Amden – Sichelchamm: Churfristen-Tour Plus


Publiziert von Delta Pro , 29. Juni 2011 um 08:57.

Region: Welt » Schweiz » St.Gallen
Tour Datum:27 Juni 2011
Wandern Schwierigkeit: T6 - schwieriges Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: Churfirsten   CH-SG   Alvier Gruppe 
Zeitbedarf: 16:45
Aufstieg: 5470 m
Abstieg: 5670 m
Strecke:45 km

5500 Höhenmeter, 15 Gipfel, 45 Kilometer – die lange Bergtour: ein Abend, eine Nacht und ein Morgen. Die halbe Verwirklichung eines „unmöglichen“ Projektes, welches für mich unmöglich blieb – und trotzdem ein schöner Erfolg wurde.
 

Noch nie war ich der Mann der lang gehegten Projekte in der Schublade. Dieses Projekt kam mir erst eine Woche zuvor in den Sinn: Der Plan war es zwei Monstertouren in eine zu kombinieren. Nämlich die Traverse der Churfirsten-Kette, inklusive der „neuen Churfristen“, und dann weiter über die gesamte Alvier-Kette bis nach Sargans. Schon bei der groben Planung schüttelte ich den Kopf. Kann man das wirklich in einem Tag schaffen. Die Marschplanung zeigte: man kann, muss dabei aber 7000-8000 Höhenmeter und viele T6-Stellen (besonders im zweiten Teil) in Kauf nehmen. Also machte ich mich an die Vorbereitung.
 
Um das Resultat vorneweg zu nehmen: Es hat nicht gereicht. Nicht wegen äusserer Einflüsse, oder wegen Erschöpfung, sondern wegen dem Kopf. Nach einer durchwanderten Nacht und 5000 Höhenmetern in den Beinen fühlte ich mich nicht mehr genug fit, um das T6+ zwischen Sichelchamm und Gamsberg in Angriff zu nehmen (das ich von dieser Tour her kannte). Ich musste mir klar eingestehen, dass dort für mich die obere Grenze von dem liegt, was ich verantworten kann. Besonders im Zustand der Erschöpfung, den ich zwar zu diesem Zeitpunkt nicht spürte. Mich erfüllte die Entscheidung zur Umkehr mit Genugtuung. Auch wenn man viele Stunden auf ein grosses Ziel hingearbeitet hat, muss man im richtigen Moment aufhören können. Es blieb der Erfolg von meiner nach der grossen Wägital-Rundtour immerhin zweitgrössten Tour und keinerlei Enttäuschung über die verpasste Gauschla Chammegg. Und nicht zu vergessen ist: Das war wohl die erste Churfirsten-Tour, die sich komplett in der Nacht abspielte – es gibt kaum Sinnloseres! Nachttouren, da gäbe es für Freaks noch viel zu holen, das noch niemand gemacht hat. Ich fand’s ein nettes Erlebnis, müsste es jedoch nicht zur Gewohnheit machen…
 
Wichtig bei solchen Unternehmungen, bei denen man sich an der Grenze der körperlichen Leistungsfähigkeit bewegt, scheint mir, dass man besonders in von der Orientierung her  oder technisch schwierigen Passagen keine bösen Überraschungen erlebt. Ein paar wenige „weisse Flecken“ auf der Landkarte sind jedoch nicht mal schlecht, da sie die Konzentration hoch halten. Die Churfirsten Traverse kannte ich von meiner ersten grossen Gipfel-Weitwanderung vor 9 Jahren. Die Überschreitung der Alvier-Kette vom Gamsberg her hatte ich vor genau einem Jahr mit Maveric unter die Füsse genommen. Dies legte es nahe, dass die einzige Vorbereitungstour zur Errichtung eines Wasserdepots zum Sichelchamm führen sollte. Der Übergang vom Höchst hatte ich 2002 zwar auch mal gemacht, war mir aber nicht mehr richtig geläufig. So brach ich am Tag vor dem Grossangriff mit sglider zu einer schönen Rundtour zum Sichelchamm auf – eigentlich eher zu viele Höhenmeter unmittelbar vor einer Monstertour.
 
