Rehleitenkopf, Riesenkopf und Maiwand


Publiziert von Chiemgauer , 9. August 2011 um 20:22.

Region: Welt » Deutschland » Alpen » Bayrische Voralpen
Tour Datum: 9 August 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: I (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: D 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1000 m
Abstieg: 1000 m
Strecke:10 km
Zufahrt zum Ausgangspunkt:A93 Ausfahrt Brannenburg nach Flintsbach. Hier rechts abbiegen bei einen großen weißen Wegweißer "Hohe Asten" und der Straße bis zu einem großen Parkplatz, unterhalb der Kletterfelsen, folgen.
Kartennummer:Kompass Nr. 8

Vom Parkplatz kurz nach Süden beginnt die Straße zur Hohen Asten. Diese könnte man jetzt komplett folgen, aber ... Gleich nach wenigen Metern, in der ersten Kurve, geht ein kleiner steiler Steig nach oben (bei Nässe unangenehm). Diesem folge ich und treffe zweimal auf einen Quersteig, dem jeweils nach rechts gefolgt wird. Noch kurz eine kleine Straße überqueren treffe ich wieder auf die Straße zur Hohen Asten. Dieser muss nun gefolgt werden, bis nach einiger Zeit eine Lichtung auftaucht. Gleich zu Beginn ist rechts ein Bauernhof. Hier zwischen den beiden Gebäuden durch und immer gerade aus über die Wiese. Am Ende der Wiese beginnt wieder ein deutlicher Steig durch den Wald. Ab jetzt immer dem deutlichsten Weg folgen (ab und an kreuzen andere Steige) bis zu einem alten Baumstamm, in dem Wegweiser eingeritzt sind. Hier biege ich links ab in Richtung Hohe Asten. Noch kurz durch den Wald komme ich auf eine Wiese und über diese schräg hoch, die letzten Meter bis zum Gasthof Hohe Asten. Direkt vor diesem dann nach rechts und über den Wiesenhang auf den Kamm hoch. Etwas rechts halten und in Serpentinen geht es auf den Kamm. Auf diesen dann zu dem Waldstück und durch dieses die letzten Meter bis zum Rehleitenkopf.

Nach einer kurzen Pause geht es etwas unterhalb des Grats, genau auf der anderen Seite, wieder in den Wald. Immer nahe am Grat zieht sich ein zuerst nur mäßig zu sehender Steig nach unten, der mit der Zeit immer deutlicher wird. Nach etwa 100m Abstieg geht eine alte zugewachsener Karrenweg rechts weg. Diesen nun in minimaler Steigung folgen, bis auf eine Wiese. Hier gegenüber in etwa auf die höchsten Punkt auf der Wiese zusteuern, denn dort ist ein Übersteig in den Wald und ein deutlicher Pfad nach oben. Diesem folge ich, bis ich nach wenigen Minuten beim Riesenkopf bin.

Von hier dann den Steig nach Osten folgen, bis dieser wieder rechts auf die Wiese geht. Bis hierher war wandern angesagt, aber jetzt geht es langsam ans eingemachte. Ein Schild warnt bereits vor dem Weiterweg zur Maiwand. Ich biege also nicht rechts ab, sondern folge dem Steig, der leicht nach links geht. Zwei leicht exponierte Steilstufen und Gehgelände nach unten, bis ich vor einer kleinen schmalen Wiesenkuppe stehe. Hier geht es entweder rechts nach unten und unter dieser rum oder deutlich schwerer oben drüber. Ich wähle wie immer den Weg oben drüber und schwöre mir kurz darauf, das nie wieder zu machen! Zuerst noch einfach geht der Steig in rechts um einen Felszacken durch einen ziemlich steilen und nach unten senkrecht abfallenden Wiesenhang. Hier ist bereits zur Hilfe ein älteres Kletterseil gespannt. Hat man dies geschafft steht man an der Schlüsselstelle, einen Abbruch der nach unten geklettert werden muss. Auch hier hängt ein Seil (mit Knoten) zum Entschärfen nach unten. Mit dieser Hilfe wohl II, ansonsten sicher II+ oder eher III-. Ziemlich ausgesetzt heißt es ein kleines Stück abzuklettern um darauf griffarm und über glatte Platten Richtung Grat zu queren. Habe ich das ganze beim aller ersten Mal noch ohne Hilfe vom Seil geschafft, weiß ich heute nicht mehr, wie mir das gelungen ist. Mit einer Hand fest am Seil und dieses Richtung Grat mitziehend (hängt viel zu weit vom Grat entfernt nach unten) klettere ich vorsichtig die wenigen Meter ab. Endlich am Grat kann man entweder noch durch eine schräge Rinne einige Meter in Gehglände abklettern oder wie ich heute wenige Meter den schmalen ausgesetzten Grat folgen. Danach einfach in wenigen Sekunden auf die Maiwand.

