Höch Hund N-Kante - Druesberg Süd


Publiziert von Delta Pro , 18. Juli 2011 um 08:42.

Region: Welt » Schweiz » Schwyz
Tour Datum:16 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-SZ   Östliche Sihltaler Alpen   Nördliche Muotataler Alpen   Zürcher Hausberge 
Zeitbedarf: 4:30
Aufstieg: 1420 m

Kurze, schnelle Tour, dort wo die Voralpen am schönsten sind
 
Höch Hund – Chlädächer - Druesberg. Mittlerweile bezeichne ich diese Gipfel schon fast als meine zweite Heimat. Immer wieder zieht es mich dort hinauf. Eine ähnliche Tour hatte ich das letzte Mal im Oktober 2008 gemacht. Heute wollte ich eine weitere Informations-Lücke im Hinteren Sihltal schliessen, nämlich der direkte Aufstieg auf den Höch Hund über die Nordkante. Diese stellt in der dreiseitigen Pyramide des Berges eigentlich die logische Linie für einen Aufstieg aus dem Sihltal dar. Umso erstaunlicher, dass es weder Berichte dazu, noch eine Beschreibung im SAC-Führer gibt. Solche Routen mag ich am meisten! Der Aufstieg über die N-Kante ist tatsächlich wunderschön und gut zu machen. Erstaunlicherweise ist der felsige Teil fein säuberlich markiert und – man höre und staune – sogar mit ein paar Bohrhaken und einer Abseilstelle ausgerüstet. Sportklettern am Höch Hund – na ja, es gibt wohl Berge mit besserem Fels…
 
Start um 7.50 Uhr im Gribschli. Nach dreiviertel Stunden hatte ich das Ende der Wege erreicht und machte mich daran auf den weiten Schuttfächern gegen den Hund aufzusteigen. Ein anderer Wandersmann, der fast gleichzeitig wie ich unten gestartet war, kam exakt zur gleichen Zeit auf einem anderen Weg dort an und wir kamen ins Gespräch. Das Ziel des Bündner Voralpen-Novizen war ebenfalls der Höch Hund und so schlossen wir uns zusammen. Die N-Kante zum Hund auf weiten Teilen eine schöne Gratwanderung über einen grasigen Kamm, die keine grösseren Schwierigkeiten bieten. Bei einigen etwas steileren Stellen kommen kurz die Hände zum Einsatz. Bis unter den Gipfel ist die Route aber nicht mehr als T4. Sie ist jedoch wunderschön! Immer die steil aufschwingende, felsige Pyramide des Gipfels im Blickfeld, durch blumige Wiesen. Rund 60 Höhenmeter unter dem Gipfel wird’s dann anspruchsvoller – ab hier weisen blaue Pfeile und Punkte den Weg über die einigermassen festen Felsaufschwünge, über die man von Terrasse zu Terrasse klettert (T5+, II). Trotz der Begehungsspuren müssen Griffe und Tritte auf ihre Festigkeit überprüft werden. Der letzte Aufschwung ist dann senkrecht und extrem brüchig. In einer Rinne gleich links der Kante habe ich ihn angeklettert. Hier käme man hoch (III). Das Risiko einen losen Block zu erwischen war mir aber zu hoch und so folgten wir den Markierungen über das gut begehbare Band nach links und stiegen über den E-Grat (kurz ausgesetzt) zum Gipfel. Das Gipfelbuch zeigt, dass der Berg nach wie vor recht beliebt ist.
Weiter auf der klassischen Gratroute zum Teuf Hund, den man in einer kurzen, exponierten Kraxelei (II) erreicht. Weiter über Felsstufen zum Gipfelpilz der Chlädächer, der zwei Wanderer auf seinem Kopf noch immer ohne einzustürzen duldet. Da noch Zeit war queren wir die Südflanke des Druesberg und über die anderswo schon bestens beschriebene Südkante, die immer wieder absolut genial ist geht’s auf den Druesberg-Gipfel (T6, II). Abstieg gegen die Druesberg-Hütte und am Pfannenstöckli vorbei in den Sattel vor dem Biet und auf einer tief-grasigen Direttissima-Variante runter zur Alp und nach Gribschli.
 

Tourengänger: Delta

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Kommentare (1)


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Alpin_Rise hat gesagt: Höch der Hund, tief das Tal...
Gesendet am 18. Juli 2011 um 10:08
Da bist du ja ganz schön auf den Hund gekommen!
Sind wir auch, aber leider am Haggenspitz; Bericht folgt.

Viel Spass im fernen Süden,
G, Rise


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