Erstaunlich fand ich vor allem, dass ich die ganze Nacht hindurch und auch am nächsten Morgen kaum mit Ermüdungserscheinungen zu kämpfen hatte. Rein körperlich hätte es wohl auch noch für die 2000 noch ausstehenden Höhenmeter bis Sargans gereicht. Aber nicht mehr für scharfe T6-Routen. Das weiss ich jetzt! Eine weitere interessante Erfahrung was Müdigkeit beim Wandern betrifft durfte ich am Nachmittag nach der Tour machen. sglider holte den Wandersmann in Sennis ab. Da meine Tour ja schon am Vormittag beendet war, blieb noch fast der ganze Tag für gemütliches Sommer geniessen. Beim Spazieren auf den Wegen um Sennis schaffte ich es doch tatsächlich, durch meine Begleiterin am Arm geführt, während dem Gehen einzuschlafen. Ich wusste nicht, dass der Mensch schlafen und gleichzeitig wandern kann!
 
 
„Neue Churfirsten“ (T5, II)
Momentan scheint es auf Hikr populär zu sein die letzte öV-Verbindung an den Ausgangspunkt der Tour zu nehmen. Im Fall vom Arvenbüel ist dies schon um 18.37, was perfekt in meinen Zeitplan passte. Die mir unbekannte Selun-Nordostflanke wollte ich unbedingt noch mit etwas Licht passieren.
Mit (zu) schwerem Rucksack (Getränk und genügend Kalorien wiegen was!) im wunderschönen Abendlicht gegen den Leistchamm und weiter über den Ostgrat, den wir erst vor zwei Wochen schon passiert hatten gegen den Mittleren Leistchamm. Nun ziehe ich den direkten Aufstieg durch die Rinne aufs Gipfeldach, wie schon bei meiner ersten Besteigung im 2005. Der Fels ist gut. Ab und zu muss man aber recht zupacken, ich empfinde die Schwierigkeit schon eher als III (steiles Trottoir?). Abstieg auf der Normalroute (T5) und weiter auf den Vorder Leistchamm. Zu meinem Erstaunen ist die Ostflanke auch nach diesem heissen Tag noch feucht und so ist’s eine unangenehm rutschige Angelegenheit bis ich auf dem Gocht-Weg bin. Weiter durch Blöcke, die Westflanke und das Band (T5) auf den Nägeliberg. Weiter im immer grandioseren Abendlicht – Sonnenuntergangstouren sind absolut zu empfehlen! – auf den Schären. Im steilen Abstieg über den Ostgrat (T5, II) verschwindet die Sonne – eine lange Wandernacht steht bevor. Über eine kleine Felsstufe auf den Wart. Der letzte Eintrag beim grössten Gipfelkreuz der Churfirsten-Kette auf dem unscheinbarsten Gipfel stammt von meinem Churfirsten Total Vorgänger xaendi. Durch unglaublich mühsames, hüfthohes Kraut, das jeglichen Blick auf Tritte verdeckt, geht es die steile Ostflanke des Wart runter, Querung und vor der Steilstufe zurück auf den Grat. Um 22 Uhr – ich liege immer noch exakt im Zeitplan – erreiche ich den Selun. Die ersten 7 Gipfel in 2 Stunden, eine gute Vorlage. Erst am Tag darauf erfahre ich, dass Merida hier vor nur wenigen Stunden seine Churfirsten Tour abgeschlossen hatte.
 
