Reissend Nollen 3003m.ü.M. über die Nordwand


Publiziert von budget5 , 8. Mai 2011 um 17:53.

Region: Welt » Schweiz » Obwalden
Tour Datum: 5 Mai 2011
Hochtouren Schwierigkeit: WS
Wegpunkte:
Geo-Tags: Titlis und Wendenstockgruppe   CH-NW   CH-BE   CH-OW   Östliche Melchtaler Alpen 
Zeitbedarf: 6:00
Aufstieg: 1400 m
Abstieg: 1400 m
Strecke:Trüebsee - Jochpass - Jochstock Station - Reissend Nollen - Jochstock - Ochsenhorn - Jochnasen - Trüebsee
Zufahrt zum Ausgangspunkt:Von Engelberg mit der Seilbahn bis Trübsee
Zufahrt zum Ankunftspunkt:Analog Ausgangspunkt
Unterkunftmöglichkeiten:Engstlenalp und Trübsee

Der Reissend Nollen ist einer von drei 3000er im Kanton Obwalden. Bekannt sind vor allem seine Kletterrouten in der Südwand, die verfirnte Nordwand wird nicht allzu oft gemacht. Sie wäre auch mit Skis machbar.

Der Reissend Nollen hat mir bisher nicht viel Glück gebracht. Irgendwie bin ich immer gescheitert, sei es wegen zu warmen Temperaturen oder weil einfach der Wecker am Morgen nicht abging. Diesmal hat's aber geklappt. Mit der ersten Bahn bin ich nach Trübsee gefahren und anschliessend in beachtlichem Tempo über die Skipiste bis zum Jochstock gewandert. Bis vor einigen Tagen war der Sessellift noch Betrieb. 

Am Fusse des Reissend Nollen wurde meine Stimmung getrübt. Bereits hier war der Schnee durchgehend aufgeweicht. Ich konnte mir das fluchen nicht verkneifen. Trotzdem beschloss ich den Jochstock zu umgehen und prompt waren die Verhältnisse nicht nur besser, sondern perfekt. Ich durchstieg die kleine Wand relativ direkt, einzelne Stellen wären auch zu umgehen.

In der oberen Hälfte wich dann der Firn dem gepressten Pulverschnee. Anstrengende Spurarbeit war angesagt. Im Vergleich zu Sputniks Route vom letzten Jahr (siehe sein Bericht) stieg ich direkt durch ein Couloir zwischen Pt. 2964 und Pt. 3003 auf den Gipfel. Dieses war kurz, aber sehr steil. Für den Abstieg absolut ungeeignet, weshalb ich anschliessend dann doch auf Sputniks Route zurückgriff. Der Gipfel ist stark verwechtet, genau so wie der Grat. Vorsicht ist also geboten.

Die Einsamkeit gegenüber dem benachbarten Titlis und die fantastische Aussicht sind Belohnung genug für diese Tour. Zuwider den Prognosen war es auf dem Gipfel windstill. Auch für den Abstieg waren die Verhältnisse stabil. Ich hatte während der ganzen Tour die Steigeisen nie gebraucht, diese sollte man aber ohne Zweifel dabei haben. Im Anschluss bestieg ich noch die am Weg liegenden Gipfel des Jochstock, Ochsenhorn und der Jochnasen. 

Tour im Alleingang.

Tourengänger: budget5


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Kommentare (2)


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TeamMoomin hat gesagt:
Gesendet am 9. Mai 2011 um 08:29
Gratulation

Tolle Tour! Als ich am 1 Mai mit Sputnik auf dem Gwärtler stand haben wir noch besprochen wie man am besten raufkommt da dies ein nahes Ziel von mir ist dachte warte noch eine Woche, aber anscheinend ist es jetzt schon gut von den Verhältnissen. vielleicht gibts ja nächste Woche ienen NAchamer deiner Tour ;-)
Jedenfalls top und wetter war ja auch gut.

Liebe Grüsse

TeamMoomin

Sputnik Pro hat gesagt:
Gesendet am 9. Mai 2011 um 16:15
Auch von mir Grataulation! Endlich hat's geklappt mit dem Reissend Nollen. Wünsch dir noch viel Erfolg im Wallis.

Gruss, Andi


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