Brecherspitz (1683 m) - Überschreitung
|
||||||||||||||||||||||||||||||
Da der Wetterbericht für den heutigen Dienstag ein tolles Wetter vorhergesagt hatte, war mein Ziel schnell gefunden: Schon lange stand der Brecherspitz ganz oben auf meiner To-Do-Liste.
Früh um 5:20 Uhr klingelte mein Wecker, in München war ich um kurz vor 9 Uhr. Mit der BayrischenOberlandBahn fuhr ich Richtung Bayrischzell und stieg in Fischhausen-Neuhaus aus. Den Bus, der meist stündlich zum Spitzingsee fährt, war prall gefüllt. Einige mürrische Norddeutsche fluchten was das Zeug hielt („Warum setzt diese Busgesellschaft nicht einen zweiten Bus ein?“, „Warum ist es hier so warm?“, „Gibt es denn in diesem Bus keine Klimaanlage?“). Etwas belustigt verließ ich den Bus an der Haltestelle Spitzingsattel, wo es rund 26°C hatte.
Vom Spitzingsattel folgt man zunächst dem beschildertem Fahrweg, gennant Trautweinweg, Richtung Oberer Firstalm. Die Forststraße ist zwar 2,4 km lang, gewinnt jedoch nur 250 Höhenmter. Die Abzweigung zum Brecherspitz erreichte ich unschwierig nach ca. 30 Minuten. Es geht nun mäßig steil und in einigen kurzen Kehren einen Hang nach oben. Der Wald am Wegesrand spendet Schatten. Nach gut 15 Minuten hat man den Hang bereits geschafft und gelangt auf den Wintergipfel. Dort kann man in den Weg zur Freundenreichkapelle einschlagen oder den letztendlich unschwierigen Grat zum Brecherspitz wagen. Man passiert schließlich ein rotes Hinweisschild (Alpine Gefahr - Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich), von wo aus noch 10 Minuten in teils schrofigen und drahtseilversicherten Gelände zurückzulegen, ehe man das Gipfelkreuz am 1683 m hohen Brecherspitz erreicht. Dort wird man leider von lästigen Mücken bereits erwartet, die das Gipfelerlebnis erheblich beeinträchtigen! Wenig später stieg ich über den schönen Nordgrat ab, bei dem einige I-er Stellen zu meistern sind, die allerdings auch umgangen werden können. Der Pfad führt im oberen Teil durch felsdurchsetze Latschengassen; weiter unten gibt es Schotter. Der Abstieg zieht sich ein wenig, bis man nach 20 Minuten schließlich Wiesengelände erreicht. Nun geht es weiter unschwierig den Hang zur bewirtschafteten Ankl-Alm hinab. Ab dort verläuft der restliche Abstiegsweg auf einer langweiligen Forststraße und schlängelt sich rund 4,5 km im Mischwald hinunter nach Neuhaus, wobei er etwa 560 Höhenmeter verliert. Die Forststraße und der Weg zum Bahnhof ziehen sich leider gewaltig.

Comments