Ferdenpass


Publiziert von Baeremanni Pro , 5. Juli 2011 um 12:13.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Mittelwallis
Tour Datum: 4 Juli 2011
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 7:30
Aufstieg: 1332 m
Abstieg: 1906 m
Strecke:Lauchernalp - Kummenalp - Ferdenpass - Leukerbad
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV Postauto bis Wiler, dann Seilbahn nach Lauchernalp
Zufahrt zum Ankunftspunkt:öV ab Leukerbad
Kartennummer:263 T Wildstrubel + 264 T Jungfrau

Start auf der Lauchernalp, wo ich am letzten Freitag die Tour über den Lötschenpass abgeschlossen habe. Nun wieder auf dem gleichen Weg ein Stück zurück bis zur Kummenalp. Hier ist zwar ein Wegweiser zum Ferdenpass, der zeigt nicht ganz eindeutig auf den einzuschlagenden Weg. Es ist sinnvoll ca. 50 Meter auf dem Fahrweg Richtung SW zu gehen,dann den rechts abzweigen und durch die Siedlung. Hier trifft man auf den Alpweg dem Bach entlang Richtung Chasteli. Nun recht angenehm steigend bis P.2520. Ab hier sind es nur noch Wegspuren, jedoch wie bisher sehr gut weiss-rot-weiss als Bergweg markiert. Ich habe noch einige Schneefelder angetroffen und diese auch begangen, da bequemer als durch die Schroffen und Blöcke zu "zaubern". Nun ja, es sollte noch böser kommen, doch davon später. Schlussendlich gibt es noch einen kurzen Aufschwung auf den Ferdenpass.Nach einer ausgiebigen Mittagsrast habe ich mich dann auf den Abstieg nach Leukerbad. Auf was die eigenartigen Hieroglyphen beim Beginn bedeuten sollen ist mir auch heute noch nicht klar.
Aber nun fing das "Vergnügen" an. Blocke und Schroffen soweit das Auge reicht. Es hat zwar Bergweg-Wegzeichen noch und noch, ein Verirren, mindest bei diesem sichtigen Wetter, scheint ausgeschlossen. Nun ist Blockwandern angesagt. Was ich vielleicht in jüngeren Jahren durchgehüpft bin, doch mit über 70 Jahren auf meinem Buckel ist es nun nicht mehr ganz so lustig. Dazu alles fast in der extrem steilen Falllinie. Ich staune, dass da nicht schon der halbe Berg auf der Alp unten liegt. Das ging nun so ca. 500 Höhenmeter hinunter. Gottseidank sturzfrei! Nun, auch diese Uebung hatte ein Ende. Im weiterhin steinigen Gelände, nun aber wesentlich feiner, waren vereinzelt Wegspuren zu finden. Doch dann im grasigen Gelände nur noch weiss-rot-weisse Wegzeichen, Spuren muss man zwischen den Alpenrosen und anderen Büschen selber. Am einfachsten geht man auf der Rippe zwischen zwei Bächen bis zum Wanderweg, welcher von der Flüealp zur Flüekapelle führt.
Kurz vor der Flüekapelle eine schöne Hängebrücke über den Oberlauf der Dala. Vor der Kapelle treffe ich auf die ersten Wanderer des Tages, ein Vater mit Sohn und Tochter, welche von der Lötschenhütte über die Gitzifurggu kamen.
Nach einem kurzen Blick in die in eine Höhle hinein gebaute Kapelle geht der Weg nun rechtsufrig meist hoch über der Dala talauswärts. (Nun noch maximal T2). Schön den Wegweisern folgend komme ich nun auch noch in den Genuss des interessanten Weges durch die Dalaschlucht. Sehr eindrücklich, was da in die Schlucht hinein gebaut wurde.
Dann noch etwa weiter dem Fluss entlang und in wenigen Minuten bin ich am Ziel in Leukerbad. Eine wahrlich abenteuerliche und lange Wanderung findet hinter dem obligatorischen grossen Bier ihr Ende.

Eine Schlussbemerkung zur Klassierung sei mir noch erlaubt:
War der Aufstieg von der Kummenalp zum Pass eher ein Genusswandern, Klassierung bei diesen Bedingungen höchsten T3, so muss ich für diesen Abstieg samt Blockgehen (Schlüsselstelle) ein T5 geben. Somit auch die Wertung für die gesamte Route als T5.


Tourengänger: Baeremanni

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