Mären bis Signalstock,Kraxelei im Karst


Publiziert von TeamMoomin , 23. August 2011 um 19:49.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:18 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   Ortstockgruppe   CH-SZ 
Zeitbedarf: 7:00
Aufstieg: 951 m
Abstieg: 813 m

Für diesen Tag sagte der Wetterbericht bis in den Nachmittag gutes Wetter voraus mit Gweitterneigung gegen Abend hin, also wollte ich was machen was am früheren Nachmittag zu Ende sein sollte und da fiel mir mein Projekt mit den Top 10 des Kanton Schwyz ein. Schon lange war ich nicht mehr dort unterwegs gewesen, obwohl es eine echt tolle Gegend ist, also war nur noch die Frage welchen möchte ich heute besuchen.

Schnell entschied ich mich für den Grat zwischen Mären und Ortstock da der je nach Zeit eine variable Anzahl Gipfel zulässt und mit dem Rot Chälen einen guten Zwischenabstieg ermöglicht.

Also fuhr ich von Basel in der Früh via Luzern auf die Glattalp, der Aufstieg machte ich mit der Bahn um oben mehr Zeit zur Verfügung zu haben. Dann startete ich dem gut markierten BLauweissen Wanderweg folgend Richtung Schafboden. Von dort aus ging es schön ansteigend in ein kleines Steinamphitheater (Inner Brüelchälen) welches mich sehr stark an die Sella-Gruppe in den Dolomiten erinnerte. Der Weg verläuft nun rechts über ein paar Stufen, wo man das erste mal vielleicht einen Felsen auch mit den Händen berührt, direkt auf die Hochebene des Mären empor.

Da das Gipfelkreuz des Mären nur einen Katzensprung vom Wegweiser, welcher dann zum FirnerLoch weisst, weg ist beschloss ich schnell hinzugehen und ein Foto zu schiessen. Genau da kamen mir zwei Wanderer entgegen, wie sich beim Gipfelbuch sah war es budget5 und sein Kollege. SIe gingen dann zum FirnerLoch machten dort Pause und stiegen etwas später auf den Läckistock. Ich ging nach dem Mären direkt zu Läckistock wobei ich zuerst auch dem Weg folgte und dann aber durch die KArstwüste hindurch direkt den Läckistock anpeilte. Darum verpassten wir uns am Läckistock leider.

Bei guter SIcht und trockenem Boden ist der Weg zum Läckistock unproblematisch, wenn allerdings eine dünne Schneeschicht die zahlreichen Karstspalten verdeckt besteht sicherlich die Gefahr sich in einer den Fuss zu verstauchen/knachen oder gar zu brechen.  Daher würde ich den Läckistock vorallem im Sommer oder dann im Winter wenn genug Schnee liegt empfehlen und in der Zwischensaison eher auslassen.

Auf dem Läckipass hatte ich dann einen guten Einblick auf den weiteren Verlauf des Grates, wirklich eine tolle Kraxellandschaft.

Der Abstieg über Läckipass Richtung Roten Eggen gelang mir irgendwie nicht gut, ich bin zu weit nach links gegangen und fand dann einen eher suboptimalen Abstieg, hier hätte man mit besserer Studie von Fotos sicherlich einen effizienteren Weg absteigen können. Danach ging es gut weiter bis zu den Roten Eggen welche man gut überklettern kann. Rechts ist es zwar ausgesetzt, aber es hat viele gut ausgetretene Grasstufen und schöne Felsgriffe dazwischen. Blind trauen sollte man den Felsen aber nicht, denn der einte oder andere kann schon mal plötzlich in der Hand liegen.

Anschliessend gings auf den RotNossen (der 10t höchste Schwyzer), welcher sich aber vom Grat kaum abhebt, daher verweilte ich auch nicht lange dort.

Auf dem Weg zum Signalstock gilt es dann noch eine Scharte zu durchklettern, welche vorsichtig angegangen aber im trockenen Zusatnd gut zu bewältigen is (T5)t. Anschliessend kann man entweder die folgende Erhebung links umgehen wie es MaeNi gemacht haben oder aber man steigt auf die Erhebung und geht einige Meter vor dem Abbruch wo man dann auf den RotChälen Zwischenpass sieht auf der linken Seite über ein Schotter Band runter und umgeht den Klotz so links. ACHTUNG!!! das Schotterband ist bis unten ein zu sehen, nicht zu verwechslen mit dem Band das einige Meter absteigt und dann plötzlich in eine gähnende Wand abfällt (bei Nebel daher eher MaeNi`s Variante zu empfehlen).

Nach dem Rot Chälenzwischenpass gehts nochmals in schöner Kraxelei aufs nächste Plateau hoch von wo man dann gemütlich zum Signalstock läuft.Hier machte ich dann eine schöne etwas verspätete Mittagspause. Etwas später wanderte ich noch weiter bis zum nächsten Abbruch, welchen man links absteigend umgeht, um mir mal die Jegerstöcke genau anzuschauen. Sieht noch knifflig aus aber nach längeren studieren denke ich den idealen Weg gefunden zu haben. Dies wird mir sicherlich nächstes Mal bei deren Begehung helfen, denn für heute war es einfach z spät. In zwei 2,5 Stunden würde die allerletzte Bahn fahren. Das würde dann heissen Jegerstöcke und zurück und dann abstieg und noch dem Tal entlang zur Bahn, welche dann auhc mit dem letzten Postauto verknüpft ist nene den Stress tue ich mir nicht an. Also blieb ich noch etwas sitzen und genoss den Anblick der Jegerstöcke.

Den Abstieg wählte ich dann über das Schotterfeld der Tot Chälen was im oberen teil in einer spassigen Schottersurforgie ausartette. Dann ist nochmals Konzentration gefragt da man über kleinere Felsstufen absteigt, hat auch ein Stahlseil verlegt, und dabei vorallem aufpassen muss das man auf den nassen mosigen stellen nicht ausrutscht. Am Schluss querte ich noch ein kleines Band und stieg links nochmals eine kleine Felsstufe ab und dann wars geschafft. Von hier gings rüber zum Wanderweg und dnan zur Bahn. gerade als ich mit der Bahn unten im tal ankam begann es zu regnen.

Fazit: Eine super Tour mit, wenn auch teilweise ausgesetzter, toller Kraxelei und schönen Ausblicken. Nebel sollte man aber umbedingt meiden, da es dann sehr schnell unübersichtlich wird. Mit etwas mehr Zeit kann man auch noch die Jegerstöcke etc. bis hin zum Ortstock anhängen.

Tourengänger: TeamMoomin


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