Toggenburger „Seven Summits“ (T4)
Das Licht reicht gerade noch aus, um das Band einzusehen, über das man durch die Selun Ostflanke steigen kann. Wahrscheinlich erwischte ich sogar das falsche (ich nahm das erste, eines zu früh?). Auf jeden Fall ging’s, auch wenn es teilweise recht abschüssig (T5), und im feuchten Gras etwas unangenehm war. Rucksackdepot am Fuss des Frümsel und federleicht ohne Stirnlampen-Unterstützung zum Gipfel, auf dem ich eine knappe Stunde nach dem Selun eintreffe. Ab jetzt ist ohne Lampe nichts mehr zu machen. Auf den Wanderwegen ist dies jedoch kein Problem und selbst die Querungen zwischen den Churfirsten-Rücken bereitete mir viel weniger Orientierungs-Schwierigkeiten als gedacht. In den nächsten Stunden konnte ich mich in die Gipfelbücher von Brisi, Zuestoll und Schibenstoll eintragen. Oben angekommen schaltete ich jedes Mal für einige Minuten die Lampe aus. Wunderschön, die pechschwarze Nacht, die Stille und Ausgesetztheit zu spüren. Gleich nebenan geht es in die Tiefe. Nur wo? Keine Sorge, ich sitze sicher auf festem Grund. Ein spannendes Gefühl!
 
Goretex-Jacke gefunden: Man glaubt’s kaum, aber die Nacht brachte mir sogar noch Fundgegenstände ein! Am Fuss des Zuestoll stolperte ich über eine Goretex-Jacke mit einem Kletter-Topo in der Tasche. Der Besitzer melde sich per PM bei mir. (Nachtrag 8.7.2011: Hikr ist viel gelesen! Nur drei Tage nach der Tour hat sich der Besitzer bei mir gemeldet.)
 
Als ich im Aufstieg zum Hinterrugg einige Meter neben dem Weg eine Pause einschalte, blitzt plötzlich eine Stirnlampe neben mir auf. Noch so ein Spinner? Mir ist sofort klar, dass es sich hierbei nur um einen weiteren Churfirsten-Begeher handeln kann (dies ist nicht Merida!). Die sind momentan hoch im Kurs! Der andere Nachtwandler ist scheinbar über das unbeleuchtete Phantom ziemlich erstaunt, und starrt mich geraume Zeit an. Mein Gruss an den nächtlichen Wandersmann wird nicht erwidert. Als ich nochmals die Hand zu Gruss erhebe, werde ich eines weiteren stummen Blickes gewürdigt, dann zieht er, den Wanderweg suchend und ein paar leise Worte brummend, seines Weges. Rätselhafte Begegnungen mitten in der Nacht. Für den anderen war ich wohl genau so geheimnisvoll…
Mit dem ersten Morgenlicht treffe ich auf dem Hinterrugg ein. Dort liegt ein Biwakierer draussen im Wind. Auch diesen kann ich nicht begrüssen, halte ihn jedoch auf einem Photo fest. Gut 7 Stunden nach dem Selun und just mit dem Sonnenaufgang erreiche ich den Chäserrugg – die 7 Churfirsten by night sind Wirklichkeit. Für die ganze Traverse von alten und neuen Churfirsten, die noch ein kleines bisschen kompletter ist als xaendis Route, brauchte ich 9 Stunden und 25 Minuten.
 
