Monte Tamaro 1961,5 m - Viel Aussicht für wenig Aufstieg


Publiziert von Ivo66 Pro , 15. August 2011 um 18:10.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:15 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T2 - Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Tamaro-Lema   Gruppo Monte Gambarogno 
Zeitbedarf: 2:15
Aufstieg: 580 m
Abstieg: 580 m
Strecke:Alpe di Neggia - Monte Tamaro - Alpe di Neggia
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Vira (Gamborogno) am Lago Maggiore auf einer gut ausgebauten, zum Teil aber schmalen und sehr kurvenreichen Strasse Richtung Indemini bis zur Passhöhe (Alpe di Neggia)
Kartennummer:1:25'000 Tesserete

Lange haben wir uns den berühmten Monte Tamaro aufbewahrt für einen Tag, an dem das Wetter keine grossen Bergtouren zulassen würde. Hinzu kam, dass unsere Beine vom gestrigen Konditionstraining  noch reichlich schwer waren, was ebenfalls für einen kürzeren Ausflug sprach.

Nach der gewittrigen Nacht im Tessin zeigte sich der Himmel am Morgen wolkenverhangen. Bald kam jedoch Bewegung in die Szenerie und die Berge um den Lago Maggiore wurden von einer märchenhaften Stimmung erfasst durch ständig wechselnde Wolkenbilder und vorbeiziehenden Nebelschwaden. Unser heutiges Gipfelziel und der gesamte Aufstieg von der Alpe di Neggia lässt sich vom Balkon unserer Ferienwohnung hoch über Tenero bestens einsehen.

Das nächtliche Gewitter sorgte für keinerlei Abkühlung und so starteten wir auf der Alpe die Neggia (1395 m. ü. M.) bei feuchter Luft und einer Temperatur von 18° kurz vor Mittag und wähnten uns aufgrund der mystischen Stimmung durch die vielen Nebelschwaden eher auf Madeira oder den Kanarischen Inseln als in der Schweiz. Der kurze Aufstieg zum Monte Tamaro erfolgt durch viel Vegetation, aber stets auf sehr gut ausgebauten Wegen. Die ständigen Tiefblicke zum Lago Maggiore und auf die Berge um das Verzascatal sorgen für Abwechslung.

Meine Befürchtung, der Berg würde völlig überlaufen sein, erwies sich als unbegründet und dies trotz des heutigen Feiertags im Tessin und dem doch ordentlichen Wetter. Man stelle sich das Gleiche in der Deutschweiz vor: Ein prächtiger Aussichtsberg, von verschiedenen Seiten einfach erreichbar inkl. Seilbahnbergstation 400 m unter dem Gipfel, schönes Wetter und ein Feiertag und das Ganze nur wenige Kilometer von dicht besiedeltem Wohnraum entfernt; nein, nicht auszudenken... Der Monte Tamaro war heute wenig besucht - jeder Churfirstengipfel wird an einem Wochenendtag häufiger aufgesucht.

Alles in allem war dies ein gelungener Ruhetag mit kurzer Bergwanderung und anschliessendem Entspannen im Swimmingpool unter Palmen und dem Panorama auf den Lago Maggiore bei 28°. Der Sommer 2011 hat begonnen!

(Eine Routenbeschreibung erübrigt sich. Der Bergweg ist ab der Alpe di Neggia ausgeschildert, ist meist sehr breit und Orientierungsschwierigkeiten ergeben sich nirgends. Zwei Abzweigungen sind durch Wegweiser gekennzeichnet. Erst im oberen Teil wird der Weg etwas ruppiger und auch steil, ist aber problemlos zu begehen.)

Tourengänger: Ivo66, Lena

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Kommentare (2)


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Henrik hat gesagt: Die NZZ hat am 12. August
Gesendet am 15. August 2011 um 18:31
eine ganze Seite der Gratwanderung gewidmet- vom Monte Tamaro zum Monte Lema...und insbes. die vielen Weitsichten gerühmt...was ihr bestätigt.

Noch viele HM und Weitsichten bei euren Ferien ennet der Alpen

LG

silberquäki




Ivo66 Pro hat gesagt: RE:Die NZZ hat am 12. August
Gesendet am 15. August 2011 um 18:41
Danke Henrik. Die Gratwanderung zum Monte Lema muss landschaftlich sehr schön sein mit tollen Aus- und Weitblicken.

...Morgen wird es bei uns wieder etwas wilder :-)

Herzliche Grüsse

Ivo und Lena


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