Val Calnegia


Publiziert von Henrik , 9. August 2007 um 20:30.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum: 3 August 2007
Wandern Schwierigkeit: T1 - Wandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-TI   Gruppo Pizzo Biela   Gruppo Pizzo Solögna 
Zeitbedarf: 5:00
Aufstieg: 350 m
Abstieg: 600 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV - alpines Ticket Eingeschränktes Angebot für PW PP
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV Genügend PP für PW
Unterkunftmöglichkeiten:Locarnese
Kartennummer:Historische Wanderwege

Erneut nahm ich mir das Val Calnegia vor! Es lohnt früh aufzubrechen, wie wir es im Abstieg dann bestätigt bekommen haben – im Gänsemarsch waren die Massen unterwegs!

 

Das Val Calnegia scheint eine beinahe mystische Faszination auszustrahlen, man erreicht den Einstieg in Foroglio – über eine Steilstufe stürzt hier die  Fiume Calnegia über 150 m in die Tiefe. Gleich neben der Brücke liegt ein Grotto – wo das Rauschen und die Lichtorgeln des weissen Falles deutlich wahrzunehmen sind und sich dessen wohl keiner entziehen kann.

 

Jetzt zuerst alle aufgeregten Wanderer vor lassen – wenn ich beginne zu steigen, möchte ich nach vorne frei atmen können. Meine Begleiterin stimmt dem zu. Wir verweilen noch etwas am Rinnsal der Bavona und brechen dann auf. Der Pfad windet sich in einigen Serpentinen, die sehr gut ausgebaut sind, hinauf nach Puntid, daselbst eine kleine Bogenbrücke den Fluss quert. Die paar Rustici und die gigantischen Felsblöcke, die so typisch für das

Val Calnegia sind, entlocken dem Besucher dieses Plätzchens ein Aha!

 

Im schattigen Buchenwald, dessen Bäume aber längst nicht die Wuchshöhe des Mittellandes haben, gelangt man sanft ansteigend nach Gerra. Hier können die vers. Spluis besichtigt werden. Gerra wird im Sommer bewohnt – sowohl die kleinen Rustici wie auch das grosse Splui – die Technik ist heute mit dabei, der ohrenbetäubende Lärm einer Handsäge zerreist die vormalige Stille....auch hier oben.

 

In Calnegia gibt es Möglichkeiten weiter aufzusteigen: in 8 Stunden hinüber nach Bosco Gurin oder via die Laghi di Crose nach Antabia. Gleichen Weges wieder zurück nach Foroglio – uns rollen Massen entgegen.

 

Wir beschliessen, von hier der Transhumanza  zu folgen, die ich an anderer Stelle schon mal beschrieben habe. Diesmal, da genügend Zeit vorhanden, verfolgen wir diesen alten Kulturweg bis nach Bignasco. Und erfreuten uns an den spärlichen Begegnungen entgegenkommender Wanderer. Zuletzt querten wir die Bavona in Cavergno auf einer schmalen, schwankenden Hängebrücke – in Bignasco flirrte die Wärme wie in einem Western über dem Tarmac...

 


Tourengänger: Henrik

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Kommentare (1)


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Omega3 hat gesagt: Kompliment!
Gesendet am 9. August 2007 um 23:38
Leider nur ein Foto, dafür umso schöner.
In der Kürze liegt die Würze!
Sehr schöner Bericht, danke
En Gruess
Ω


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