Ein neues Hikr-Gipfelchen : Der Glütschstock (2110m)


Publiziert von Alpenorni Pro , 31. Juli 2011 um 22:12.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Frutigland
Tour Datum:21 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T3 - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-BE 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Kiental - Spiggegrund - Glütschalp (1940m) - Glütschstock (2110m) - P. 2227.4 - Schulter 2064 - Eggburgli - Eggmittelberg - Eggmatti - Schindlere - Spiggegrund - Kiental

Eine "schöne Graskuppe, die aus der Tiefe des Spiggegrunds mit einer mächtigen Felswand eindrucksvoll erscheint" , so steht`s im SAC-Berner-Voralpenführer geschrieben. Wer vom Kiental aus auf die Schwalmere geht, der marschiert in einem Halbbogen rechterhand um diesen Talwächter herum, der den untersten Seitenast des Schwalmere-SW-Grates bildet.
Schon im letzten Sommer war er uns ins Auge gesprungen und weckte Vorfreuden auf grasig-sonnige Gipfelfreuden mit spektakulären Tiefblicken inklusive.
Nur war das Wetter in unserem diesjährigen Sommerurlaub alles andere als sonnig - statt Sonnencreme war Regenjacke angesagt, auch im schönen Kiental.
Nichtsdestotrotz gelang uns hier doch aber eine formidable Rundtour, die wir weiterempfehlen können, bei gutem Wetter sicherlich mit Sternchen !.
Start am frühen Morgen im stillen Kiental (958m), und durch den in morgendlicher Einsamkeit erwachenden Spiggegrund in angenehmer Steigung auf dem Talsträsslein bis in den hintersten Winkel, Steiwengi, wo einen im wilden Kessel das Tosen der Wasserfälle aus dem Hohkiener Einzugsgebiet empfängt. Auf dem Alpsträsslein nach Glütschnessli (1638m). Hier zweigt linkerhand der weiss-rot-weiss markierte Bergweg Richtung Schwalmere ab.
Man folgt ihm durch blumenübersäte Wiesen, direkt unter dem himmelwärts strebenden Turm des Glütschstockes entlang, aufwärts bis zur Alp Glütsch (1940m).
Bis hierher gut 3 Stunden Marschzeit.
Direkt an der Alp zweigten wir nun scharf links ab und bewegten uns auf Viehpfaden und terassenartigen Grasbändern ansteigend auf den NW-Grat des Glütschstocks zu, der ihn mit dem P.2227,4 am Britterehörnli verbindet. Eigentlich ein unproblematischer Anstieg, abgesehen vom teils klitschnassen Gras und dem patschigen Gestapfe - eine tiefe geröllige Runse nach 2/3 der Strecke ließ sich auf Viehspuren gut überwinden, teils sackte die Sichtweite auf schemenhafte Nebelkonturen ab, aber bald war der schöne Grasgrat erreicht. Ab hier genießt man beste Tief- und Ausblicke und steuert auf einer Pfadspur direkt am Grätlein auf die Gipfelfläche zu. Eine etwas exponierte Stelle beim Übersteigen eines Weidezauns (!) noch, und die herrliche Graskanzel ist erreicht, und die Hikr-Erstbesteigung perfekt !! :-)
Die Gipfelfläche des Glütschstocks ist sehr eigenartig geformt. Sie besteht aus einem halbrunden Grasrücken, der an seinen Enden zwei schöne Graskuppen bildet, von denen aus es abrupt und haltlos in die Tiefe geht. Vorsicht an den Rändern ! : teilweise bildet das Gras dort regelrechte kleine erddurchsetzte Wächten aus !
Zeit ab Glütsch : ca. 3/4 Std.
Das Wetter besserte sich nun freundlicherweise noch einmal, und so setzten wir unseren Gang fort - auf dem hübschen Grasgrat zurück und mehr oder weniger weglos weiter auf ihm zum P.2227.4 am Britterehörnli. Für versierte T6-Gänger startet hier der SW-Grat zur Schwalmere mit der Felswand am Britterehörnli - wir hingegen sahen uns nun bald schon einem prasselnden Regen ausgesetzt, der uns in den folgenden Stunden zu durchnässen trachtete. Nochmals geht es nun über Grashänge bergab, direkt zur Schulter 2064. Dort hat man nochmal die Möglichkeit zu einem spektakulären Tiefblick auf den Spiggegrund - und tolle Flora in den Kalkbänken dazu !
Hier trifft man auch auf den markierten Bergweg, der in Richtung Latrejefeld führt. Ein feuchtes, stotziges Unterfangen an diesem Tage. Um die Alp Eggburgli herum ein einziges Schlammwaten bei gleichzeitigem Guss von oben. Der Weg verliert sich hier und da und scheint eher selten begangen zu werden, führt aber gut markiert nach Eggmittelberg. Hier hatte auch der Regen ein Einsehen und später, wieder unten im Spiggegrund ( Abstieg über Schindlere, steil aber zu empfehlen !) kam sogar noch die Sonne kurz zum Vorschein.
Glütschstock - P. 2227.4  gut 1/2 Std.
P. 2227.4 - Kiental knapp 4 Std.







Tourengänger: Alpenorni


Galerie


Slideshow In einem neuen Fenster öffnen · Im gleichen Fenster öffnen

T2
19 Jun 11
Schwalmere/Bike&Hike · tenor
T4
T3
1 Aug 12
Schwalmere · Aendu
T5- II
T3 ZS

Kommentare (1)


Kommentar hinzufügen

bidi35 hat gesagt: Gratuliere...
Gesendet am 1. August 2011 um 13:13
...zum neuen Hikr-Gipfelchen.
1400 Höhenmeter sind doch auch nicht NICHTS!!

LG Heinz


Kommentar hinzufügen»