Giswiler Stöcke, Brienzer Rothorn (NE-Grat), Tannhorn


Publiziert von Zaza , 20. Juli 2007 um 12:30.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum:13 Juli 2007
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU   CH-OW   Hagleren und Giswilerstöcke   Schrattenflue-Gruppe 
Zeitbedarf: 8:00
Aufstieg: 1800 m
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Zug bis Schüpfheim, Postauto bis Glaubenbielen (ab Sörenberg "Alpine Ticket" für CHF 2.-)
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Postauto Kemmeriboden - Escholzmatt
Unterkunftmöglichkeiten:Brienzer Rothorn, Gasthof Kemmeribodenbad (beachtliches Frühstücksbuffet)
Kartennummer:1189, 1209

Giswiler Stöcke, Brienzer Rothorn NE-Grat und Tannhorn

In der Sommersaison fährt das Postauto gelegentlich über den Glaubenbielenpass. Dadurch wird die lohnende Kraxelei über die Giswiler Stöcke viel besser zugänglich. Dieser Ausgangspunkt ist allerdings unpraktisch, wenn man auch den Stock abklappen möchte...aber alles kann man bekanntlich nicht haben.

Man startet also beim Parkplatz Glaubenbielen und folgt zunächst der Fahrstrasse bis zur Jänzimatt. Von hier kann man auf dem Wanderweg oder direkt (etwas sumpfig) in den Alpogler Sattel (P. 1734) steigen. Nun folgt die hübsche Kraxelei über den NW-Grat der Schafnase. Die Sache ist nicht sonderlich schwierig (einige IIer) und der Fels ist recht gut.

Von der Schafnase kann man über den Grat abklettern oder den kleinen Fussweg wählen, der in die Furgge führt. Von hier folgt man ohne Probleme dem Grat bis zu P. 2072.7, dem ersten Gipfel der Rossflue. Um von hier zum Hauptgipfel (P. 2084) zu gelangen, gilt es, etwas luftig über den Grat abzuklettern. Die Umgehung wäre ostseitig möglich, aber der Höhenverlust beträgt mindestens 200 m.

Nun steigt man über den Ostgrat ab bis etwas unter 2000 m. Hier stösst man auf eine Wegspur, die in die steile Flanke hinein leitet. Man steigt vorsichtig ab, dabei wechseln sich grasige Stellen und kurze felsige Stufen ab. Vom auffälligen P. 1911 folgt man schliesslich einem Weglein in die Chringe.

Der direkteste und aussichtsreichste Weg zum Brienzer Rothorn würde nun via Höch Gumme über den Grat führen. Um den NE-Grat zu begehen, könnte man zurück zum Glaubenbielenpass und mit dem Bus bis zur Talstation der Rothornbahn zurück fahren. Sportlicher, aber auch mühsamer ist der Flankenmarsch. Dazu geht man von der Furgge hinunter bis Fontanen. Ein leicht ansteigender Pfad führt Richtung Mittlist Arni. Kurz vor dieser Alp ist der Pfad durch einen Erdrutsch weggerissen worden, aber eine Umgehung (weiter unten) ist eingerichtet. Im weiteren Verlauf nach Stafel ist der Pfad in sehr schlechtem Zustand, er ist völlig überwachsen und nur die alten Markierungen geben hin und wieder die Bestätigung, dass man ihn nicht verloren hat. So wird auf 1467 m der Wanderweg gekreuzt, der zum Eisee führt.

Nun steigt man gleich wieder weglos Richtung Nesslenstock auf. Erst am Rand einer Erlenzone (im Sommer Weidezaun) findet sich wieder ein Weglein, das zum Schafstall Stäfelitagweid hinauf führt. Vom Stall steigt man sehr steil hinauf in den Sattel (ca. 1790 m) neben dem Nesslenstock. Der Gipfelhang ist an verschiedenen Stellen begehbar, sie sind allesamt steilgrasig und bei Nässe heikel. In der Nähe des Gipfels findet sich ein recht grosses umgestürztes Holzkreuz.

Vom Sattel geht es weiter dem Grat entlang, in Richtung einer auffälligen Scharte. Bevor man sie erreicht, biegt man am besten etwas links ab, um den Aufschwung zu umgehen (die direkte Erkletterung bietet einige sehr heikle Schritte). Man steht nun oberhalb einer weiteren Hütte (1839 m) und steigt gegen die Wand von P. 2128 auf. Bevor man sie erreicht, hält man links, um den langen Felsriegel an der günstigsten Stelle zu überwinden (etwa bei P. 2004). Nun folgt eine hübsche Kraxelei mit einigen luftigen Stellen (in der richtigen Jahreszeit viele Edelweiss) bis zu P. 2128.6. Von hier kann man unschwierig zum Gipfel des Brienzer Rothorns steigen. Bei zu grossem Andrang kann man auch durch die Galerie direkt zur Bergstation der Rothornbahn marschieren.

Bei schönem Wetter ist der Andrang grauslich, so dass es sich empfiehlt, gleich weiter zu gehen. Zunächst folgt man dem markierten Pfad, der durch das sehr steile Lättgässli (Betontreppen, bei hartem Schnee heikel) zum Chruterenboden leitet. Von hier aus ist der Verlauf klar: Immer dem Grat entlang bis zum Tannhorn und dann zur Ällgäu Lücke. Dabei werden kleinere Gipfel wie Briefenhorn und Balmi überschritten. Im Aufstieg vom Wannenpass zum Tannhorn ist der Grat stellenweise ausgesetzt, was vor allem im Abstieg unangenehm ist.

Von der Ällgäu Lücke steigt man dem Wanderweg entlang zur Mirrenegg ab. Hier ist es sehr vorteilhaft, wenn man Autostop machen kann, denn der Wanderweg führt unbegreiflicherweise fast vollständig der Strasse entlang bis Kemmeriboden.


Tourengänger: Zaza

Galerie


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