Lochberg (3040m) und Klein Furkahorn (3026m)


Publiziert von أجنبي , 26. Mai 2011 um 00:14.

Region: Welt » Schweiz » Uri
Tour Datum: 8 August 2010
Wandern Schwierigkeit: T5 - anspruchsvolles Alpinwandern
Klettern Schwierigkeit: II (UIAA-Skala)
Wegpunkte:
Geo-Tags: CH-UR   CH-VS 
Aufstieg: 2400 m
Abstieg: 1750 m
Strecke:Göscheneralp P. 1782 – P. 1849 – P. 1927 – Älpergensee – Lochberglücke – Lochberg – Lochberglücke – P. 2435 – P. 2381 – P. 2480 – Albert-Heim-Hütte SAC – P. 2480 – Tiefengletscher – Untere Bielenlücke – Chli Bielenhorn – Sidelenhütte – P. 2524 – P. 2718 – Klein Furkahorn - Furkablick
Zufahrt zum Ausgangspunkt:ÖV bis Göscheneralp
Zufahrt zum Ankunftspunkt:ÖV ab Furkablick
Kartennummer:LK 1:25.000: 1231 Urseren

Wir hatten uns zwar bloss die Lochberglücke und die kleine Version des Furkahorns vorgenommen, doch unterwegs landeten wir noch auf dem Lochberg und dem Chli Bielenhorn...

Mit Glück in Göschenen noch ins Postauto gepasst und damit zum Göscheneralpsee gefahren. Seither wissen wir, dass es hin und wieder schlau sein kann, auf Hinweise bzgl. Platzreservation im Fahrplan zu achten...

Auf der Göscheneralp über den Damm und bis P. 1927 dem überbevölkerten Wanderweg gefolgt. Von dort ziemlich steiler Aufstieg zum Älpergensee. Vom Weg zur Älpergenlücke nach rechts abgezweigt und über mehrere Schneefelder hoch zur Lochberglücke. Nachdem wir unserem Zeitplan mal wieder ziemlich voraus waren und uns der Lochberg ein machbarer Gipfel erschien, beschlossen wir diesen zu besteigen.

Allora, Rucksack-Depot bei der Lochberglücke und dann oft auf allen Vieren und im Blockkletterstil hoch Richtung P. 2946. Dann flacher und über Schnee bis zu P. 3040. Aus irgendwelchen Gründen dachten wir, das sei der Gipfel. Erst später wurde uns irgendwie klar, dass wir wohl noch ein wenig weiter zu P. 3079 hätten gehen sollen. Naja, das nächste Mal dann...

Abstieg dann auf unseren Aufstiegsspuren bis Lochberglücke. Von dort auf dem Bergweg hinunter zum kleinen See bei P. 2435, dann ab P. 2381 hoch zur Albert-Heim-Hütte SAC. Unterhalb der Hütte in einem kleinen See gebadet, in der Hütte sehr gut gegessen und relativ schlaflos übernachtet. Die Hütte war voll, u.a. mit vielen Leuten, welche sie aufgrund leichter Erreichbarkeit (von Tiefenbach aus) eher für Saufen und Party denn zwecks Bergsteigerei aufzusuchen schienen. Dementsprechend schwer fiel es, nachts (mal abgesehen von den üblichen Schnarchern) Ruhe zu finden und zu schlafen.

Frühmorgens dann los und via P. 2480 auf den Tiefengletscher. Wir hielten uns meist auf einer Seitenmoräne. Der Aufstieg zur Unteren Bielenlücke war relativ mühsam. Von der Lücke aus dann noch schnell das Chli Bielenhorn erklommen.

Abstieg zur Sidelenhütte wiederum über viele Felsblöcke, dann auf Wanderweg bis zur Brücke bei P. 2524. Von dort ziemlich direkt und teils umständlich hoch zu P. 2718 und schliesslich auf den Grat, welcher zum Gipfel führt. Dann schöne Kraxlerei bis zum Klein Furkahorn. Die Sonne schaute genau dann aus den Wolken hervor, als wir unser Gipfelbier öffneten.

Nach Tiefblicken auf den Rhonegletscher und Hochblicken auf einen kreisenden Adler kehrte der leichte Nieselregen zurück und wir stiegen zum Furkablick ab, wo wir noch ewig auf das Postauto warten mussten.

Insgesamt sehr genussvolle Tour mit vielen Kraxlereien in wunderbarer Umgebung. Nur eben: Man sollte nicht unbedingt an einem Wochenende (es ging leider nicht anders) in der Albert-Heim-Hütte übernachten, wenn man ein wenig Schlaf, Ruhe und Erholung sucht. Angenehm an der Tour ist, dass man sie gut mit dem ÖV machen kann und man sich am Schluss die Knie nicht noch mit einem ewig langem Abstieg zur Sau machen muss.


Tourengänger: أجنبي


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