Zum Sichelchamm (T6, II)
Nun, wie weiter? Ich stand nach fast 11 Stunden Wanderzeit noch immer auf die Minute genau in meinem Marschplan. Doch den Tristencholben mit anschliessendem Abstieg durch die morgenfeuchte Schafreiti erschien mir zu heikel. Somit entschied ich mich, um Kräfte für den zweiten Teil der Tour zu sparen, für den gemütlichen aber weiten Wanderweg zur Nideri. Wie schon vor zwei Tagen geht es an diesem glasklaren Morgen über den Höchst und auf dem Weglein in die Gulms (T4+). Meine Wasserreserven sind jetzt alle und ich freue mich auf das Trinkgelage am Depot. Frisch gestärkt steige ich in die Route über den Nordwestgrat zum Sichelchamm ein. Diese finde ich gar nicht mal so trivial, obwohl von Gecko nur mit T5 bewertet. Die erste Steilstufe erfordert schon beherztes Zupacken und sicheres Stehen, und auch die zweite Steilstufe (ist auch umgehbar, siehe hier) bietet relativ feine Kletterei (II-III). Lustig ist, dass alles fein säuberlich mit (spärlichen) blau-weissen Markierungen versehen ist – freilich keine offiziellen. Auch ein blau-weisser Wanderung muss also kein Trottoir sein, T6, II ist auch eine Möglichkeit! Nach einer letzten einfacheren Stufe wird der Grat erreicht, dem man zum markanten Schichtkopf folgt. Vor 9 Jahren hatte ich diesen noch locker überklettert (IV). Jetzt war mir eher nach Umgehen zumute, was auch die Markierungen vorschlagen (auf dem Band nach links runter und unter den Felsen queren). 14 Stunden nach dem Start in Amden stehe ich auf dem Sichelchamm – yeppa!
Zielsicher steige ich über den Nordostgrat ab und verpasse prompt das Band. Dafür finde ich Spuren ehemaliger Bergwerkstätigkeit in exponiertester Lage. Kann das sein? Ich kann es mir fast nicht vorstellen, vielleicht eine Fehlinterpretation. Ein Band zu tief finde ich dann doch noch den Einstieg in die Ostflanke (T6) und steige gegen die Scharte ab. Beim Anblick der „Gämsenautobahn“ über den Verbindungsgrat zum Schiffsberg beginnt’s zu kribbeln. Ich erinnere mich an das Gefühl anlässlich der letzten Begehung. Sogar ein dani_ schreibt, dass er sich auf dieser Passage „unwohl“ fühle. Unter dem Strich muss ich eingestehen, dass ich unter den aktuellen Zuständen mental nicht in der Lage bin, die Passage sicher zu meistern und ich steige wieder auf den Sichelchamm auf, diesmal auf dem richtigen Band (T5).
Gemütliche Pause und Abstieg über die Chnorren – im Vergleich zu vorgestern bei bestem Wetter – nach Sennis und gegen den Parkplatz, wo mir sglider entgegen kommt. Die Monstertour ist hier abgeschlossen. Ohne Rucksack und mit Sandalen an den Füssen lässt sich’s jetzt frohgemut weiterwandern. Wir spazieren wieder hinauf nach Sennis, geniessen ein feines Mittagessen im Kurhaus und marschieren dann zurück zum Parkplatz Pt 1077 – ich teilweise vor mich hin dösend…

Und zum Schluss noch eines: Monstertouren sind Kopfsache!
Wenn man Aufstiege zwischen den dritten und den vierten Tausend Höhenmeter macht, kommt es nur noch sekundär auf die Kondition drauf an - alles tut weh, man will kaum noch essen, der Weg scheint endlos... Ein klares Ziel vor sich zu haben und daran zu glauben, dass man es erreichen will und kann, ist da das Allerwichtigste. In diesem Sinne habe ich die Tatsache, dass ich die 5500 Höhenmeter ohne ein ernsthaftere Krise durchstehen konnte wohl zu einem grossen Teil der fachkundigen, mentalen Vorbereitung durch sglider in den Stunden vor der Tour zu verdanken. 
 

Durchgangszeiten:
Amden, Arvenbüel: 18.40
Leistchamm: 19.55
Nägeliberg: 20.55
Selun: 22.00
Frümsel: 23.00
Brisi: 0.30
Zuestoll: 1.55
Schibenstoll: 3.20
Chäserrugg: 5.20

             => 7 Churfirsten (Selun-Chäserrugg): 7h 20min
             => Churfristen Plus (Leistchamm-Chäserrugg): 9h 25min

Höchst: 7.00
Sichelchamm: 8.35
Sennis Pt 1070: 11.20

Tourengänger: Delta

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Kommentare (12)


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pizflora hat gesagt: wow...
Gesendet am 29. Juni 2011 um 09:34
...super leistung - die gemachte tour UND das abbrechen...

