Weissmies Ueberschreitung


Publiziert von Jonas , 23. Juli 2007 um 15:36.

Region: Welt » Schweiz » Wallis » Oberwallis
Tour Datum:22 Juli 2007
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-VS 
Zeitbedarf: 2 Tage
Strecke:Saas Almagell - Saas Almageller Huette - SSE Grat - Weissmies - Weissmies Huette - Saas Grund

Von Saas Almagell auf die Saas Almageller Huette. Im Aufstieg durchnaesst uns ein eiskalter Regen, bei der Huette angekommen scheint die Sonne wieder. In der Nacht regnet es lange, auch noch nach Mitternacht. Um 4:30 machen wir uns auf den Weg, es regnet nicht mehr doch rund um sieht man nur Nebel. Allmaehlich verzieht sich dieser aber und einige Sterne zeigen sich. Der Weg zum Zwischbergenpass ist mit Wanderzeichen gekennzeichnet, allerdings sind die nicht immer gut zu sehen. Die Route ist aber so logisch und der Pass von weitem sicht- oder erahnbar, dass er nicht zu verfehlen ist. Den Pass erreichen wir nach etwa 3/4 Stunden. Von da an liegt 5 - 10 cm frischer Schnee auf den Felsen. Wir waehlen den Aufstieg ueber den Grat und nicht wie die meisten ueber das Schneefeld oestlich davon. Der Grat ist einfach, in den meisten Teilen muss man nicht klettern und wenn, dann ist es sehr einfach. Kurz bevor sich die Schneefeld- und die Gratroute treffen gibt es eine Scharte die leicht ausgesetzt ist. Aber auch da sind die Griffe sehr gut. Da der Fels leicht rutschig ist, packen wir kurz das Seil aus. Dies wird aber auch die einzige Stelle sein und es waere nicht zwingend notwendig. Nebelschwaden, das Morgengrauen und der Neuschnee machen den Aufstieg unglaublich stimmungsvoll.

Die schoensten Kletterstellen kommen nach dem Zusammenschluss der beiden Routen. Der Fels ist gut und auch die Neuschneeauflage stellt kein Problem dar. In einfacher Kletterei geht es immer dem Grat folgend bis zum Gipelgrat. Dieser ist relativ breit und nicht verwaechtet. Die Spurarbeit durch den frischen Schnee und die Harschschneeschicht darunter zehrt noch ein letztes Mal an den Kraeften. Dann stehen wir kurz vor 8 Uhr auf dem Gipfel. Die Aussicht ist bescheiden: Nebelfetzen versperren die Sicht, doch immer wieder reisst es kurz auf und wir koennen Richtung Italien schauen. Den Mailaender Dom, wie im SAC Fuehrer versprochen, erblicken wir allerdings nicht. Im kalten Wind warten wir bis sich das Wetter bessert. Im Nebel den Gletscher runter macht einfach keinen Spass. Doch nach 20-30 Minuten wird die Sicht schon viel besser. Wir steigen auf der Normalroute Richtung Weissmies Huette ab und begegnen bald einer etwa 50 koepfigen Einerkolonne die sich den Weg durch den frischen Schnee nach oben bahnt. Der Weg den sie hinterlassen ist so schoen ausgetrampelt, dass wir im Nu am Ende des Gletschers ankommen. Bis zur Mittelstation auf 2397m steigen wir ab. Dort nehmen wir ein Trottinet und bewaeltigen die letzten 900 Hoehenmeter rollend. Eigentlich koennten die Abstiege immer so muehelos sein. Noch vor dem Mittag treffen wir in Saas Grund ein.

Der einzige Wermutstropfen: Die Kamera gibt schon kurz nach Saas Almagell beim Gruppenphoto ihren Geist auf.

Tourengänger: Jonas

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