Passo Quadrella oder verhinderte Gipfeltour zum Madone/Batnall


Publiziert von pizflora , 18. Juli 2011 um 18:55.

Region: Welt » Schweiz » Tessin » Locarnese
Tour Datum:16 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T4- - Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Gruppo Pizzo Biela   Gruppo Pizzo Quadro   CH-TI 
Zeitbedarf: 6:30
Strecke:Bosco Gurin

Am Wochenende sagte jeder Wetterbericht etwas anderes voraus - als unverbesserliche Optimistin glaubte ich dem besten und hielt es für möglich, am Samstag eine Tour zum Madone/Batnall oberhalb von Bosco Gurin zu machen, auf wessen Gipfel es 100jährige botanische Aufnahmen zu wiederholen gibt. Am Freitag also mit dem letzten Bus nach Bosco Gurin und Aufstieg zur Capanna Grossalp, wo ich mich mit zwei Mitwandererinnen treffe, welche von Pomatt /Formazza über einen der alten Walserpässe angereist sind. Wir kriegen ein Zimmer für uns, das ist sehr nett, und der einheimische Käse zum Apéro rettet uns vor dem Verhungern.

Die grosse Schuttrinne N des Gipfels sah aus der Distanz steil, aber machbar aus, allerdings war uns der beste Verlauf im oberen Teil, wo einige Felsen das Couloir verschmälern, nicht klar. Das wollten wir uns am Morgen zuerst aus der Nähe bzw. aus einer anderen Perspektive anschauen. Dazu kam es allerdings dann nicht, da schon ab ca. 8h die Nebeluntergrenze sich bei ca. 2100m einpendelte und wir "unseren" Berg nie mehr zu Gesicht bekamen. Ohne Sicht war uns aber dieser Anstieg zu heikel bzw. unsicher, und so musste ich mich zum ersten Mal in unserem Gipfelflora-Projekt für "no go" entscheiden. Wenn das Wetter uns weiterhin so im Stich lässt, wird es auch nicht das letzte Mal gewesen sein.

Also widmeten wir uns dem rekreativen Wandern statt Arbeiten, und gingen über den Passo Quadrella zur darunterliegenden Alp (Quadrella di Fuori), und auf dem Wanderweg entlang der S-Hänge von Kleinhorn, Grosshorn und Pizzo Bombögn zur Alp Pian Crosc unterhalb des gleichnamigen Passes. Während wir bis dahin hauptsächlich im Nebel unterwegs waren, aber auch noch ab und zu ein blaues Stück Himmel sahen, schiffte es bei der Alp dann richtig los und hörte nicht mehr so recht auf. Zum Glück hatten wir da den exponiertesten Teil des Weges, ein plattiger Lawinenzug SO des Gipfels des Bombögn, schon hinter uns, denn bei Regen hätte die Querung der Platten echt ungemütlich bzw. gefährlich werden können. Für Höhenängstliche ist der Weg, wie viele andere im Tessin, eh nicht zu empfehlen, denn Tiefblicke und schmale Wegpartien sind garantiert.

Wegen des schlechten Wetters entschlossen wir uns zum Abstieg im Wald nach Cerentino. Wir wurden belohnt durch eine Kappe voll Eierschwämm, die jetzt zu Hause darauf warten, von mir verspeist zu werden....

Tourengänger: pizflora


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