Sörenberg/Rossweid - Brienzer Rothorn - Arnihaaggen - Schönbüel


Publiziert von Baeremanni Pro , 18. Juni 2011 um 11:19.

Region: Welt » Schweiz » Bern » Berner Voralpen
Tour Datum:15 Juni 2011
Wandern Schwierigkeit: T3+ - anspruchsvolles Bergwandern
Wegpunkte:
Geo-Tags: Brienzergrat   CH-BE   CH-LU   CH-OW 
Zeitbedarf: 5:30
Aufstieg: 1351 m
Abstieg: 808 m
Strecke:Sörenberg/Rossweid - Blattenegg - Chrüterenboden - Lättgässli - Brienzer Rothorn - Eiseesattel - Arnihaaggen - Schönbüehl/Lungern
Zufahrt zum Ausgangspunkt:öV Postauto ab Flühli, Seilbahn bis Rossweid
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Seilbahn Lungern - Schönbühl (Neu im GA), Shuttelbus zum Bahnhof
Kartennummer:244T Escholzmatt (hart an der Blattkante)

Der Mittwoch soll der einzige schöne Tag der Woche sein, also nichts wie los. Mit der Bahn via Bern nach Flühli im Entlebuch, dann mit Postauto der Waldemme entlang bis Sörenberg. Hier schenke ich mir die ersten Höhenmeter und nehme die Seilbahn auf die Rossweid. Noch einen Kaffee im Bergrestaurant, muss sich ja schliesslich aklimatisieren.
Noch steckt das Brienzer Rothorn in den Wolken, ich hoffe, diese lösen sich noch auf.
Nun noch ein paar hundert Meter Asphaltstrasse bergauf bis zum Berghaus Schwarzenegg. Aber dann ist fertig mit Strasse. Auf schönem Wanderweg durch das Moorgebiet um den Hundschnubel herum. Es blüht, es ist eine Pracht. Und wie es halt so ist im Moor, ziehe ich einmal eine Schuh voll Schlamm hinaus. Bis zur Blattenegg auf 1637 MüM hält sich die Steigung in Grenzen.Doch nun geht es auf etwas mehr als einen Kilometer 450 Meter hinauf. Also recht schön steil und es ist gut, ist es noch recht kühl.
Auf rund 1700 MüM  sind am Gegenhang ein Rudel Steinböcke am Wiederkäuen und lassen sich durch mich nicht stören. So gelingen mir auch einige gute Fotos.
Doch es sind noch einige Schweisstropfen die hinunterfallen. Ab dem Chrüterenboden geht es nun etwas flacher bis zum Endaufschwung zum Lättgässli. Aber es sah von Ferne weit böser aus. Offenbar seit einigen Jahren ist hier eine betonierte Treppe bis fast auf den höchsten Punk des Grates.
(Habe diesen Weg letztmals im August 1990 gemacht, da musste man sich noch an Kabeln hochziehen. Habe deshalb ein Bild aus dieser Epoche eingescannt).
Doch jetzt wird der Weg recht flach, dafür an einigen Stellen recht ausgesetzt. Beidseitig geht es steil hinunter und der Weg ist schmal. Mit der nötigen Vorsicht aber kein Problem. In der Fortsetzung wird mir dann klar woher der Name "Lättgässli" kommt. Es ist wirklich lehmig hier (Lätt = Lehm) und bei der herrschenden Feuchtigkeit kommt man leicht ins Rutschen. Ab und zu öffnen sich die Wolken und mit sieht hinunter bis zum Brienzersee. Auch die Brienzer Rothorn Bahn hat recht viel Betrieb und die schönen Dampfloks werden durch Dieselmaschinen unterstützt.
Im Berghaus nehme ich einen kleinen Imbiss. Aber so rasch als möglich verziehe ich mich aus der "Halbschuh-Touristenschar". (Na ja, blüht mir vielleicht auch mal?).
Selbstverständlich gehe ich trotzdem ganz auf den Gipfel. Da dieser wieder in den Wolken steckt, ist der Aufenthalt nur kurz.
Weiter, aber nun talwärts hiunter zum Eiseesattel. Jetzt geht es wieder bergauf, aber recht angenehm. An einigen Punkten öffnet sich der Blick hinunter in den Lammbachgraben und Brienz. Aus diesem Graben kamen denn auch die gewaltigen Schuttmassen welche im August 2005 einen Teil des Dorfes Brienz zerstörten. Schöne Felsstrukturen verleiten nebst Blumen zum Fötelen. Noch einen kurzen Gipfelaufschwung und auch der Arnihaaggen ist Geschichte. Beim Abstieg vom Gipfel zur Zwischenegg quert mann interessante Schieferstrukturen. Nun zieht sich der schöne Weg dem Hang entlang bis zum Punkt "Gibel" mit der Figur "Steimanndli". Nur noch ein paar hundert Meter und das Bergrestaurant Schönbüel, mein Tages-Endziel ist erreicht.
Für den Abstieg nutze ich die Seilbahn nach Lungern hinunter. Wiederum ist eine schöne, genussvolle Wanderung hinter mir.

Tourengänger: Baeremanni

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Kommentare (1)


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laponia41 Pro hat gesagt: Sehr schöner Bericht
Gesendet am 23. Juni 2011 um 16:14
aus einem Gebiet, in dem ich mich in jungen Jahren getummelt habe.

LG Peter


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