Henrik hat gesagt: Glanzleistung uneingeschränkt ....mit einer Frage
Gesendet am 29. Juni 2011 um 10:04
Du schreibst
> Ich wusste nicht, dass der Mensch schlafen und gleichzeitig wandern kann!
eher
> teilweise vor mich hin dösend
schon eher...

Noch habe ich keine Studie gefunden, die beides bestätigen würde..aber Sekundenschlaf ist ja ohnehin insbs. anderswo verheerend...

Mich freut natürlich, das sglider dich gut nach Hause geleitet hat!



gero Pro hat gesagt: Nochmals: phänomenal !
Gesendet am 29. Juni 2011 um 10:20
Grüß Dich, Delta!

Gratulation nicht nur zu dieser körperlichen Höchstleistung, sondern auch zur Dokumentation Deiner beeindruckenden Nachtwanderung.

Du hast uns (wieder einmal) mitgenommen auf eine Bergtour der Superlative und verstehst es, das bekannte Kribbeln in den eigenen Beinen zu wecken. Speziell das Foto von der Morgendämmerung hat es mir angetan ... da stehe ich gedanklich neben Dir, und wir schauen zu, wie sich die Morgensonne in den makellosen Junihimmel schiebt.

Und ja, auch den Mut, im entscheidenden Moment die eigenen Grenzen zu erkennen, zu respektieren und den Bogen nicht zu überspannen, sondern wieder wohlbehalten ins Tal zurückzukehren, muß man als vorbildlich erwähnen.

Kurzum: alles richtig gemacht - weiter so!

Beste Berggrüße vom Georg

alpstein Pro hat gesagt: Großes Kino
Gesendet am 29. Juni 2011 um 10:28
Den Worten von gero gibt es nichts hinzufügen!

Herzliche Gratulation
alpstein

quacamozza Pro hat gesagt: Begegnungen in der Nacht
Gesendet am 29. Juni 2011 um 10:41
Hallo Delta,

ich bin der "nächtliche Wandersmann" vom Hinterrugg. Habe mich gewundert, dass Du meine zwei Grüße nicht erwidert hast, dafür die Arme gehoben. Das fand ich total komisch, und dann auch die Tatsache, dass jemand nachts durchgelaufen sein soll....ich habe das alles ja erst auf dem Schibenstoll im Gipfelbuch realisiert...Deswegen habe ich auch in mich rein gemurmelt. Ja, Deinen Gruß habe ich nicht gehört, sorry, sorry...ich war wohl noch schlaftrunken...aber dafür hier VIELE VIELE VIELE Grüße und Glückwünsche zu Deiner Tour, auch wenn ich das nicht mehr sozialadäquat finde, was Du machst, also ich hätte da probleme mit meiner Familie...bei mir standen nur die sieben Churfirsten auf dem Programm und da ich langsam laufe, außerdem kenne die Gegend nicht kenne, deswegen hier der nächtliche Aufbruch...ich hoffe, Du nimmst mir das ganze Missverständnis nicht übel...
Bergsteigergrüße von Ulf

Delta Pro hat gesagt: RE:Begegnungen in der Nacht
Gesendet am 29. Juni 2011 um 10:50
;-)
Ist doch der Hammer! Hab's mir gedacht, dass dies auch ein Hikr sein müsste. Nein, nehm's Dir sicher nicht übel. Im Bericht töne ich ja an, dass die Begegnung für Dich genauso schräg wie für mich gewesen sein muss. Und sorry für meine pointierte Schreibweise. Ich fand's einfach eine lustige Anekdote...
Gratuliere Dir auf jeden Fall auch herzlich zu Deiner Tour - gleich 3 Hikrs auf den 7 Churfirsten innerhalb 24 Stunden, das ist schon eine Seltenheit.
Gruss Delta