Von dieser wieder zur Schlüsselstelle und vor dieser den steilen Steig runter. Etwa am tiefsten Punkt von der Umgehung der Schlüsselstelle zieht sich ein zuerst kaum zu stehender Steig nach unten. Diesem folgen, über einige gefallene Bäume, geht es erst noch relativ gemütlich nach unten, bevor der Hang schräger und stark exponiert (bricht nach unten senkrecht ab) wird. Durch Wiesen, Wurzel und etwas Felsen Ier-Gelände quert man nun oberhalb des senkrechten Abbruchs nach unten. Hier ist auch wieder zur Erleichterung ein Seil gespannt. Am Ende in einer Linkskurve in den Wald hinein. Ab hier ist es nahezu nicht möglich einem Steig zu folgen. Immer links haltend und nach unten geht es durch ekelhaft zu gehendes Gelände (heute kamen noch jede Menge Brenneseln dazu, lange Hose und langärmlig ein absolutes Muss!) nach unten. Sollte auf dem Bachlauf getroffen werden, dann links von diesem bleiben. Nach etwa 200 bis 300 Hm unendlich vorkommenden Abstieg treffe ich wieder auf einen alten Karrenweg, dem jetzt endlich deutlich gemütlicher nach unten gefolgt werden kann. Ab jetzt immer nach unten oder rechts halten, bis zu einer Abzweigung, die nach links und rechts unten geht. Geht man hier rechts kommt man wieder auf die Staße zur Hohen Asten. Ich gehe links und folge den kurz darauf beginnenden Wegweiser nach Flintsbach. Unten angekommen noch wenige Meter rechts, bis ich wieder beim Auto bin.

 

Fazit: Ohne Maiwand einfach Wanderung, die besonders durch die letzten Meter zum Rehleitenkopf gefällt (eines der Highlights vor meiner Haustüre). Der Abstieg über Maiwand fordert absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, ist bei Näße extrem heikel und sollte eher nur im Frühjar gemacht werden. Wenn noch kein Grünzeug da ist (vor allem Brenneseln), ist das Waldstück unterhalb der Maiwand deutlich angenehmer zu gehen, als wenn wie ich heute so gut wie keinen Tritt im Grün sehe. Dank Nässe musste ich jeden Tritt daher vorsichtig testen.


Tourengänger: Chiemgauer


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Geodaten
 7066.gpx Aufstieg Rehleitenkopf
 7067.gpx rüber zum Riesenkopf
 7068.gpx Abstieg zur Maiwand
 7069.gpx Abstieg

Galerie


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Kommentare (1)


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HarryB hat gesagt: Kein Seil...
Gesendet am 27. Juli 2015 um 18:46
Die beiden Seile am Grat zur Maiwand gibt es nicht mehr. Soll heißen, wer sich in T6-Gelände bis II+ / III- nicht wohlfühlt, der sollte unten rumgehen. Der Abbruch ist wirklich unangenehm ausgesetzt, aber weitgehend festes Gestein. Von unten betrachtet würde man da aber vermutlich nicht freiwillig einsteigen (ich bin runter da ich den Steig untenrum nicht kannte...).

Der Abstieg durch den Maigraben wird erträglich wenn man immer auf dem kleinen Rücken links neben dem Bach bleibt. Der Rücken teilt den Graben quasi in zwei parallele Gräben. Der Bach stürzt irgendwann über mehrere gemauerte Stufen. An der untersten beginnt nach rechts ein alter Karrenweg, dem man zum Bauer rüber in friedvolleres Gelände folgen kann.


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