Vom Niesen zum Tschipparällehore


Publiziert von Lugges , 14. August 2007 um 01:23.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum: 4 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Niesenkette   CH-BE 
Zeitbedarf: 8:00
Strecke:Niesen Kulm - Fromberghore - Drunengalm - Standhore - Steischlaghore - Tschipparällehore - Steischlaghore - Frutigen
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Mit ÖV oder Privatfahrzeug nach Mülenen zur Niesenbahn.
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Frutigen, ÖV oder Privatfahrzeug.
Unterkunftmöglichkeiten:Niesen Kulm, unterwegs keine.
Kartennummer:Niesen 1 : 25 000


Überschreitung von 5 Niesengratgipfeln
 
Alternativroute durch die Südostflanke auf den Nordostgrat der Fromberghore und zum Gipfel: Mit der ersten Bahn von Mülenen auf den Niesen. Abstieg in den Sattel (Wegweiser, P 1955). Die Normalroute führt vom Sattel über eine Pfadspur um das erste Grattürmchen herum, das zweite wird direkt erklettert (II). Da dieser Teil von Jahr zu Jahr brüchiger und somit immer schwieriger und riskanter zu begehen wird, haben wir uns entschieden, eine Route durch die Südostflanke zu suchen, um so diesen kleinen Felsturm zu umgehen und etwa auf knapp 2000 Metern wieder auf den Nordostgrat zurückzukehren. Dazu traverisiert man ca. 100m  unter der Grathöhe zu einer markante Grasrippe hinüber, die äusserst steil nach oben auf den Nordostgrat führt (T6). Von dieser Umgehung ist abzuraten, da die Schlüsselstelle mit Drahtseilen entschärft wurde und nun einfacher zu begehen ist. Danach alles dem Grat entlang und in leichter aber stellenweise doch sehr exponierter Kraxlerei zum Gipfel der Fromberghore (2394)(T5).
 

Von der Fromgberghore zur Tschipparällehore: Von der Fromberghore ausgesetzt zum Westgipfel und über diesen in einen Sattel hinunter. Danach etwas luftig über eine Steilstufe zu P.2355 und weiter zum Gipfel des Drunengalm (2408)(T5). Einfacher Übergang zur Standhore (T2). Der Weiterweg zur Steischlaghore führt über einen luftigen und exponierten Grat, klettertechnisch stellt dieser jedoch keine Herausforderung dar (T5). Von der Steischlaghore nun auf markiertem Weg (weiss-blau-weiss) zur Tschipparällehore und wieder zurück (T4). Anschliessend auf normalem Bergweg 1550 Meter hinunter nach Frutigen. Von da mit der Bahn zum Ausgangspunkt nach Mülenen.

Tourengänger: Lugges

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Kommentare (3)


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Zaza hat gesagt: Wysse Zend
Gesendet am 14. August 2007 um 08:57
Moin,

interessanter Bericht, merci!

Ein Berggänger, den ich letzthin auf dem Drunengalm traf, hat mir erzählt, dass er den Zahn jeweils von der Wimmis-Seite her ersteigt; das sei besser machbar. D.h.: Wenn man genügend tief hält, ist offenbar auch auf dieser Seite die Umgehung der heiklen Stelle möglich. Bleibt zu inspizieren...

Grüsse, Zaza

Lugges hat gesagt: RE:Wysse Zend
Gesendet am 16. August 2007 um 17:34
Hallo Zaza

Danke für dein Feedback! Mir haben einige Berggänger mitgeteilt, dass die Wysse Zend früher keine, heute aber erhebliche Probleme bei ihrer Begehung bereiten. Da frage ich mich, wie diese Stelle wohl in ein paar Jahren zu meistern sein wird!? Dürfte sehr heikel werden dort... :-)

Gruess Lugges

Zaza hat gesagt: RE:Wysse Zend
Gesendet am 16. August 2007 um 19:25
Tschau Lugges,

naja, vielleicht bauen sie noch einen Klettersteig rein. Vor 100 Jahren hätte man den Zahn wohl noch weggesprengt ;-)

Grüsse, Zaza


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