Grauspitzentour mit "speziellem" Abstieg


Published by TeamMoomin , 9 June 2011, 23h20.

Region: World » Liechtenstein
Date of the hike: 5 June 2011
Hiking grading: T4 - High-level Alpine hike
Climbing grading: I (UIAA Grading System)
Waypoints:
Geo-Tags: CH-GR   FL 
Time: 8:15
Height gain: 870 m 2854 ft.
Height loss: 870 m 2854 ft.
Route:16,6km

Am letzten Sonntag war ich mit Marco auf der Grauspitze meinem ersten der Seven Summits der Alpen. Der allgemeine Weg wurde von Ihm sehr gut beschreiben, daher verzichte ich auf den Routenverlauf und möchte eher noch ein paar Punkte hervorheben, bzw. mein Senf dazu geben.

(Bericht von Marco (Maawaa): http://www.hikr.org/tour/post36378.html)

Der Aufstieg bis zum Grat, welcher dann auf die hintere Grauspitze führt ist ziemlich Ereignislos hat aber seine Länge. Bei Regen könnte der Grashang eventuell rutschig sein, aber dann hat man auf den Grauspitzengipfeln eh nichts verloren.

Auf dem Gipfel und auf dem Grat zwischen den Gipfeln war ich doch ganz froh meine Hardshell dabei gehabt zu haben, denn es ging ein ziemlich zügiger Wind welcher immer wieder über die Kante abbricht.

Wenn man wie wir direkt über den Grat geht und nicht unten in der Grasflanke quert sollte derjenige der vorgeht sich umbedingt die Zeit nehmen an den Steinen mal ein bisschen zu rütteln, denn es hat sehr viele Steine welche  wesentlich brüchiger sind als es scheint. So haben wir bei unserer Querung einiges an Geröll rausgehauen und ins Tal geschickt. Natürlich nachdem wir geschaut haben dass dort niemand unterwegs ist.

Das Gipfelbuch auf der Vorder Grauspitze von welchem Sputnik  in seinem Bericht geschrieben hat, konnten wir trotz längerem Suchen leider nicht finden, vielleicht bringt ja mal wieder Irgendwer ein neues hinauf.
Das Gefühl wieder ein neues Projekt gestartet zu haben begeistert mich total, und ich freue mich auf die anderen 6 Gipfel und deren Länder! Besonders auf den Triglav Nationalpark bin ich gespannt.

Gleich vorneweg möchte ich sagen, dass die Abstiegsvarîante welche wir gewählt haben ich eher niemandem empfeheln kann. Nicht weil es hier auf dem Forum keine Leute gibt die sich im T6 wie zu Hause vor der Couch fühlen, sondern weil sehr viele Felsen und auch Grasbüschel in dieser Rinne zum See hinunter stabil wirken aber sobald man sie belastet zu Tale stürzen.
Zuerst übers Schotterfeld und dann über den Restschnee, wo Marco ne geile Schlittelaktion hingelegt hat war es Super. Aber danach sollte man nach links gehen und ganz "Normal" aus dem Tal hinaus. Von oben täuscht es nähmlich ungemein (siehe Foto), mann denkt es geht gemütlich langsam abfallend zum See runter.
Zuerst geht es auch noch relativ gemächlich runter und dann muss man eine erste Steilstufe überwinden welche ich mit T5 Klettern I eventuell II bewerten würde. Danach fängt aber die Schwierigkeit an, links neben dem Bach kommt man in einen Kessel runter welcher sehr viel loses Gestein hat und daher wie oben erwähnt nicht ganz ungefährlich ist, und dann war für uns Schluss. Es folgt eine etwa 5-7m hohe Wand welche nur sporadisch von Felsen welche auch eher insatbil sind durchzogen ist und sonst nur Grashalme aufweisst. Die Steilheit beträgt ca. 80 Grad. Vielleicht hätte man noch nach der ersten Steilstufe  nach rechts queren können und auf der anderen Seite des Baches ein Weg finden können, obwohl das Gelände von unten betrachtet auch nicht toll aussah. Wir mussten dann nach links über ein ziemlich steilen Grashang queren wo wir eine schmale Rinne fandne in der man absteigen kann. Auch hier hat es viele lose Steine! Die Stelle ab dem Kessel im Bach würde ich mit T6 und einem Soliden II bewerten wobei durch das viele lose Zeugs im Gelände das ganze für mein SIcherheitsgeschmack echt grenzwertig war. So habe ich wieder was dazugelernt, Eine gleiche Schwierigkeitsstufe in Solidem Gestein (wie am Cristallina) und in brüchigen losen Hängen wie hier sind Welten auseinander!!

Danach stiegen wir erleichtert zum See ab und machten uns auf den Rückweg welcher sich wie Marco schon erwähnte doch noch ziemlich hinzog. Umso besser war dann das Bier bei der Älplibahn ;-)

Fazit: Gute Tour auf der ich einiges gelernt habe, und einen netten Hikr kennenlernen durfte mit dem Ich sicherlich nicht die letzte Tour gemacht habe. Vielleicht bis zum Vanil Noir. Achja noch einen SIcherheitsnachtrag, in dieses Gebiet würde ich NIE bei schlechtem Wetter gehen!

Hike partners: maawaa, TeamMoomin

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