Alpin_Rise hat gesagt: Fantastische Fotos der Wandernacht
Gesendet am 29. Juni 2011 um 14:00
angesagt und angezogen, wenn auch nicht durchgezogen - allemal imposant!
War wohl weise, dein Mut zum Abbruch, das Wort "unmöglich" birgt wie immer Träume.
G, Rise

maawaa Pro hat gesagt: Wahnsinn !
Gesendet am 29. Juni 2011 um 16:42
Unglaublich...

...die " Monstertourer ", die neue hikr - Elite ! Ihr seid Tiere ! :) Allergrösten Respekt für diese Leistung !

Viele Grüsse...
Marco

Tobi hat gesagt: Unglaublich!
Gesendet am 29. Juni 2011 um 20:32
Herzliche Gratulation zu dieser Leistung, einfach unglaublich!

Ob du's glaubst oder nicht: Beim Kartenstudium ist mir auch schon die Alvierkette als "logische" Verlängerung der Churfirsten-Überschreitung aufgefallen. Aber ich hielt diese Unternehmung für praktisch nicht machbar. Aber du hast nun (fast) das Gegenteil bewiesen.
Ich kann dir in etwa nachfühlen, wie hart es gewesen sein muss, dir nach der schon geleisteten "Vorarbeit" einzugestehen, dass es wohl besser ist, das Risiko nicht mehr einzugehen und die Tour abzubrechen. Dabei im Hinterkopf den Gedanken, dass du diese Strapazen bis hierhin wahrscheinlich nicht so schnell wieder auf dich nimmst, um das Projekt jemals doch noch zu verwirklichen.

Wäre es eventuell aufgrund der Schwierigkeiten besser, die Tour in umgekehrter Richtung anzugehen? Beispielsweise in einer gut beleuchteten Vollmondnacht?

Ich wünsche dir gute Erholung, Gruss Tobi

Merida hat gesagt: Jetzt wird mir einiges klar...
Gesendet am 29. Juni 2011 um 20:36
Grüss dich Delta
MEGA, nicht 'nur' eine Monstertour, sondern das ganze noch durch die Nacht und gespickt mit Klettereinlagen.
Gratuliere dir zu dieser Spitzenleistung.
Schade haben wir einander am Selun nicht den Staffelstab übergeben können ;-)

Übrigens, man kann auch beim Essen einschlafen...

Gruss Merida

AlpinHero hat gesagt: Chapeau...!
Gesendet am 30. Juni 2011 um 13:51
Hi Delta

Einmal mehr lassen mich Deine alpinistischen Taten - gepaart mit dem unverkennbar detalliert und süffig geschriebenem Tourenbericht vor Ehrfurcht staunen...!
Der Kombination von Schwierigkeit und Länge, sowie Dein Hang zu meist einsamen Zielen gebührt meine uneingeschränkte Bewunderung.
Die ehrliche Entscheidung (und somit die Fähigkeit) am richtigen Ort abzubrechen dürfte aus einem guten Alpinisten somit auch einen alten Bergsteiger werden lassen... :-)
Herzliche Gratulation und auf noch so manch genussreiche Tour (auf das Väterchen Neid mir noch oft zu schaffen machen möge......)

Herzlich AlpinHero(-chen)

xaendi hat gesagt: Gratulation!
Gesendet am 1. Juli 2011 um 12:26
Hallo Delta,
herzliche Gratulation zu deiner Monstertour! Krass, in wie kurzer Zeit du es über die 13 Gipfel zum Chäserrugg geschafft hast - und erst noch bei Nacht!
Spannend, zu was der Mensch fähig ist.

Grüsse aus dem kalten Lappland
xaendi


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