränkt, sie so gut als möglich fotografisch zu dokumentieren. Hier noch ein paar Hinweise aus persönlicher Sicht:

  • Die Route ist mit blauen Punkten und Pfeilen sowie Trittspuren recht gut markiert. Einzig im oberen Teil war nicht ganz klar, wo der Weg durchführte. Das spielte aber insofern keine Rolle, als dass verschiedene Varianten (Gras oder Fels) möglich sind.
     
  • Es handelt sich um einen nordseitigen Aufstieg, womit sich v.a. im unteren, botanischen Teil einzelne Kletterstellen auch bei trockenem Wetter eine gewisse Restfeuchte bewahren. Zudem dauert es nach Feuchtperioden länger, bis die Route abgetrocknet ist.
     
  • Die Brennaroute ist eine ernsthafte und anspruchsvolle Tour mit zahlreichen, längeren Kletterstellen. Die bislang verwendete Bewertung T6 und III fand ich daher absolut angemessen.
     
  • Bei der Abkletterstelle befindet sich eine Schlinge, an welcher sich auch abseilen lässt.
     
  • Achtung! Unbedingt Griffe und und auch grössere Blöcke auf Festigkeit prüfen. Nicht alles ist so bombenfest, wie es aussieht!
    (Ich habe mich im oberen Teil mal an einer ca. 1,5m hohen Schuppe gehalten und erst auf Zug stellte sich heraus, dass sie wackelt)

Tourengänger: SchKrauler


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